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Zeitungsartikel Stern: Was verdient eigentlich eine Tagesmutter?

22 . September 2018

 

Artiekl_Stern_2018_07_22Der Kampf um Kita-Plätze ist eine Katastrophe. Denn findet man keinen geeigneten Betreuungsplatz für den Nachwuchs, gibt es nur eine Alternative: Ein Elternteil muss zu Hause bleiben. Diese Lücke füllen Tagesmütter und -väter. Sie kümmern sich um die Kleinen. Einige Eltern schwören auch per se auf Tagesmütter - in ihren Augen ist die Betreuung dort deutlich besser und persönlicher.
Ob nun Kita oder Tagesmutter: Ohne einen Platz für Kinder müssten sich Eltern in Deutschland anders organisieren. Daher sind Tagesmütter und -väter wichtig. Doch was verdienen diese Menschen, die auf den Nachwuchs acht geben, eigentlich?
 
Eine generelle Aussage kann man leider nicht treffen, denn das Gehalt von Tagesmüttern hängt stark von der Region und der Größe der Kindergruppe ab. Als Faustformel erhalten die Betreuer zwischen zwei und neun Euro pro Stunde und Kind, dazu kommen Verpflegungskosten, die sich zwischen zwei und 3,50 Euro belaufen. Allerdings können diese Angaben auch stark nach oben variieren - und zwar dann, wenn die Betreuungsperson eine Ausbildung als Pädagoge oder Kindergärtner gemacht hat. Laut dem Portal "Gehaltsvergleich.com" verdienen Tagesmütter zwischen 1500 und über 3400 Euro pro Monat.
 
Tagesmutter: Arbeiten am Existenzminimum
Wer gerne selbst Tagesmutter oder -vater werden will, muss einige formale Hürden nehmen. Denn was gerne vergessen wird: Die Zahlungen verstehen sich als Bruttolohn. Sozialabgaben, Krankenversicherung und Steuern müssen noch abgezogen werden. Auf der anderen Seite können Kosten für die Kinderbetreuung auch wieder steuerlich geltend gemacht werden.
 
Ein weiteres Problem: Setzen Kommunen Tagesmütter oder -väter ein, zahlen sie einen festen Satz, der oftmals sehr spärlich ausfällt. "Viele Tagesmütter und -väter arbeiten am Rande des Existenzminimums. Etliche Kommunen schauen trotzdem tatenlos zu", sagt Stephan Kirsche, Sprecher beim Landesarbeitskreis Kindertagespflege Sachsen, zur "Welt".

 

 

 

Hier finden Sie den Artikel der Sächsischen Zeitung vom 22.07.2018 online.