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Verwaltungsgericht Dresden entscheidet über Höhe der laufenden Geldleistung

26 . Juni 2018

 

Das Verwaltungsgericht Dresden hat am 20. Juni 2018 über die Vergütung der Kindertagespflege in Dresden mündlich verhandelt und entschieden, dass Kindertagespflegepersonen in Dresden inzwischen ausreichend vergütet werden. Die Vergütung der der Tagesmütter und Tagesväter in Dresden ist demnach rechtmäßig.

Eine Pressemitteilung zum Urteil finden SIe hier: https://www.justiz.sachsen.de/vgdd/

Eine Zusammenfassung des Urteils von Beck-aktuell finden Sie hier: https://rsw.beck.de/aktuell/meldung/vg-dresden-kindertagespflege-in-dresden-mittlerweile-ausreichend-verguetet

 

Die Position der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS) zum Urteil:


Das Verwaltungsgericht in Dresden hat gestern die aktuelle Vergütung der Kindertagespflegepersonen in Dresden für rechtmäßig erklärt. Damit hat das Verwaltungsgericht sowohl die Angemessenheit der laufenden Geldleistung als auch die Höhe der Sachkosten bestätigt. Nach einem langen Rechtsstreit hat Dresden endlich Sicherheit.

Die Stadt Dresden setzt ein Finanzierungsmodell, erarbeitet von Prof. Münder um, welches extrem differenziert und in acht Stufen gegliedert ist.

Die IKS sieht die Höhe der Geldleistung als angemessen. Die Differenziertheit und Bindung an die berufliche Qualifikation jedoch kritisch.
Die Umsetzung dieses Finanzierungsmodells kann eine Überforderung für einzelne Kommunen darstellen. Zu dem ist die Bindung an die Qualifikation in der Kindertagespflege nicht zwingend notwendig.

Aus Sicht der IKS wird immer intensiver versucht, die Kindertagespflege an die Struktur einer Einrichtung anzupassen. Damit verliert die Kindertagespflege als familiennahes System ihr eigenes Profil.
Die Kindertagespflege ist in Bezug auf eine Einrichtung gleichwertig, aber nicht gleichartig!

Die IKS setzt sich weiter dafür ein, dass ein landeseinheitlicher Personalkostensatz für Kindertagespflegepersonen in Sachsen vom Landtag geprüft wird.

Bei aller Diskussion um eine angemessene Geldleistung rückt die wertvolle pädagogische Qualität der Kindertagespflegepersonen in den Hintergrund. Das muss sich ändern.