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Was passiert, wenn es einen Verdachtfall in Ihrem Umfeld/bei Ihnen gibt?

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Was passiert, wenn es einen Verdachtfall in Ihrem Umfeld/bei Ihnen gibt?

Besteht der Verdacht, dass eine Person sich mit dem Coronavirus infiziert hat und andere anstecken kann, ist das zuständige Gesundheitsamt berechtigt, die Unterbringung in einem isolierten Bereich eines Krankenhauses, einer anderen Einrichtung oder u. U. auch eine häusliche Quarantäne anzuordnen bzw. Tätigkeitsverbote auszusprechen.


Diese Maßnahmen kommen auch in Betracht, wenn die Person zwar keine Krankheitssymptome zeigt, aber Kontakt zu einem*r Erkrankten hatte bzw. hat (z. B. bei Erkrankung des eigenen Kindes oder bei Erkrankung Haushaltsangehöriger) oder sich in einem Hochrisikogebiet aufgehalten hat, in der die ansteckende Krankheit weit verbreitet ist.


Im Verdachtsfall sollten sich die Personen zur Klärung an das Gesundheitsamt wenden.

Das Gesundheitsamt entscheidet auf Grund folgender Vorgaben, ob eine Quarantäne verordnet wird: 1

Positive Corona-Testung: In der Regel tritt bei einer positiven Corona-Testung ein Tätigkeitsverbot sowie eine angeordnete Quarantäne in Kraft. Erfolgt die Quarantäne auf Anordnung eines der sächsischen Gesundheitsämter, kann eine Finanzierung über die Landesdirektion Sachsen erfolgen.

Quarantäne als Kontaktperson der Kategorie I: Auf Anraten des Gesundheitsamtes oder durch eigene Einschätzung gehören Sie zum Personenkreis der Kontaktpersonen der Kategorie I. Es ist sofortige Quarantäne notwendig. Erfolgt die Quarantäne auf Anordnung eines der sächsischen Gesundheitsämter, kann eine Finanzierung über die Landesdirektion Sachsen erfolgen.

Quarantäne als Kontaktperson der Kategorie II: Sollten Sie durch das Gesundheitsamt oder durch eigene Einschätzung zum Personenkreis der Kontaktpersonen der Kategorie II gehören, sollten Sie Ihre Kontakte soweit wie möglich reduzieren. Sie können allerdings weiterhin arbeiten. Entscheiden Sie sich für eine freiwillige Quarantäne, haben Sie keinen Anspruch auf eine Finanzierung.


Hat das Gesundheitsamt für die Kindertagespflegeperson eine Quarantäne angeordnet oder ein (i. d. R. befristetes) Tätigkeitsverbot ausgesprochen, darf sie ihre Tätigkeit in dieser Zeit nicht ausüben.

Hinweise:

  • Informieren Sie sich in Ihrer Kommune über Regelungen und Vorgehensweisen

  • Informieren Sie umgehend Ihr zuständiges Jugendamt

  • Prüfen Sie die Inanspruchnahme Ihrer Vertretungslösung

  • Gibt es sonstige Finanzierungsvereinbarungen in Ihrer Kommune?


Da die Betreuungsleistung aufgrund der Quarantäne oder des Tätigkeitsverbots für die Kindertagespflegeperson unmöglich wird, ist sie für diese Zeit gegenüber den Eltern bzw. in Anstellungsverhältnissen gegenüber dem Arbeitgeber von der Verpflichtung befreit, die vertraglich geschuldete Betreuungsleistung zu erbringen.2

 

1 Robert-Koch-Institut: Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei Infektionen durch SARS-CoV-2

 2 Vierheller, Iris: Informationen zur Rechtslage von Iris Vierheller im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Coronavirus, FAQ zu möglichen Auswirkungen im Bereich der Kindertagespflege.

 

Weitere Informationen unter:

IKS » Welche Konsequenzen ergeben sich, wenn das Gesundheitsamt eine Quarantäne anordnet oder ein Tätigkeitsverbot ausspricht?

Landesdirektion Sachsen » FAQ Erstattung wegen Verdienstausfall auf Grund eines durch das Gesundheitsamt angeordneten Tätigkeitsverbotes bzw. einer durch das Gesundheitsamt angeordneten häuslichen Quarantäne

 

(Stand: 10.11.2020)