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Corona FAQ
Wie wird die Kindertagespflege nach der SächsCoronaSchVO vom 11.12.2020 finanziert?

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Wie wird die Kindertagespflege nach der SächsCoronaSchVO vom 11.12.2020 finanziert?

Eine Argumentation für die ungekürtzte Finanzierung der laufenden Geldleistung und der Sachkosten:

  • Die Landeszuschüsse sowohl für die Kindertageseinrichtungen als auch die Kindertagespflege nach § 18 SächsKitaG (einschließlich also des Landeszuschusses für mittelbare pädagogische Tätigkeiten nach § 18 Abs. 3 SächsKitaG) floss 2020 und fließt 2021 unverändert und ungekürzt den Gemeinden zu. Die Kommune ihrerseits hat die Finanzierung der Bedarfsplätze im Kommunalhaushalt eingeplant. Die Weiterfinanzierung der Kindertagespflege ist insofern keine ungeplante Ausgabe.

  • Durch die Schließungsverfügung sind die Kindertagespflegepersonen an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert (sofern sie nicht eine Notbetreuung anbieten). Es wird daher dringend an die Gemeinden appelliert, die Finanzierung der Kindertagespflege unverändert aufrecht zu erhalten.

  • „Die Schließung umfasst in Anlehnung an § 4 Absatz 3 nicht das Betreten der Einrichtung und Arbeiten durch Betreiber und Beschäftigte.“ (SächsCoronaSchVO vom 11.12.2020, S.26) . Die Kindertagespflegeperson ist für Betreuung (außer Notbetreuung) geschlossen. Kindertagespflegepersonen Selbstständige haben dennoch Verantwortung und Aufgaben für Ihre Kindertagespflegestelle. Das können u.a. konzeptionelle Tätigkeiten, Elterninformationen, Dokumentationen, Reinigungs- und Renovierungsarbeiten sein.

  • Kindertagespflegepersonen sind angehalten in Zeiten der Notbetreuung weiterhin nach Möglichkeiten zu suchen, den Kontakt zu Kindern und Familien, die keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, zu halten (Siehe Gemeinsame Empfehlung zur Ausgestaltung der Notbetreuung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Seite 5 – Zusammenarbeit mit den Eltern).

  • Kindertagespflege ist vor allem für Kinder unter drei Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der sächsischen Betreuungslandschaft. Bereits die vergangenen Monate der COVID-19-Pandemie haben dazu geführt, dass einige Tageseltern ihre Tätigkeit aufgrund fehlender oder eingeschränkter Finanzierung aufgeben mussten. Tageseltern sind i.d.R. selbstständig tätig und verfügen nicht über einen schützenden Backround eines Trägers. Häufig ist sehr schnell die Existenz bedroht, wenn die ursprünglich geplante Betreuung nicht stattfinden kann und dann auch noch die Finanzierung in Gefahr ist.

 

(Stand: 12.2020)