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Kultusministerin Kurth begeistert von erzgebirgischer Kindertagespflegestelle

12 . September 2016

 

Besuch_Kurth_KindertagespflegestelleBrunhild Kurth, Sachsens Staatsministerin für Kultus, war am Mittwoch, den 07.09.2016 bei einer Kindertagespflegestelle in Lauter-Bernsbach zu Besuch. Das Fazit des Besuches: Kindertagespflege in Sachsen ist professionell, individuell und familiennah. Initiiert wurde das Treffen von MdL Alexander Krauß und der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen.
 
Schauplatz waren die beiden Kindertagespflegestellen „Lauter Sternle“ auf der Wasserstraße. Hier betreiben Dorit und Daniel Wangemann in ihrem umfangreich sanierten Haus zwei getrennte Kindertagespflegestellen mit je fünf Kindern. Besonders wertvoll ist die Erlaubnis des Jugendamts Erzgebirge, dass Frau Wangemann bis zu fünf Kinder bis zum dritten Lebensjahr betreuen darf und Herr Wangemann bis zu fünf Kinder bis zum Schuleintritt. So wird in der Kommune das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bis zum Schuleintritt für eine Einrichtung oder eine Tagespflege ermöglicht, so Bürgermeister Thomas Kunzmann.

Die eigenen Kinder der Eheleute, inzwischen schon im Schulalter, wuchsen von Anfang an inmitten der Kindertagespflegestelle auf. Es herrscht ein buntes Miteinander: „Toll, wie hier die Einbindung in das großfamiliäre Umfeld möglich ist“, so die Ministerin. Auch die Großeltern haben ihre Rolle im Alltag gefunden. Sie unterstützen mitunter im Garten und in der Verpflegung.
 
Ministerin Kurth äußerte sich positiv zur individuellen Alltagsgestaltung inmitten eines naturnahen Umfelds. Zum Konzept der Kindertagespflege „Lauter Sternle“ gehört ganz bewusst die Einbindung eines Nutzgartens und Tiere, wie Hund, Hasen, Katze. Im großen Garten wächst ein üppiger Nesselbusch. Dieser steht dort ganz bewusst als Anschauungsobjekt. „Wir können hier beobachten, wie sich die Raupen, die die Pflanze bewohnen, in wunderschöne Schmetterlinge verwandeln“, so Daniel Wangemann. Auch die Eltern betonen das ungewöhnlich breite Wissen ihrer Kinder in Sachen Flora und Fauna. Näher, intensiver und lehrreicher kann Kinderbetreuung kaum sein – so wurde auch das „lebenslange Lernen“ zu einem wichtigen Thema des Besuches der Ministerin.
 
Dass die Kinderbetreuung in der Stadt Lauter so gut funktioniert, liegt nicht nur am hohen Zuzug von Familien und Häuslebauern. Vor allem ist es Bürgermeister Thomas Kunzmann zu verdanken, dass die Kindertagespflege hier viel Anerkennung genießt. Beide Kindertagespflegepersonen sind im Bedarfsplan vorgesehen, eine Homepage zur Bewerbung des Betreuungsangebotes brauchen die Wangemanns deswegen nicht.

„Kindertagespflege ist wichtig als alternative Betreuungsform“, betont auch CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Krauß. Zusammen mit Ute Enders vom Landratsamt Erzgebirge, Jugendamt und Simone Kühnert von der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege Sachsen wurden wichtige Unterschiede zwischen Kindertagespflege und Einrichtung angesprochen. Es ist wichtig, dass beide Betreuungsmöglichkeiten in Sachsen erhalten bleiben. Eltern müssen für ihr Kind die passende Betreuung wählen können.

Der Besuch der Ministerin unterstützt die Achtung und Wertschätzung für die Kindertagespflege. „In Zukunft müssen wir immer im System der Kinderbetreuung bewusst die Kindertagespflege mitdenken und unterstützen“, so die Ministerin.