Kindertagespflege in Sachsen
Lexikon von A-Z

Wissenswertes » Lexikon von A-Z

  • A

    • Titel: 

      Parenting & Co-Parentingunter Einbeziehung der Studie Stendaler Tagesbetreuung und der Wiener Krippenstudie

      Autor: 

      Ahnert, L.; Supper, B.

      Quellenangabe: 

      Ahnert, L.; Supper, B. (2012): Studie der Universität Wien, AB Entwicklungspsychologie Parenting & Co-Parenting unter Einbeziehung der Studie Stendaler Tagesbetreuung und der Wiener Krippenstudie

      In der Studie "Parenting & Co-Parenting" wurden Familien einbezogen, die ihre Kinder zu Hause betreuen, aber auch Familien deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden. Untersucht werden sollte bei diesen Kindern, wie ihre Entwicklung vor allem im kognitiven und kommunikativen Bereich verläuft. Dabei sollte ein Vergleich zwischen der Betreuung zu Hause und in der Kindertagespflege erzielt werden.

      Folgende Ergebnisse konnte dabei gewonnen werden:

      1. Entwicklungsangemessene Kleinkindbetreuung zeichnet sich durch Anregung, Geborgenheit und Strukturiertheit aus.

      2. Kleinkindbetreuung muss an den natürlichen kindlichen Kompetenzen und Lernfähigkeiten anknüpfen und eine stabile Gefühlswelt entwickeln. Weiterhin bedarf es vorhersehbarer Tagesabläufe.

      3. Interaktionsprozesse stehen im Mittelpunkt, die zu Bindungsbeziehungen führen.

      4. Zu Tagesmüttern entwickeln Kleinkinder häufiger sichere Beziehungen als zu Erzieher(inne)n in Krippen.

      5. Emotionale Sicherheit, Explorationsunterstützung, individualisierte Kommunikationsabläufe und Körpernähe erfahren Kleinkinder ausgeprägter in der Tagespflege als in Krippen. Jungen sind danach in Krippen besonders benachteiligt.

      6. Kleinkinder entwickeln ihre Kompetenzen zügiger in Tagespflege als in Krippen.

      7. Bessere Absprachen (zwischen Eltern und ihrer Kindertagespflegeperson bzw. Erzieher(in)) sind mit besserer Verhaltensanpassung verbunden.

       

      Bild_Broschüre_Wenn_private_Betreuung


      Als Referentin gestaltete Frau Liselotte Ahnert den Fachtag der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS) 2012 unter dem Titel "Wenn private Betreuung öffentlich wird – Spannungsfelder zwischen privatem Raum, Selbstständigkeit und öffentlicher Förderung" mit. Zu diesem Fachtag stellte Sie Ergebnisse ihrer Studie "Parenting & Co-Parenting" vor. 

      Die Dokumentation dieser Fachtagung finden Sie hier.          

       

       

       Bild_Ahnert_Studie_Info

      Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.


    • Link:

      http://behindern.verhindern.sachsen.de/download/Kampagnenmaterial/Aktionsplan.pdf

      Abkürzung:

      SLAP

      Ausfertigungsdatum:  

      2016

      Stand:

      Version 1.0

       

       

       

       

       

      Weitere Informationen zum Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK) finden Sie hier.

    • Empfehlung_LJA_Arbeitshilfe   

       

      Link:

      https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11975

      Ausfertigungsdatum: 

      16.03.2011

      Vollzitat:

      Kindertagespflege im Freistaat Sachsen Aktuelle Empfehlungen des Landesjugendamtes und andere Arbeitshilfen für die Praxis

       

       

    • Der Alltag in der Kindertagespflege (KTP) folgt den Bedürfnissen der Kinder. In der Regel beginnt der Tag mit einem ruhigen Ankommen, einem gemeinsamen Frühstück in vertrauter Atmosphäre. Je nach Alter des Kindes wechseln Ruhephasen und Aktivitäten. Kinder lernen im Entdecken und Erkunden, vor allem im freien Spiel. Angebote die sich an dem aktuellen Entwicklungsstand und dem momentanen Interesse der Kinder orientieren, wecken ihre Neugier und Unterstützen ihre Entwicklung. Dabei gilt der Grundsatz "Weniger ist mehr". Auch der Aufenthalt im Freien gehört zum festen Bestandteil des Tages. Der Alltag ist durch ständig wiederkehrende Abläufe an einem Tag (Ankommen, gemeinsames Frühstück, freie Spielzeit, Angebot, Aufenthalt im Freien, gemeinsames Mittagessen, Mittagsschlaf, Spiel bis zum Abholen), innerhalb einer Woche (Sport, Musik,…) bzw. durch jahreszeitliche Rituale (Geburtstage, Feiertage, Ausflüge…) gekennzeichnet. Dies vermittelt Kindern Sicherheit und Geborgenheit, da sie eine Regelmäßigkeit erkennen können.  Durch die kleine Kindergruppe ist die Betreuung sehr individuell. Es besteht eine familienähnliche Atmosphäre, in der Kinder auch Hilfsbereitschaft und erste Momente der Verantwortung für kleinere Aufgaben erleben. Lern- und Spielsituationen werden in einer Kindertagespflegestelle nicht künstlich erzeugt, der familienähnliche Alltag, als lebensechtes Lernumfeld, bietet dafür optimale Voraussetzungen.

      Um Bildhafte Eindrücke zu erhalten klicken Sie bitte hier.

      Informationen zum alltagsnahen Lernen in der Kindertagespflege finden Sie hier.

    •  „Es ist 7:00 Uhr. In der Kindertagespflegestelle ist bisher nur Martin da. Wir sind noch in der Küche. Martin hat großes Interesse an den leeren Vorratsdosen. Wie sind sie sortiert? Wie passen sie ineinander? Geht das auch anders? Wie hält der Deckel?
      Martin, 2 Jahre, sitzt vor dem Küchenschrank, hat die Tür offen und benutzt alle Dosen im Fach. Er weiß, dass er nur diese Dosen aus dieser Tür nehmen darf. Er ist vollkommen vertieft in sein Probieren. Ganz vorsichtig versucht er jede Dose einzeln zu verschließen. Das ist nicht einfach, weil der Deckel vier Mal umgebogen werden muss. Seine kleinen Hände haben viel Kraft.
      Ich bereite in der Zeit etwas für das Mittagessen vor. Es ist jeden Morgen die kurze Zeit, die wir allein sind. Dabei bin ich aufmerksam für das, was Martin macht. Mit Fragen und Erstaunen unterstütze ich sein tun. An seinen Augen und dem Gesichtsausdruck sehe ich seine Aufmerksamkeit, sein Anstrengen und die Freude, wenn er etwas geschafft hat.“
      (Aus dem Tagebuch einer Tagesmutter)

       

      Ein Beispiel für alltagsnahes Lernen, man könnte auch natürliches Lernen sagen. Das Lernen, was einfach passiert, ohne dass ich künstlich eine Bildungssituation schaffe. Lernen im Lebensalltag heißt, dass sich Bildungssituationen in der Kindertagespflege im Alltag mit den Kindern ergeben. Die Schwierigkeit besteht darin, sie zu entdecken, zu verstehen und die Kinder dabei angemessen zu begleiten. Die Situation ist ein Beispiel für die besondere Struktur der familiennahen Kindertagespflege


      Bildungsgelegenheiten im Alltag der Kindertagespflege können bspw. sein:

      • Einkaufen
      • Essen zubereiten
      • Wäsche aufhängen
      • Essen einnehmen/ FütternBild_Alltagsnahes_Lernen
      • Körperpflege/ Wickeln
      • An- und Ausziehen 

       

      Bereits eine gemeinsame Mahlzeit bietet zahlreiche Bildungsaspekte, welche Sie auch im Sächsischen Bildungsplan finden:

       

      Somatische Bildung – Leitbegriff: wohlfühlen

      • Kinder brauchen eine angenehme, ruhige eine Ihnen entsprechende Atmosphäre

      • Fühlt sich das Kind wohl? 

      • Werden seine Bedürfnisse wahrgenommen?

      • Passt der Stuhl, der Tisch, der Platz des Kindes?

      • Ist das Geschirr angemessen? 

      • Kann sich das Kind alleine bedienen? 

      • Kann es alleine essen?

      • Wo braucht es Unterstützung? Wo benötigt es Zuspruch?


      Soziale Bildung – Leitbegriff: Beteiligung

      • Wie beteilige ich die Kinder? 

      • Was können sie allein? 

      • Wo wollen sie helfen? 

      • Welche Bedürfnisse haben die Kinder?

      • Wie ermutige ich Sie aktiv zu werden?

      • Beteiligung beginnt bereits bei der Überlegung:

      • Wo gehen wir einkaufen?
      • Was essen wir in der Woche?
      • Wo untersetzen die Kinder die Zubereitung. Was ist möglich – Das gemeinsame decken des Tisches, ein Ritual vor dem Essen, ein Gedicht, ein Lied?

       

      Kommunikative Bildung – Leitbegriff: Dialog

      • Wie kommen wir in Kontakt?

      • Wie kommen wir Ins Gespräch?

      • Was kann mit den Kindern, für die Vorbereitung einer gemeinsamen Mahlzeit geplant und besprochen werden?

       

      Ästhetische Bildung – Leitbegriff: Wahrnehmung

      • Wie und was nehmen wir wahr?

      • Wie sieht der Tisch aus?

      • Wie sieht das Essen aus?

      • Insbesondere beim Essen sind alle Sinne beteiligt:

      • Gleichgewichtssinn (Löffel zum Mund führen)

      • spüren/tasten/haptische Wahrnehmung (Form, Konsistenz, Temperatur)

      • sehen (Farben und Formen der Lebensmittel

      • schmecken (süß, sauer, salzig, bitter, umami)

      • hören (Knacken einer Karotte)

       

      Naturwissenschaftliche Bildung – Leitbegriff: Entdeckung

      • Welche Möglichkeiten bietet das Essen/die Mahlzeit, um Neues zu entdecken?

      • Gerade beim Essen, bei den Lebensmitteln, bei der Zubereitung, beim Einkauf bieten sich vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten:

      • Die Kinder kennen so manches Essen nicht und probieren es neu aus.
      • Sie erfahren: Was schmeckt mir? Was esse ich gerne? Was kann man essen? Wo kommen die Lebensmittel her? Wie wird es zubereitet?

       

      Mathematische Bildung – Leitbegriff: Ordnen

      • Wie viele Teller müssen auf den Tisch gestellt werden? Abwiegen von Komponenten für den Kuchenteig, geometrischen Formen der Lebensmittel, Vergleichen – Ist in der Milchpackung noch etwas? 


      Kinder lernen im Entdecken, Erkunden und Spielen, vor allem im freien Spiel. Angebote die sich an dem aktuellen Entwicklungsstand und dem momentanen Interesse der Kinder orientieren, wecken ihre Neugier und Unterstützen dabei ihre Entwicklung. Dabei gilt der Grundsatz "Weniger ist mehr". Lern- und Spielsituationen werden in einer Kindertagespflegestelle nicht künstlich erzeugt, der familienähnliche Alltag, als lebensechtes und anregendes Lernumfeld, bietet dafür optimale Voraussetzungen. Gabriel Schoyerer betont an dieser Stelle besonders, den „[…]aktiven Einbezug der betreuten Kinder in die Handlungszusammenhänge […]“ sowie den „Ernstcharakter“ der Lernsituationen in der Kindertagespflegestelle und meint damit, dass Lernsituationen nicht künstlich geschaffen, sondern innerhalb der Kindertagespflegestelle durch den Raum, die ggf. weiteren Familienmitglieder, vorhandene Haustiere, zu erfüllende Aufgaben etc. vorhanden sind  und damit einen „Gesamtzusammenhang“, eine ganzheitliche Lernsituation schaffen (Schoyerer 2014: 170 – 171). „Dieser Charakter muss auch bei der Nutzung „anderer kindgerechter Räumlichkeiten“ erhalten bleiben.“ (Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2013: 14)

      Elisabeth C. Gründler weißt in ihrem Buch „Rohstoff Intelligenz“ darauf hin, dass ein Kind dann am besten lernt, wenn es aus eigenem Antrieb und im eigenen Rhythmus aktiv ist. (Gründler 2008: 8)In der Kindertagespflege ist der Familienalltag und Haushalt lebensnaher Bildungs- und Erfahrungsort für die Kinder. 


      Durch die Bildungsdirektion des Kanton Zürich finden Sie auf der Internetseite: http://www.kinder-4.ch/de/home unter dem Titel „Ich sehe was. Was siehst du? Lerngelegenheiten für Kinder bis 4.“ 40 Kurzfilme zum Thema frühkindliches Lernen im Alltag. Zusätzlich zu jeder kurzen Filmsequenzen erhalten Sie eine entsprechenden Erläuterungen zum anhören und/oder nachlesen. Das Begleitheft zu diesen Filmen finden Sie hier.

       

      Literatur:
      Gründler, E. C. (2008): Rohstoff Intelligenz. Frühkindliche Bildung. 1. Aufl., Berlin, Düsseldorf, Mannheim: Cornelsen.
      Sächsisches Staatsministerium für Kultus (2013): Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistatt Sachsen.
      Schoyerer, G. (2014): Kindertagespflege zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Pädagogische Orientierungen in der Fachberatung. Marburg: Tectum Verlag.

    • Eine generelle Altersgrenze für das Ausüben der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson kann es aufgrund des Grundrechtes der Berufsfreiheit gemäß Art. 12 GG nicht geben. Alleiniges Kriterium bildet die fachliche, persönliche und gesundheitliche Eignung, welche durch das zuständige Jugendamt geprüft wird. Wurde eine Eignung erteilt, erlischt diese nicht automatisch beim Erreichen eines gewissen Alters.


      Liegen Anhaltspunkte vor, dass die Eignung aus jedweden Gründen infrage gestellt werden muss, kann diese durch das zuständige Jugendamt überprüft werden. Dies betrifft:

      •  Kriterien, die das Erweiterte Führungszeugnis (gemäß § 3 SächsQualiVO) und das Gesundheitszeugnis (gemäß § 3 SächsQualiVO) betreffen
      •  Mitbringen persönlicher Voraussetzungen in Beziehung zu Kindern und Erwachsenen sowie persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten (gemäß § 23 Abs. 3, § 43 Abs. 2 SGB VIII)
      •  allgemein geordnete Lebenssituation
      •  zuverlässig, belastbar, flexibel
      •  Erziehungskompetenz und Freude am verantwortungsbewussten, einfühlsamen Umgang mit Kindern
      •  Achtung und Interesse gegenüber dem Kind
      •  gute sprachliche und kognitive Fähigkeiten
      •  Erkennen und Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder
      •  Absicherung einer kindgerechten Ernährung
      •  Bereitschaft und Fähigkeit zur kooperativen Zusammenarbeit mit den Eltern
      •  Toleranz gegenüber anderen Lebensstilen
      •  Kritikfähigkeit und konstruktiver Umgang mit Konflikten
      •  Reflexion des eigenen Handelns
      •  Kooperationsbereitschaft mit dem örtlichen Jugendamt und ggf. dem Träger der freien Jugendhilfe
      •  Bereitschaft zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen, Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Tagespflegepersonen
      •  Beziehen und Lesen einer Fachzeitschrift


      (Quelle: Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen zu Leistungen der Jugendhilfe in Form von Kindertagespflege - 2. Fortschreibung)

      Die Festlegung von Altersgrenzen ist unwirksam. Ein Urteil vom Verwaltungsgericht Magdeburg zum Thema finden Sie hier.  

      Weitere Kriterien für die Eignungsfeststellung finden Sie in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

    • Kindertagespflegepersonen, die Kindertagespflege gemäß § 3 Abs. 3 SächsKitaG sowie § 23 SGB VIII anbieten, haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Alterssicherung, wenn die Kosten als angemessen gelten. Diese Erstattung ist nach § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei.

      Maßstab für die Angemessenheit bildet der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Urteil). Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Auch private Vorsorge ist unter Umständen nach individueller Entscheidung teilweise erstattungsfähig. Hier empfiehlt der Sächsische Städte- und Gemeindetag pro betreutem Kind eine Beteiligung von 20 Euro (zu den Empfehlungen zur laufenden Geldleistung für Kindertagespflege). Unter bestimmten Umständen kann auch eine Lebensversicherung angemessen sein (zum Urteil).


      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von über 400,00€

      Selbständig tätige (öffentlich geförderte und private) KTPP haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als KTPP keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

      Innerhalb von 3 Monaten muss eine Anmeldung bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen.

      Beiträge werden in Höhe des Regelbetrages (2016: monatlich 543,24 € alte Bundesländer, 471,24 € neue Bundesländer) erhoben. Bei Nachweis des tatsächlichen Einkommens kann eine einkommensgerechte Beitragsbemessung beantragt werden.

      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von 400,00€ und weniger

      Es besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Jedoch ist eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie eine private Absicherung möglich. Bei Angemessenheit der Beitragshöhe sowie der Art der Alterssicherung ist eine hälftige Erstattung der Kosten gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII möglich.


      Rentenversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      KTPP innerhalb eines Anstellungsverhältnisses haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI  eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Entsprechend der Höhe des Verdienstes übernehmen Arbeitgeber und Angestellte(r) (KTPP) je zur Hälfte die Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. bei geringfügiger Beschäftigung (bis 400,00 €) wird der Rentenversicherungsbeitrag allein durch den Arbeitgeber als Pauschale beglichen.

       

      Verantwortlichkeiten

      Bei Anstellung bei einem Träger/Arbeitgeber liegt die Verantwortung u. a. für die Beitragszahlungen in die Rentenversicherung bei dem Arbeitgeber.

      Bei selbstständiger Tätigkeit sorgt die Kindertagespflegeperson (KTPP) eigenständig für die Abschlüsse und Beitragszahlungen in die Pflichtversicherungen (u. a. Rentenversicherung).

      Ausführliche Hinweise zu Versicherungen können sie in den "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" nachlesen.

    • Link: 

      http://www.kita-bildungsserver.de/downloads/download-starten/?did=888

      Ausfertigungsdatum: 

      Juli 2012

      Vollzitat:

      Information des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport Anforderungen an die Lebensmittelhygiene in Zusammenhang mit der Prüfung bzw. Erteilung der Erlaubnis für Kindertagespflegepersonen - Merkblatt über Lebensmittelhygiene in der Kindertagespflege

    • Link: 

      http://www.kita-bildungsserver.de/downloads/download-starten/?did=652

      Ausfertigungsdatum: 

      01.07.2010

      Vollzitat:

      Anwendung §§ 33-35 und 42-43 Infektionsschutzgesetz in der Kindertagespflege und für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen

    • Gemäß § 28a SBG III ist es möglich, als selbständig tätige Person bei einer Wochenarbeitszeit von mind. 15 Stunden einen Antrag auf eine Freiwillige Weiterversicherung gegen Arbeitslosigkeit (Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag - selbständige Tätigkeit -) bei der Bundesagentur für Arbeit zu stellen.

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

       

  • B

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/index.html

      Abkürzung:

      BGB

      Ausfertigungsdatum:  

      18.08.1896

      Vollzitat: 

      "Bürgerliches Gesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I S.738), das durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. Juli 2014 (BGBl. I S. 1218) geändert worden ist"

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 2.1.2002 I 42, 2909; 2003, 738; zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 5 G v. 1.10.2013 I 3719
      Hinweis: Änderung durch Art. 1 G v. 22.7.2014 I 1218 (Nr. 35) textlich nachgewiesen, dokumentarisch nochnicht abschließend bearbeitet

    • Wird Kindertagespflege (KTP) nach § 3 Abs. 3 SächsKitaG durch die Kommune angeboten, ist die Kindertagespflegestelle im Bedarfsplan der Kommune/des Landkreises aufgenommen und es erfolgt eine (Misch-) Finanzierung durch den Freistaat Sachsen, die Kommune und die Eltern.

      Wird KTP nach § 23 SGB VIII angeboten, handelt  es sich um eine Angebot des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Damit ist die KTP nicht im Bedarfsplan.

      Auf Grund der Sicherstellungsverpflichtung des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, muss bereits eine Berücksichtigung der Ausfallzeiten von Kindertagespflegepersonen in die Bedarfsplanung gemäß § 8 Abs. 1, S. 3 SächsKitaG erfolgen.

      Die Empfehlung des Landesjugendamtes zur Bedarfsplanung finden Sie hier

    • Die IKS empfiehlt zur Beobachtung, Dokumentation und Auswertung die MarteMeo-Methode.

      „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – bewegte Bilder sagen ein Vielfaches davon.“

      Marte Meo basiert auf der starken Kraft der Bilder. Mit Hilfe von Videoaufnahmen werden konkrete, alltagsnahe Handlungsweisen im Umgang von pädagogischen Fachkräften mit Kindern kleinschrittig beobachtet und ausgewertet. Anhand dieser Momentaufnahmen werden wirksame Gelegenheiten zur Unterstützung emotionaler und sozialer Fähigkeiten sichtbar und erfahrbar gemacht. Sie bilden die Grundlage für Beziehung, Bindung und somit für Bildung.

      Lesen Sie hier eine Ausgabe des MarteMeo-Magazins zum Thema "Was braucht das Kind für die Welt von morgen?"

    • Jede Gemeinde ist beim Kommunalen Schadensausgleich versichert. D. h. alle öffentlich geförderten Betreuungsverhältnisse sind in diesem Rahmen mitversichert. 

      Für Schäden die innerhalb der Tätigkeit als KTPP geschehen, trägt die private Haftpflichtversicherung kein Risiko, hierfür ist es empfohlen, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Bei dem zuständigen Jugendamt kann erfragt werden, ob eine Sammelhaftpflichtversicherung angeboten wird. Findet die Tagespflege nicht im Haushalt der Eltern oder der KTPP statt kann eine Betriebshaftpflichtversicherung notwendig werden.

    •  

      Versicherung von Angestellten des Unternehmers/ der Kindertagespflegeperson

      Die Kindertagespflegeperson (KTPP) hat unter Umständen als selbständiger Unternehmer, selbst weitergehende Versicherungspflichten. Das gilt auf jeden Fall dann, wenn die KTPP angestellte Personen beschäftigt. Dies ist unabhängig vom Beschäftigungsumfang!

       

      Was ist zu tun?

      Kindertagespflegepersonen, die Angestellte beschäftigen, müssen diesen Umstand dem zuständigen Unfallversicherungsträger (BGW) mitteilen. Sämtliche angestellte Personen sind durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert, unabhängig ob in Vollzeit oder Teilzeit, ob in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis. Die Unfallversicherungspflicht gilt auch für geringfügig Beschäftigte. Die Unfallversicherungsflicht gilt z. B. auch für Vertretungsmodelle, bei denen eine KTPP angestellt wird, aber auch für sonstige Hilfspersonen, wie Hausmeister und Reinigungsdienste, es sei denn, die Person ist als selbständiger Unternehmer oder auf Rechnung tätig.

      Die KTPP muss alle angestellten Personen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft, das ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), melden. Die Finanzierung erfolgt über ein Umlageverfahren. Das bedeutet, dass sämtliche Kosten, die bei der Berufsgenossenschaft anfallen, auf die Beitragszahler, also die Unternehmen und eben auch die KTPP, die angestellte Personen beschäftigen, umgelegt werden. Die Höhe der Beiträge ist abhängig von sogenannten Gefahrenklassen, so dass z. B. Unternehmen im Baugewerbe regelmäßig höhere Gefahrenklassen haben, als Unternehmen in der Wohlfahrtspflege.

      Als Unternehmer ist die KTPP nicht nur zur Zahlung der Unfallversicherungsbeiträge verpflichtet, sondern auch zur Einhaltung und Umsetzung rechtlicher Normen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

      Es ist eine betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung (sogenannte BuS-Betreuung) sicherzustellen, sobald ein Arbeitnehmer beschäftigt wird.

      Regelungen dazu finden sich im Arbeitssicherheitsgesetz. Sinn der BuS-Betreuung ist die Gefährdungsbeurteilung für die angestellten Personen. Die Gefährdungsbeurteilung dient dazu, durch gezielte und auf den Arbeitsort abgestimmte Schutzmaßnahmen, die Gefährdungslagen für die angestellte Person zu reduzieren.

      Abhängig von der Unternehmensgröße können zwei Varianten der Betreuung gewählt werden. Unterschieden wird zwischen:

      • der Regelbetreuung und 
      • der alternativen bedarfsorientierten Betreuung. 

      Beide Modelle sollen hier, besonders unter Aufwands- und Kostengesichtspunkten beleuchtet werden. Die Angaben zu den beiden Modellen beziehen sich auf eine Unternehmensgröße von bis zu 10 Beschäftigten.

       

      Welche Möglichkeiten haben Sie? 

      1. Regelbetreuung

      a. Die BGW hat ein umfangreiches System an Sicherheitsfachkräften. Diese kommen zu Ihnen zur Grund- und Anlassbezogenen Prüfung Ihrer Kindertagespflegestelle mit dem Ziel, die sicherheitstechnische und betriebsärztliche Begutachtung durchzuführen. Zu der Grundbetreuung gehört, dass die KTPP eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und bei gravierenden Änderungen zu aktualisieren hat. Um die Gefährdungs-beurteilung zu erstellen, muss sich die KTPP von einem Betriebsarzt oder einer Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen lassen und dafür die Kosten übernehmen. Mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit ist ein Honorar zu vereinbaren. Es muss eine Fachkraft (also Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit) mit einem Vertrag als „Erstberater“ beauftragt werden. Die beauftragte Fachkraft muss dann im Einzelfall mit der anderen Fachkraft zusammenarbeiten. Der mittels Erstberatervertrag beauftragte Experte muss den Betrieb mindestens alle fünf Jahre persönlich besuchen, um die Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, bzw. zu erneuern. Neben dieser Grundbetreuung ist bei besonderen Anlässen eine Betreuung notwendig, daher auch anlassbezogene Betreuung. Solche Anlässe, die eine zusätzliche Betreuung erfordern, sind bspw. Umbauten oder die Untersuchung von Unfällen.

      b. Die Gefährdungsbeurteilung gilt für fünf Jahre, wenn es keine anlassbezogenen Ereignisse gibt.

      c. Kosten fallen für das Honorar anlässlich der Begehung durch die Sicherheitsfachkraft an.

       

      2. Alternative bedarfsorientierte Betreuung

      a. Die alternative bedarfsorientierte Betreuung ermöglicht der KTPP, als Unternehmer im Sinn der Unfallversicherung, deutlich größeren Handlungsspielraum, als es bei der Regelbetreuung der Fall ist. Es muss weder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit noch ein Betriebsarzt dauerhaft vertraglich verpflichtet werden. Die KTPP schließt sich einer Betreuung an, welche von Arbeitsschutzdienstleistern angeboten wird. Diese unterstützen die KTPP bei konkreten Anlässen. Voraussetzung der alternativen bedarfsorientierten Betreuung ist, dass die KTPP als Unternehmer aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist, was praktisch regelmäßig der Fall ist, wenn sie als KTPP in einer KTP-Stelle tätig ist.

      In Schulungen aus sechs Lehreinheiten von jeweils 45 Minuten

      bilden sich die KTPP im Gesundheitsschutz und der Arbeitssicherheit weiter. Anschließend nehmen sie an regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen teil. Nach der Erstschulung führt die KTPP die oben beschriebene Gefährdungsbeurteilung selbst durch. Nur bei besonderen Anlässen ist die Betreuung durch Experten für Arbeitsschutz notwendig.

      b. Die Schulung gilt in der Regel für fünf Jahre

      c. Kosten fallen für die Schulung an. Falls ein besonderer Anlass besteht, fallen ggf. zusätzlich die Honorare für die Sicherheitsexperten an. Im Rahmen der Erstschulung erhalten die Teilnehmer umfangreiches Material, welches Informationen enthält, die für die Gefährdungsbeurteilung wichtig sind.

       

      3. Sie überdenken beide Varianten

      und kommen zu dem Schluss, dass sie nicht als Arbeitgeber auftreten wollen. Die Lösung müsste dann so aussehen, dass die angestellte KTPP oder das angestellte Servicepersonal wieder in einen eigenen, selbständigen Status geht und das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird.

       

      Gesetzliche Grudlagen

      Gesetzliche Grundlagen:
      Die gesetzliche Unfallversicherung, als eine von fünf Säulen der Sozialversicherungen, ist im SGB VII normiert. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind für den hier interessierenden Bereich die gewerblichen Berufsgenossenschaften (u. a. Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)) sowie die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Unfallkasse Sachsen).
      Die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind nach Gewerbezweigen gegliedert. Die Berufsgenossenschaften und überwiegend auch die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.
      Die Unfallversicherungen finanzieren sich, anders als die sonstigen Sozialversicherungsträger aus Beiträgen der Unternehmer. Denn im Versicherungsfall, wenn also ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eingetreten ist, übernimmt die Unfallversicherung die Regulierung des Versicherungsfalls und der Unternehmer ist von der zivilrechtlichen Haftung gegenüber dem angestellten Arbeitnehmer befreit. Jeder Unternehmer ist binnen einer Woche verpflichtet, die Eröffnung seines Unternehmens an den zuständigen Unfallversicherungsträger (BGW) zu melden.

       

      Versicherung des Unternehmers/ der KTPP

      Im gewerblichen Bereich ist der Unternehmer selbst in der Regel nicht über die Unfallversicherung gesetzlich pflichtversichert. Für den Bereich der Kindertagespflege gelten hierzu Sonderregelungen. So besteht für die KTPP eine gesetzlich angeordnete Unfallversicherungspflicht und demzufolge im Versicherungsfall auch gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Die Regelung findet sich in §2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung (Unfallkasse des Freistaates Sachsen sowie die BGW) werden vom zuständigen Jugendamt bzw. der Kommune (bei KTPP die nach SächsKitaG finanziert werden) erstattet.

       

      Versicherung der zu betreuenden Kinder

      Auch die Kinder, welche von der KTPP betreut werden, sind in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Die gesetzliche Unfallversicherung der betreuten Kinder ist sowohl für die Eltern als auch für die KTPP kostenfrei. Der zuständige Versicherungsträger der Unfallversicherung der betreuten Kinder ist die Unfallkasse im Freistaat Sachsen. Mit Beginn des Betreuungsvertrages sind die Kinder automatisch versichert und müssen nicht durch ihre Eltern oder die KTPP extra angemeldet werden. Es bedarf lediglich einer Erstanmeldung durch die KTPP bei Aufnahme der Tätigkeit mit dem ersten zu betreuenden Kind.

    • Bildung braucht Beziehung, Anregung sowie zeitliche und räumliche Ressourcen.


      Grundlage der Arbeit der Kindertagespflegeperson (KTPP) bildet der Sächsische Bildungsplan mit seinem „Neuen Bild vom Kind“ und den sechs Bildungsbereichen.


      Der Sächsische Bildungsplan beschreibt das „Kind als Akteur seiner selbst“. Jedes Kind bringt von Geburt an Kompetenzen und Potenziale mit. Die KTPP muss das Kind genau wahrzunehmen.

       

      Welche Interessen hat das Kind momentan?
      Welchen nächsten Schritt beginnt es?

       

      Aufgabe der KTPP ist es dann passgenaue Anregungen und Materialien zur Verfügung zu stellen, das Kind zu begleiten und bei Bedarf zu unterstützen sowie zeitliche und räumliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen.


      In der Kindertagespflege ist der Familienalltag und Haushalt lebensnaher Bildungs- und Erfahrungsort für die Kinder. Bildungsprozesse in der Kindertagespflege (KTP) ergeben sich im Alltag mit den Kindern. Dafür ist es notwendig, dass sich das Kind geborgen und behütet fühlt.

       
        

      Bildungsgelegenheiten im Alltag der KTP:  

                              
      • Einkaufen
      • Essen zubereiten
      • Wäsche aufhängen
      • Essen einnehmen/ Füttern
      • Körperpflege/ Wickeln
      • An- und Ausziehen
       

      ZabelT_8729_klein_A

       

       

       

       

         

      ZabelT_8730_klein_A

       

       

      Die sechs Bildungsbereiche des Sächsischen Bildungsplanes:

      Banner_Selbstbildung
      • somatische Bildung (Körper, Bewegung, Gesundheit)
      • soziale Bildung (soziale Beziehungen gestalten)
      • kommunikative Bildung (mitteilen, zuhören, verstehen)
      • ästhetische Bildung (sinnliche - fühlen, sehen, hören, riechen, schmecken -  Wahrnehmung, Empfindungsvermögen)
      • naturwissenschaftliche Bildung (Naturerscheinungen, technische Erfindungen, Forscherdrang der Kinder)
      • mathematische Bildung (mathematisches Verständnis)

       

      Lesen Sie zum Thema Bildung auch den Artikel der IKS "Lebenslanges Lernen in der Kindertagespflege" aus dem Verbandsmagazin "anspiel" - hier clicken.

    •  

       

      Bild_Leitfaden_KTPP  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

      Link zum Download

           
      Leitfaden_Eltern  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Jugendamt  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Unternehmen  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen

      Link zum Download

       

       

       

       

       

       

       

       

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/

      Abkürzung:

      BDSG

      Ausfertigungsdatum:  

      20.12.1990

      Vollzitat: 

      Bundesdatenschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2003 (BGBl. I S. 66), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes  vom 14. August 2009 (BGBl. I S. 2814) geändert worden ist

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 14.1.2003 I 66; Zuletzt geändert durch Art. 1 G v.  14.8.2009 I 2814

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/index.html

      Abkürzung:

      BEEG

      Ausfertigungsdatum:  

      05.12.2006

      Vollzitat: 

      Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz vom 5. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2748)

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 27.01.2015 I 33
      Das G wurde als Artikel 1 des G v. 5.12.2006 I 2748 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Es tritt gem. Art. 3 Abs. 1 dieses G am 1.1.2007 in Kraft.

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/kkg/index.html

      Abkürzung:

      BKiSchG

      Ausfertigungsdatum:  

      22.12.2011

      Vollzitat: 

      Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG) vom 22. Dezember 2011

  • C

    • Im November 2014 haben Bund und Länder einen gemeinsamen Qualitätsentwicklungsprozess für die Kinderbetreuung und das Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und Finanzierung sichern“ verabschiedet. Darin wurde u. a. die Erarbeitung eines Zwischenberichtes als Grundlage für die weitere Arbeit am Qualitätsentwicklungsprozess vereinbart.

      Den Zwischenbericht und die Erklärung der Bund-Länder-Konferenz finden Sie hier.

    • § 23 Abs. 3 SGB VIII gibt Auskunft dazu, wer mit welchen Voraussetzungen als geeignete Kindertagespflegeperson gilt. Neben der entsprechenden Persönlichkeit, sollte über Sachkompetenz, entsprechende Räumlichkeiten sowie die notwendige und Kooperationsbereitschaft gegenüber Eltern und KTPP vorhanden sein. Weiterhin wird an dieser Stelle im Gesetz gefordert:

       

       „[…] Sie sollen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben.“

       

      Vertiefende Kenntnisse können angehende KTPP durch die Teilnahme an einer Qualifizierung in der Kindertagespflege auf Grundlage des DJI-Curriculum „Fortbildung von Tagespflegepersonen“ erwerben und nachweisen.

       

      Das DJI-Curriculum wurde einer Überarbeitung unterzogen. Hinweise zu Inhalten, Einführung und Umsetzung das neuen DJI-Curriculum (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch für die Kindertagespflege - QHB) finden Sie hier.

       

      Die Qualifizierung auf Grundlage des DJI-Curriculum beinhaltet folgende Qualifizierungsschwerpunkte:

       

      Einführungsphase

       

      Kindertagespflege – die Perspektive der KTPP

      • Erwartungen
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Aufgaben und Alltag 

      Kindertagespflege – die Perspektive der Kinder

      • Das Kind in zwei „Familien“

      Eingewöhnungsphase

      Kindertagespflege – die Perspektive der Eltern

      • Erstkontakt
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen (Betreuungsvertrag)
      • Zwischenbilanz

       

       

      Vertiefungsphase

       

      Förderung von Kinder

      • Dialog mit Säuglingen und Kleinkindern

      Entwicklung von Kinder beobachten und wahrnehmen

      • Altersgemäßer Entwicklungsverlauf
      • Beobachtung und Dokumentation
      • Umgang mit Diversität 

      Betreuung von Kinder

      • Sicherheit
      • Gefahrenquellen
      • Gesundheit
      • Ernährung

      Erziehung

      • Reflexion der eigenen Biografie
      • Erziehungserfahrungen
      • Erziehungswerte
      • Beziehungsgestaltung
      • Umgang mit negativen Gefühlen
      • Gewaltfreie Erziehung
      • Schwierige Erziehungssituationen
      • Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung

      Bildung

      • Bildungsauftrag
      • Bildungsplan
      • Spielen
      • Spielmaterialien
      • Entwicklungsräume
      • Bücher
      • Medien

      Besondere Herausforderungen 

      • Eigene und fremde Kinder
      • KTP-Stelle managen
      • Übergang in Kita

      Kooperation und Kommunikation zwischen KTPP und Eltern

      • Erziehungspartnerschaft
      • Nähe/ Distanz
      • Kommunikation
      • Elterngespräch
      • Konflikte
      • Schweigepflicht

      Arbeitsbedingungen der KTPP

      • Beruf
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Vernetzung/ Kooperation
      • Eigene Gesunderhaltung

      Reflexion

       

       

       

       

       

       

  • D

    • § 23 Abs. 3 SGB VIII gibt Auskunft dazu, wer mit welchen Voraussetzungen als geeignete Kindertagespflegeperson gilt. Neben der entsprechenden Persönlichkeit, sollte über Sachkompetenz, entsprechende Räumlichkeiten sowie die notwendige und Kooperationsbereitschaft gegenüber Eltern und KTPP vorhanden sein. Weiterhin wird an dieser Stelle im Gesetz gefordert:

       

       „[…] Sie sollen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben.“

       

      Vertiefende Kenntnisse können angehende KTPP durch die Teilnahme an einer Qualifizierung in der Kindertagespflege auf Grundlage des DJI-Curriculum „Fortbildung von Tagespflegepersonen“ erwerben und nachweisen.

       

      Das DJI-Curriculum wurde einer Überarbeitung unterzogen. Hinweise zu Inhalten, Einführung und Umsetzung das neuen DJI-Curriculum (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch für die Kindertagespflege - QHB) finden Sie hier.

       

      Die Qualifizierung auf Grundlage des DJI-Curriculum beinhaltet folgende Qualifizierungsschwerpunkte:

       

      Einführungsphase

       

      Kindertagespflege – die Perspektive der KTPP

      • Erwartungen
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Aufgaben und Alltag 

      Kindertagespflege – die Perspektive der Kinder

      • Das Kind in zwei „Familien“

      Eingewöhnungsphase

      Kindertagespflege – die Perspektive der Eltern

      • Erstkontakt
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen (Betreuungsvertrag)
      • Zwischenbilanz

       

       

      Vertiefungsphase

       

      Förderung von Kinder

      • Dialog mit Säuglingen und Kleinkindern

      Entwicklung von Kinder beobachten und wahrnehmen

      • Altersgemäßer Entwicklungsverlauf
      • Beobachtung und Dokumentation
      • Umgang mit Diversität 

      Betreuung von Kinder

      • Sicherheit
      • Gefahrenquellen
      • Gesundheit
      • Ernährung

      Erziehung

      • Reflexion der eigenen Biografie
      • Erziehungserfahrungen
      • Erziehungswerte
      • Beziehungsgestaltung
      • Umgang mit negativen Gefühlen
      • Gewaltfreie Erziehung
      • Schwierige Erziehungssituationen
      • Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung

      Bildung

      • Bildungsauftrag
      • Bildungsplan
      • Spielen
      • Spielmaterialien
      • Entwicklungsräume
      • Bücher
      • Medien

      Besondere Herausforderungen 

      • Eigene und fremde Kinder
      • KTP-Stelle managen
      • Übergang in Kita

      Kooperation und Kommunikation zwischen KTPP und Eltern

      • Erziehungspartnerschaft
      • Nähe/ Distanz
      • Kommunikation
      • Elterngespräch
      • Konflikte
      • Schweigepflicht

      Arbeitsbedingungen der KTPP

      • Beruf
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Vernetzung/ Kooperation
      • Eigene Gesunderhaltung

      Reflexion

       

       

       

       

       

       

    • Die IKS empfiehlt zur Beobachtung, Dokumentation und Auswertung die MarteMeo-Methode.

      „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – bewegte Bilder sagen ein Vielfaches davon.“

      Marte Meo basiert auf der starken Kraft der Bilder. Mit Hilfe von Videoaufnahmen werden konkrete, alltagsnahe Handlungsweisen im Umgang von pädagogischen Fachkräften mit Kindern kleinschrittig beobachtet und ausgewertet. Anhand dieser Momentaufnahmen werden wirksame Gelegenheiten zur Unterstützung emotionaler und sozialer Fähigkeiten sichtbar und erfahrbar gemacht. Sie bilden die Grundlage für Beziehung, Bindung und somit für Bildung.

      Lesen Sie hier eine Ausgabe des MarteMeo-Magazins zum Thema "Was braucht das Kind für die Welt von morgen?"

  • E

    • Um eine Eignung als Kindertagespflegeperson (KTPP) zu erhalten, bedarf es der Erfüllung persönlicher, gesundheitlicher sowie fachlicher Voraussetzungen. 

      Möchte eine Person gemäß § 43 Abs. 1 SGB VIII ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushalts des Erziehungsberechtigten während eines Teils des Tages und mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt länger als drei Monate betreuen, bedarf es zu dem der Erlaubnis, unabhängig davon, wie die Finanzierung erfolgt (privat/öffentliche Mittel).

       

      Bild_Grafik_ErlaubniserteilungEine Grafik zum Verfahren der Eignungs- und Erlaubniserteilung finden Sie hier. Ausführliche Hinweise zu den einzelnen Stufen der Grafik (Voraussetzungen) finden Sie in Kapitel 2 der Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

    • Keine Betreuung ohne Eingewöhnung!

      Durch eine am Kind orientierte Eingewöhnung und die kleine Gruppengröße in der Kindertagespflegestelle (KTP-Stelle), welche eine intensive Nähe ermöglicht, kann sich zwischen Kind und Kindertagespflegeperson (KTPP) eine enge und sichere Bindung/Beziehung entwickeln. Diese sichere Bindung ermöglicht es dem Kind, die Trennung von den Eltern zu bewältigen, ohne sich verlassen zu fühlen und sich somit auf das Abenteuer des Tages in der KTP-Stelle einzulassen.


      Bild_Fragebogen_EingewoehnungBezugs- und Betreuungspersonen sollten beachten, dass es sich um eine große Aufgabe und Anpassungsleistung des Kindes handelt, eine Beziehung zu einer fremden Personen und Umgebung aufzubauen. Grundlegend für jede Eingewöhnung ist, dass sie sich an den Bedürfnissen des Kindes, bspw. hinsichtlich der benötigten Zeit, orientieren und eine Regelmäßigkeit aufweisen sollte, um den Stress für das Kind zu minimieren.
      (Hilfreich kann dafür der Fragebogen zur Eingewöhnung sein. Diesen finden Sie hier.)

      Alle weiteren Kinder innerhalb der Gruppe sollten im Vorfeld auf die Veränderung vorbereitet werden. Ziel der Eingewöhnungsphase sollte es sein, dass das Kind während der Anwesenheit seiner vertrauten Bezugsperson eine gute Beziehung zur fremden Person aufbauen kann.  Eltern bietet die Eingewöhnungszeit die Möglichkeit eine gute Erziehungspartnerschaft zur KTPP aufzubauen. Auch die Bedürfnisse der Eltern sollte während der Eingewöhnungszeit beachtet werden, da auch sie eine Trennungsphase durchleben.

      Verweisen möchten wir an dieser Stelle auf das Berliner Eingewöhnungsmodell nach infans (Institut für angewandte Sozialisationsforschung/Frühe Kindheit e.V.), dieses basiert auf den Erkenntnissen der Bindungstheorie von John Bowlby.

       

       

      Kurzvorstellung des Berliner Eingewöhnungsmodells:

      • Dauer der Eingewöhnungsphase bestimmt das Kind

      • Die Dauer des Aufenthalts in der neuen Umgebung sollte langsam gesteigert werden, innerhalb der Eingewöhnungszeit sowie in der ersten Zeit nach Beendigung der Eingewöhnung jedoch eine Halbtagsbetreuung nicht übersteigen

      • Unterschiede in Bindungsqualitäten werden beachtet

      • Unterstützung des Kindes bei der Bewältigung der Anpassungsleistung

      • Beachtung von freien Tagen (Wochenende, Feiertage, ggf. Krankheit,…) in der Planung der Eingewöhnung

       

       

      Sechs Schritte der Eingewöhnung:

       1 

       Vorbereitungsphase:

      Wichtigkeit sowie grober Ablauf und ihre Rolle in der Eingewöhnungszeit wird den Eltern im Vorfeld mitgeteilt. Hilfreich ist es an dieser Stelle, wenn die zukünftige Bezugsperson in der KTP-Stelle im Vorfeld einige Informationen über das Kind erhält bspw. in Form eines Fragebogens.
       

       2

       Grundphase 
       (ca. 3 Tage):

      Die Bezugsperson ist immer anwesend und erreichbar für das Kind, verhält sich aber passiv. Die KTPP unterbreitet dem Kind Spielangebote. Pflegemaßnahmen werden durch die vertraute Bezugsperson durchgeführt.
       

       3

       Erster  Trennungsversuch:

      Nach einem gemeinsamen Aufenthalt verabschiedet sich die Bezugsperson vom Kind und verlässt den Raum/die KTP-Stelle. Je nach Reaktion des Kindes sollte dieser erste Trennung 3 bis 30 Minuten betragen.
       

       4

       Stabilisierungsphase: 

      Unter Beachtung der kindlichen Reaktionen können die Trennungszeiten kontinuierlich verlängert werden. Die KTPP bietet sich als Spielpartner an und übernimmt (zu Beginn noch unter Beisein der Bezugsperson) auch die weitere Versorgung des Kindes (Füttern, Wickeln, …). Beginnt das Kind in der KTP-Stelle zu schlafen sollte anfänglich die Bezugsperson beim Einschlafen und Aufwachen anwesend sein.
       

       5

       Schlussphase:

      In dieser Phase ist die Bezugsperson nicht mehr anwesend, allerdings für Notfälle erreichbar. Die KTPP steht dem Kind zur Verfügung, tröstet es, unterstützt die Erkundung der neuen Umgebung sowie die Einbindung in die Gruppe. Die KTPP wird zum verlässlichen Pol für das Kind.
       

       6

       Abschluss:

      Kommt das Kind gern in die KTP-Stelle, lässt sich von der KTPP trösten und ist aktiv am Alltag und Gruppengeschehen beteiligt, kann die Eingewöhnung als abgeschlossen angesehen werden.
       

       

      Detailinformationen zum Berliner Eingewöhnungsmodell finden Sie hier.


      Der Flyer der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen "GUT FESTHALTEN?!" zum Thema Eingewöhnung steht Ihnen Bild_Flyer_Eingewoehnungals Download bereit und kann kostenlos unter info@iks-sachsen.de angefordert werden.

       

       


    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/estg/index.html

      Abkürzung:

      EStG

      Ausfertigungsdatum:  

      16.10.1934

      Vollzitat: 

      Einkommensteuergesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom  8. Oktober 2009 (BGBl. I S. 3366, 3862), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15. Juli 2013 (BGBl. I S. 2397) geändert worden ist"

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366, 3862; zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 15.7.2013 I 2397

    • Link:

      http://www.kita.sachsen.de/download/download_smk/empfehlung_kindertagespflege_2009.pdf

      Ausfertigungsdatum: 

      26.11.2009

      Vollzitat:

      Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen zu Leistungen der  Jugendhilfe in Form von Kindertagespflege - 2. Fortschreibung

      Stand: 

      verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss am 26.11.2009 

    • Link:

      Ausfertigungsdatum: 

      10.03.2016

      Vollzitat:

      Fortschreibung  der  Empfehlung  des  Sächsischen Landesjugendamtes  zur  Bedarfsplanung  für Kindertageseinrichtungen  und Kindertagespflege im Freistaat Sachsen

      Stand: 

      verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss am 10.03.2016

    • Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Empfehlung des SSG um eine nicht mehr aktuelle Fassung handelt. Die aktuelle Version steht ausschließlich Mitgliedern des Sächsischen Städte- und Gemeindetages zur Verfügung. Die hier dargestellte Fassung kann ggf. trotzdem als Orientierung und Richtungsweisung dienen.

      Link:

      /downloads/470736aa543e757c0d28c12c62002f3b.pdf

      http://www.familienfreund.de/news-fuer-dienstleister/empfehlung-des-saechsischen-staedte-und-gemeindetags-ev-zur-laufenden-geldleistung-fuer-die-kindertagespflege.html

      Ausfertigungsdatum: 

      01.01.2013

      Vollzitat:

      Empfehlung des Sächsischen Städte- und Gemeindetags e.V. zur laufenden Geldleistung für die Kindertagespflege gemäß § 23 Abs. 2 SGB VIII 

      Stand: 

      vom 01.01.2013

    • Link:

      /downloads/135d9a6d0f4eab717476ce5e4c15f2b4.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      28.09.2005 

      Vollzitat: 

      Überarbeitete Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Ausgestaltung der Kindertagespflege nach den §§ 22, 23, 24 SGB VIII 

    • Link:

      http://www.kita-bildungsserver.de/fileadmin/inc/do_download.php?did=831

      Ausfertigungsdatum: 

      01.03.2012

      Vollzitat:

      Empfehlungen des Landesjugendamtes Sachsen zur Fachberatung in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege 

      Stand: 

      verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss am 01.03.2012

       
    • Empfehlung_LJA_Arbeitshilfe   

       

      Link:

      https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11975

      Ausfertigungsdatum: 

      16.03.2011

      Vollzitat:

      Kindertagespflege im Freistaat Sachsen Aktuelle Empfehlungen des Landesjugendamtes und andere Arbeitshilfen für die Praxis

       

       

    • Link:

      http://www.bagljae.de/downloads/107_qualitaet-der-bildung-erziehung-betreuung-.pdf

      Stand:       

      beschlossen auf der 107. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter vom 04. bis 06. November 2009 in Hamburg 

    • Möchte eine Person gemäß § 43 Abs. 1 SGB VIII ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushalts des Erziehungsberechtigten während eines Teils des Tages und mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt länger als drei Monate betreuen, bedarf es der Erlaubnis, unabhängig davon, wie die Finanzierung erfolgt (privat/öffentliche Mittel). Zur Erteilung einer Erlaubnis sind zusätzlich zur Eignung als Kindertagespflegeperson (KTPP), d. h. der Erfüllung persönlicher, gesundheitlicher sowie fachlicher Voraussetzungen, kindgerechte Räumlichkeiten vorzuweisen. Die Erlaubnis ist gemäß § 43 Abs. 3 SGB VIII auf fünf Jahre befristet.

       
      Bild_Grafik_ErlaubniserteilungEine Grafik zum Verfahren der Eignungs- und Erlaubniserteilung finden Sie hier. Ausführliche Hinweise zu den einzelnen Stufen der Grafik (Voraussetzungen) finden Sie in Kapitel 2 der Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.





      Zuständigkeit der Erlaubniserteilung bei abweichendem Wohnort der Kindertagespflegeperson und dem Ort der Kindertagespflegestelle

      Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) veröffentlichte eine Positionierung zur „Zuständigkeit der Erlaubniserteilung Kindertagespflege bei abweichendem Wohnort der Kindertagespflegeperson und dem Ort der Kindertagespflegestelle“. Darin wird mitgeteilt, dass „örtlich zuständig für die Erlaubnis nach § 43 SGB VIII oder alternativ die Eignungsfeststellung der Kindertagespflegeperson ist in diesen Fällen in teleologisch erweiterter Auslegung von § 87a Abs. 1 SGB VIII der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe, in dessen Zuständigkeitsbereich die Kindertagespflegestelle gelegt ist.“ Begründet wird dies unter anderem mit der räumlichen Nähe und dem Kontakt zum Jugendamt vor Ort, welche für eine gute fachliche Zusammenarbeit unerlässlich sind. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass eine enge Abstimmung zwischen beiden Jugendämtern erfolgen sollte.

      Das Schreiben des SMK finden Sie hier.

    • Essen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme…

      „Der Ursprung für die gesunde Entwicklung des kindlichen Körpers liegt in der Befriedigung der basalen Bedürfnisse durch […], ausreichende und gesunde Nahrung […]. Die Befriedigung der Grundbedürfnisse ist Bedingung für das Wohlbefinden und damit Grundlage der somatischen (Körper, Bewegung, Gesundheit) Bildung.“ (Sächsische Bildungsplan S. 46)

      Mit einem gelungenen Essen stehen viele positive Empfindungen in Verbindung: Genuss, Neugierde Neues zu probieren, Gemeinschaftsgefühl, … 

       

      Eine Mahlzeit verbindet viele wertvolle Bildungsaspekte und ist Teil einer ganzheitlichen Erziehung. Im Folgenden finden Sie Beispiele für die einzelnen Bildungsbereiche:

      • Soziale Bildung: Rituale vor, bei und nach dem Essen als Gruppen- und Zugehörigkeitsmerkmal (gemeinsames  Tischdecken, Tischkultur, Gedichte, Sprüche, etc.)

      • Kommunikative Bildung: gemeinsames Vorbereitung und Zubereitung einer Mahlzeit bietet Sprachanlässe, Gedichte und Reime als Ritual vor dem Essen

      • Somatische Bildung: Greifbewegung, z. B. des Löffels sowie das lernen, welche Speisen gesund sind

      • Ästhetische Bildung: Beim Essen sind alle Sinne beteiligt: 

        • Gleichgewichtssinn (Löffel zum Mund führen)

        • spüren/tasten/haptische Wahrnehmung (Form, Konsistenz, Temperatur der Lebensmittel)

        • sehen (Farben und Formen der Lebensmittel

        • schmecken (süß, sauer, salzig, bitter, umami)

        • hören (Knacken einer Karotte)

      • Naturwissenschaftliche Bildung: Welche Lebensmittel kann man essen? Wo kommen die Lebensmittel her?

      • Mathematische Bildung: Wie viele Teller müssen auf den Tisch gestellt werden? Abwiegen von Komponenten für den Kuchenteig, geometrischen Formen der Lebensmittel, Vergleichen – Ist in der Milchpackung noch etwas?

       

      Wie können die einzelnen Bildungsbereiche beim Essen unterstützt werden?

      Die Kindertagespflegestelle ist ein Ort in dem "lebensnahes" Lernen möglich ist. Insbesondere bei der Vor- und Nachbereitung einer Mahlzeit können die Kinder intensiv beteiligt werden und so von der Planung des Speiseplans, über den Einkauf der Zutaten, dem Zubereiten usw. teilhaben. So kann bspw. das gemeinsame vorbereiten einer Mahlzeit zum Ritual in der Kindertagespflegestelle werden. Ein schönes Ambiente schaffen, den Tisch durch oder gemeinsam mit den Kindern ansprechend decken. Jedes Kind kennt seinen Platz. Tischsprüche und kleine Verse können ebenfalls dazu beitragen, dass sich alle auf die bevorstehende gemeinschaftliche Mahlzeit einstellen und dies als gemeinschaftliche Aktivität verstehen. Das gemeinsame Essen soll in einer entspannten und fröhlichen Gruppe Freude machen. Dazu gehört, dass die Kinder ihre Selbstbestimmtheit erfahren können. Dies setzt voraus, dass jeder in seinem eigenen Tempo isst, sich zum frühesten Zeitpunkt die gewollte Menge der ggf. verschiedenen Komponenten auf den Teller gibt und selbstbestimmt nachholen darf. Weiterhin ist es hierfür auch erforderlich, dass die Individualität des Geschmackes und der Vorlieben der Kinder geachtet werden. Dies schließt keinesfalls eine gesunde Ernährung aus, denn Kinder lassen sich gern von Freund oder Bezugsperson verleiten auch Unbekanntes zu probieren. Haben die Kinder die Gewissheit, sie können probieren, es aber auch auf dem Teller lassen, wenn es nicht ihrem Geschmack entspricht, werden sie gern und freudig Neues probieren.

      Essen heißt auch Besteck und Lebensmittel kennenlernen – mit allen Sinnen. Daher ist es empfehlenswert, dass Kindern so früh wie möglich ihr Besteck selbst halten. Das was auf den ersten Blick wirkt, als spiele das Kind mit dem Essen, ist ein konzentriertes kennenlernen, wahrnehmen, experimentieren und üben. Um konzentriert diesen Bildungsweg zu gehen, ist es notwendig, die Kinder mit der Auswahl der angebotenen Lebensmittel, die sie auf dem Tisch vorfinden, nicht zu überfordern.

      Es ist aber auch ein gemeinschaftslernen, welches am Esstisch stattfindet. Welche Werte und Normen gelten in unserer Kultur (Wir essen i. d. R. sitzend am Tisch und nutzen Besteck) und welche Regeln gelten in der kleinen Kindertagespflegegruppe – dieses gilt es zu lernen und zu achten (Die Mahlzeit wird mit einem gemeinsam Tischspruch begonnen).

       


      Hinweise Rund um das Thema Ernährung (Qualitätsstandards, Rezepten, Saisonkalender, Bastelanleitungen etc.) finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – „Fitkid“ sowie in der Broschüre der SLfG „Essen und Trinken in der Kindertagespflege. Eine Handlungsempfehlung für Tageseltern“

      Die Art der Verpflegung – selbst gekocht oder geliefert – sollte sich im Konzept der Kindertagespflegestelle finden. Bei einer Umstellung innerhalb der Verpflegung sollten die Eltern frühzeitig informiert und über die Beweggründe aufgeklärt werden. 

      Im Sinne des Lebensmittelrechts gelten KTPP als „Lebensmittelunternehmer“, damit unterliegen Sie der Verordnung über Lebensmittelhygiene (EG Nr. 852/2004). Ausgenommen ist hiervon KTP im Haushalt der Erziehungsberechtigten. 

      Hinweise zur Aufbewahrung, Be- und Verarbeitung, zum Einfrieren und Auftauen von Speisen, zu besonderen Produktgruppen sowie zu Besonderheiten in der Gemeinschaftsverpflegung unter Beachtung der geltenden Rechtsvorschriften finden Sie hier sowie in der Broschüre des Bundesverbandes für Kindertagespflege „Die Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis in der Kindertagespflege“

      Bild_Grafik_ErnaehrungEine Übersicht zu den Verpflegungsbesonderheiten innerhalb der Altersstufen zwischen 0 und 3 Jahren finden Sie hier.

       

       

       

       

       


      Klecks_und_Kruemel

       

      Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet eine Ideen-Box mit dem Titel "Die Welt der Lebensmittel entdecken mit Krümel und Klecksi"

      Die Ideen-Box beinhaltet kindgerechtes Material für Kinder zum Thema Ernährung und bietet Ideen für Aktionen. Die Ideen-Box ist abgestimmt auf den Jahreskreis.

      Weitere Informationen erhalten Sie hier.

    • Damit Kinder auch in Ausfallzeiten der vertrauten Kindertagespflegeperson (KTPP) sicher und gut betreut werden, ist es wichtig, dass jede KTPP in ein funktionierendes Vertretungssystem eingebunden ist. Hierbei sollte beachtet werden, dass den Eltern und vor allem den Kindern die Ersatzbetreuungsperson vertraut ist und es möglich war, bereits im Vorfeld eine Beziehung zu dieser Person aufzubauen. Hierfür bedarf es einer intensiven Eingewöhnung.

      Um Vertretungszeiten möglichst gering zu halten, sollten Urlaubszeiten und andere planbare Ausfallzeiten rechtzeitig mit den Eltern abgestimmt werden, so dass eine Ersatzbetreuung bestenfalls nur für kurzfristige, unvorhersehbare Ausfallzeiten genutzt werden muss.

      Das Erheben eines zusätzlichen Elternbeitrages für die Ersatzbetreuung ist rechtlich nicht zulässig.

      Wird Kindertagespflege (KTP) nach § 3 SächsKitaG angeboten handelt es sich um ein kommunales Angebot. Die Verantwortung für die Bereitstellung einer Vertretung sowie deren Finanzierung trägt die Kommune in Abstimmung mit dem Jugendamt.

      Wird KTP nach § 23 SGB VIII - und nicht nach SächsiKitaG finanziert - angeboten, trägt der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) die Verantwortung für die Bereitstellung einer Vertretung sowie deren Finanzierung. Die Betreuung von Kindern einer zugelassenen KTPP durch eine nicht zugelassene Ersatzperson, in deren Abwesenheit, gilt als nicht gesetzeskonform und kann den fristlosen Entzug der Zulassung zur Folge haben. 

      Die Ausfallzeiten von KTPP sollten bereits in der Bedarfsplanung gemäß § 8 SächsKitaG berücksichtigt werden.

      Weiterhin ist zu beachten, dass der Vertretungsperson die Geeignetheit für die Tätigkeit vom örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) bestätigt wurde. Dies erfolgt mittels Eignungsbescheid. Vertretungspersonen müssen immer vom Jugendamt zugelassen sein, ausgenommen davon sind Notfallsituationen.

       

      Bild_Broschuere_Vertretung

      Weitere Informationen zum Thema Vertretung (Vertretungsregelungen/-systeme) finden Sie in der Broschüre der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS) "Vertretung in der Kindertagespflege. Grundlagen und Ansätze – eine sächsische Arbeitshilfe"

      Sowie in der Handreichung des DJI zum Thema Vertretung in der Kindertagespflege. Diese finden Sie hier.

    • Entsprechend der Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen zu Leistungen der Jugendhilfe in Form von Kindertagespflege - 2. Fortschreibung ist die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder als Voraussetzung zur Aufnahme der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson nachzuweisen.

      Die im Erst-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sollen regelmäßig, mindestens im Rhythmus von fünf Jahren, aufgefrischt werden.

       

      Im Alltag mit Säuglingen und Kleinkindern folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

      • geeignetes Erste-Hilfe-Material, bspw. ein Verbandkasten nach DIN 13157, verfügbar sein (Achten Sie dabei bitte auf das Ablaufdatum!)
      • geeignetes Erste-Hilfe-Material, bspw. bei Ausflügen mitzuführen
      • tragen Sie beim Verlassen der Wohnung (bspw. zum Spielen im Garten, einem Ausflug auf den Spielplatz etc.) ein Telefon bei sich, um in Notfällen schnell Hilfe anfordern zu können

         

      Die Unfallkasse Sachsen hält Ihnen folgende unterstützende Materialien zur Verfügung:

       

      Die BGW-online hält Ihnen folgende unterstützende Materialien zur Verfügung:

       

      Weitere Informationen zur Unfallversicherung erhalten Sie hier.

    • Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden sowie die Beratungs- und Vermittlungsstelle für Kindertagespflege des Malwina e. V. stellen in einer Studie das Entscheidungsverhalten von Dresdner Eltern hinsichtlich der gewählten Betreuungsform für ihre Kinder vor.

       

      Für die Studie wurden ca. 1700 Eltern in Dresden-Blasewitz, Dresden-Pieschen und Dresden-Neustadt befragt. 50 Prozent der Eltern nahmen an der Befragung teil.

       

      Mittels Fragebogen wurden für die Eltern wichtige Betreuungsmerkmale sowie die Wahrscheinlichkeit deren Umsetzung erfragt.

       

      Im Ergebnis der Studie konnte u. a. festgestellt werden, dass vor allem die individuelle Betreuung durch eine einzelne Bezugsperson sowie die vertrauensvolle Atmosphäre entscheidend für die Wahl des Angebotes waren und sind. Im Allgemeinen sind über 90 Prozent der Dresdner Eltern mit ihrer gewählten Betreuungsform sehr zufrieden.


      Sabine Bibas, Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen Dresden, sagte zu den Ergebnissen: „Die hohe Zufriedenheit der Eltern aus Kindertagespflegestellen verdeutlicht erneut, dass Kindertagespflege sehr geeignet für unter dreijährige Kinder ist. Wir haben erkannt, dass die frühzeitige Information von Eltern zu den jeweiligen Struktur- und Qualitätsmerkmalen sie noch besser befähigt, das beste Angebot für ihre Familien zu finden.“

       

      Die Studie wurde vom Institut für Soziologie der TU Dresden durchgeführt.

       

      Weitere Informationen können Sie dem Presseartikel der Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) am 25.06.2015 entnehmen. Sie finden den Artikel hier

      Weitere Inhalte zur Studie finden Sie hier.

    • Am 11. November 2016 veröffentlichte das Bundesministerium für Finanzen eine aktuelle Information zur ertragssteuerlichen Behandlung der Kindertagespflegepersonen. Folgende Informationen sind darin u. a. enthalten:  

      • Kindertagespflegepersonen können weiterhin statt der tatsächlichen Betriebsausgaben von den erzielten Einnahmen 300 € je Kind und Monat pauschal als Betriebsausgaben abziehen 
      • Regelungen zum Umgang mit der Betriebskostenpauschale im Vertretungsfall und bei Finanzierung eines Freihalteplatzes
       
      Die Information des Bundesministeriums steht Ihnen hier zum Download bereit.
  • F

    •  

      Fachberatung in der Kindertagespflege

      Gemäß § 23 SGB VIII gehört es zu den Aufgaben des öffentlichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe Fachberatung im Themenfeld Kindertagespflege anzubieten. Fachberatung ist ein Unterstützungsinstrument zur Aktivierung der eigenen Ressourcen der Kindertagespflegeperson (KTPP), zur weiteren Entwicklung der Arbeit in der Kindertagespflege (KTP)-Stelle.

      Die Beratung im Themenfeld KTP zeichnet sich durch einen sehr vielfältigen Beratungsinhalt aus. Gemäß § 23 Abs. 1 SGB VIII handelt es sich um „fachliche Beratung, Begleitung und weitere Qualifizierung“, in § 23 Abs. 4 SGB VIII wird dies noch einmal um den Aspekt erweitert, dass sich die Beratung auf „alle Fragen der Kindertagespflege“ bezieht. Hierbei kommt es auch zu professionsübergreifenden Fragestellungen bspw. zum Sozialversicherungs- oder Steuerrecht. Da im Themenfeld KTP zwischen KTPP und Fachberatung kein Einrichtungsleiter oder  i. d. R. Träger zwischengestellt ist, beinhaltet das Aufgabengebiet der Fachberatung auch die Sicherung der pädagogischen Qualität sowie die Umsetzung des Förderauftrages, wodurch ihr vorrangig eine Unterstützungsfunktion zugeschrieben wird.

       

      Aufgabenfelder der Fachberatung Kindertagespflege:

      a)      Beratung gegenüber den am System Beteiligten Personen (Eltern, KTPP, Mitarbeiter/in in der Kommune)

      b)      Organisation der Vertretung der KTPP

      c)      Eignungs- und Erlaubniserteilung

      d)      Kontaktperson bei (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung

      e)      Beteiligung am Prozess der Bedarfsplanung/ Schaffung von Betreuungsplätzen in KTP

       

      a) Beratung gegenüber den am System Beteiligten Personen 

      Die Beschreibung der Beratungsinhalte sowie der Voraussetzungen basieren  auf DJI 2012BVKTP 2011SMS 2012 sowie SMK 2013. Diese sind nicht abschließend.

       

      Fachliche Beratung/Begleitung und weitere Qualifizierung (gemäß § 23 Abs. 1 SGB VIII):

      • Pädagogische und psychologische Beratung (z. B. pädagogischer Alltag mit den Kindern, (früh-) kindliche Bildung, Bildungsauftrag, Kindeswohl, Kinder mit besonderen Bedarfen)
      • Persönliche Begleitung und Unterstützung
      • Unterstützung in der qualitativen Weiterentwicklung- Konfliktberatung (z. B. in Zusammenarbeit mit Eltern)
      • Supervisorische und selbstreflexive Beratung (Dieser kommt eine besondere Bedeutung zu, da es sich bei KTPP nicht um pädagogische Fachkräfte im Sinne des § 72 SGB VIII und SächsQualiVO handelt)
      • Beratung zum Aufbau einer KTP-Stelle sowie zum Erwerb und Erhalt der Pflegeerlaubnis
      • Konzeptions(weiter-)entwicklung
      • Organisatorische Beratung (z. B. Alltagsstrukturierung) 
      • Beratung für Kindertagespflege im Verbund (z. B. Netzwerke)
      • Ersatzbetreuung
      • Aktuelle rechtliche, wissenschaftliche und allgemeine Informationen
      • Angebot und/oder Durchführung von Fortbildungen
      • Ausarbeitung eines Profils der KTP/ KTPP

       

       Beratung in allen Fragen der Kindertagespflege (§ 23 Abs. 4 SGB VIII)

      • Organisatorische Beratung von KTPP
        • Beratung zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Grundlagen (Bundes-, Landesrecht, kommunale Regelungen, Sonderregelunge etc.)
        • Administrative Beratung (Versicherungen, Abrechnung, steuerliche und betriebswirtschaftliche Fragen etc.)
        • Sonstige rechtliche Regelungen (Betriebskostenpauschale, nebenberufliche Tätigkeit, Vorschriften und Empfehlungen etc.
        • Vertragsgestaltung



      • Beratung von Zusammenschlüssen
        • Beratung bei Gründung von (Vereinen, Interessengemeinschaften etc.)
        • Unterstützung bei der Organisation von Gesprächsgruppen (Netzwerke etc.)
        • Begleitung und Beratung bei gruppendynamischen Prozesseno Förderung der Gruppen- und Gesprächsleitungskompetenzen für KTPP die Koordination eines Zusammenschlusses übernehmen
        • Anleitung zur kollegialen Beratung
        • Niedrigschwellige Angebote zum Erfahrungsaustausch



      • Beratung von Eltern
        • Erstberatung über strukturelle und pädagogische Gegebenheiten der Betreuung in KTP
        • Nachhaltige, passgenaue u. U. Kreis- oder Kommune übergreifende Vermittlung eines Betreuungsplatzes unter Beachtung:
          • der Erziehungsvorstellungen
          • der Betreuungszeiten
          • der Persönlichkeit
          • der geografischen Nähe
          • des Verfahrens bei besonderen Bedarfen des § 1 Abs. 3 SGB VIII, der eine Vermittlung ohne persönlichen Kontakt nahezu ausschließt
        • Aufzeigen erforderlicher Handlungsschritte Fachliche Begleitung der Betreuungsverhältnisses
        • Fachliche Begleitung der Betreuungsverhältnisses
        • Beratung bei:
          • Konflikten
          • Familialen Veränderungen
          • Bedarfsänderungen
          • Mangelnder Passung zwischen KTPP und Erziehungsberechtigten
          • Übergang in andere Betreuungsform

       

      • Beratung von Trägern und Kommunen

       

      Der Anspruch auf Beratung gemäß § 23 Abs. 4 SGB VIII bezieht sich auf alle KTP-Verhältnisse, auch auf privat vermittelte und erlaubnisfreie KTP sowie auf Personen die sich mit der Ausübung der Tätigkeit aktuell auseinander setzen.

      Um eine entsprechende Beratungsqualität gewährleisten zu können sind verschiedenste Voraussetzung notwendig:

      • Selbstverständnis der Fachberatungsstelle
      • Klares Aufgaben- und Leistungsspektrum sowie deren Verteilung innerhalb des Teams/der Abteilung
      • Klarer rechtlicher Rahmen
      • Klare Haltung und Einstellung (vor allem bei Beratungen außerhalb der Sach- und Fachebene, in welchen eigene Wertmaßstäbe und Normen die Basis der Beratung bilden)
      • Rollenverständnis
      • Verhältnis der Kontrolle bzw. Aufsicht zu Prozessen der vertrauensvollen, fachlichen Beratung
      • Verhältnis von Fachberatung als Lobbyarbeit

       

      b) Organisation der Vertretung der KTPP

      Der Anspruch auf Vertretung ist in § 23 SGB VIII verankert und formuliert einen klaren Auftrag an den Träger der öffentlichen Jugendhilfe für Ausfallzeiten einer Tagespflegeperson rechtzeitig, d. h. vor dem Eintreten eines Vertretungsfalls, eine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherzustellen. Zudem befindet sich der öffentlichen Träger der örtlichen Jugendhilfe in der fachlichen Verantwortung der Implementierung einer Vertretungslösung sowie der damit verbundenen Erteilung der Eignung und/oder Erlaubnis.

       

      c) Eignungs- und Erlaubniserteilung

      Gemäß § 43 Abs. 1 SGB VIII bedarf eine Person, die ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushalts des Erziehungsberechtigten während eines Teils des Tages und mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt länger als drei Monate betreuen will, der Erlaubnis. Voraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis ist die Feststellung der Eignung. Beides erfolgt durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. 

       

      d) Kontaktperson bei (Verdacht auf) Kindeswohlgefährdung 

      Es bedarf eines unterstützenden Netzwerkes und einer wertschätzenden Begleitung durch die Fachberater, in dem die KTPP die Beobachtung mitteilen kann. Dem Jugendamt obliegt die Verantwortung, dass die Fachberatung in der Region Kontakte zur Verfügung stehen, bei welchen sie Unterstützung in fachrelevanten Fragen einholen kann.

       


      In den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen wird ausgeführt, dass es Ziel einer kontinuierlichen fachlichen Beratung und Begleitung der KTPP ist, einen fachkompetenten Umgang mit kindeswohlgefährdenden Situationen zu erlangen und Beratung zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII zu erhalten.

       

      Persönliche und fachliche Voraussetzungen der Mitarbeiter/innen in der Fachberatung:

      • Kenntnis des Arbeitsfeldes Kindertagespflege
      • Kenntnisse zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes 
      • Besonderheiten bei Kindern unter 3 Jahren (Bildung, Eingewöhnung etc.)
      • Erfahrung im Beratungskontext
      • Methodenkompetenz
      • Bereitschaft zur Supervision
      • Positive Haltung gegenüber der Betreuungsform Kindertagespflege
      • Transparentes, authentisches und wertschätzendes Auftreten gegenüber allen Beteiligten im Themenfeld
      • Dialogische Offenheit
      • Empathie
      • Reflexionsbereitschaft
      • Akzeptanz gegenüber Verschiedenheit (Lebensentwürfe, Raumgestaltung, Herkunft, Religion etc.)
      • Ausgeglichenheit
      • Belastbarkeit

       

      Rahmenbedingungen:

      • Personelle Ausstattung (Empfehlung nach Jurczyk et al. 2004: 40 Kindertagespflegeverhältnisse 
        (= Kinder) : 1 Fachberater/in 
      • Trennung zwischen Beratungs- und Aufsichts-/Entscheidungsfunktion

       

       

       

       

    • Link:

      http://iks-sachsen.de/downloads/0c9e2531f1b9ed2c5d93633a871116be.pdf

      Stand:       

      beschlossen auf der 107. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter vom 04. bis 06. November 2009 in Hamburg 

    •  

      Link:

      http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung5/Pdf-Anlagen/fakten-kindertagespflege-01-2015,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

      Stand: 

      09.01.2015

       

      Die Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege geben Auskunft über folgende Themen:

      • Besteuerung
      • Kranken- und Pflegeversicherung
      • Rentenversicherung
      • Vergütung
      • Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen
      • Erläuterungen zu § 43 SGB VIII (Pflegeerlaubnis)
    • In Sachsen orientiert sich die Kindertagespflege (KTP) an einem „familiennahen Profil“. Familiennah impliziert eine Betreuung in einer kleinen Gruppe, von maximal fünf fremden, gleichzeitig anwesenden Kindern. Die Nutzung privater Räume kann mit einer engeren Anbindung an das familiäre Umfeld der Kindertagespflegeperson (KTPP) einhergehen. 

      Die Betreuung von Kindern innerhalb einer kleinen Gruppe ist flexibel, individuell und überschaubar. Eltern und Kinder haben eine feste Bezugsperson, eine(n) Ansprechpartner(in). Diese wechselt i. d. R. tagsüber nicht. Dadurch wird die Tagesorganisation und das Umfeld für das Kind überschaubar. Es finden intensive Interaktionen zwischen der KTPP und dem einzelnen Kind statt. Das Kind erlebt dadurch einen familienähnlichen Alltag. Es kann sich in einer ruhigen, geborgenen Atmosphäre behütet entwickeln. Orientiert am Entwicklungsstand des Kindes bietet die KTPP eine anregende, alltagsnahe Bildungsumgebung.

      Besonderheit: Die familiennahe Betreuung in der KTP leistet einen, in nationalen und internationalen Studien nachgewiesenen qualitativ hochwertigen Beitrag zur individuellen Förderung und selbstbestimmten Entwicklung der Kinder. Die Qualität der Beziehungen in der KTP ist durch nur eine Bezugsperson außerhalb der familiären Betreuung und deren Verständnis zum Zusammenhang von Bindung und Bildung geprägt und garantiert.

    • Um eine Eignung als Kindertagespflegeperson (KTPP) zu erhalten, bedarf es unter anderem der Erfüllung persönlicher Voraussetzungen. Die persönliche Eignung wird anhand eines erweiterten Führungszeugnisses gemäß § 72a Abs. 1 SGB VIII sowie eines Gesundheitszeugnisses geprüft.

      Das erweiterte Führungszeugnis muss persönlich bei der Wohnsitz zuständigen Meldebehörde beantragt werden. 

      Das Führungszeugnis gemäß § 30 BZRG, § 30a BZRG sowie das Europäische Führungszeugnis sind grundsätzlich gebührenpflichtig. 

      Gebühren müssen nicht entrichtet werden, wenn ein Führungszeugnis zur Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit benötigt wird. Darüber hinaus kann das Bundesamt für Justiz auf Antrag die Gebühr ermäßigen oder von der Erhebung der Kosten absehen, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller mittellos ist oder das Führungszeugnis für einen besonderen Zweck verwendet wird und daher von den Gebühren aus Billigkeitsgründen abgesehen werden kann. 

      Besonders bei Pflegeeltern und Tagespflegepersonen gab es in den letzten Jahren immer wieder Fragen zu den Gebühren für Führungszeugnisse, die vom Bundesamt für Justiz zum Teil unterschiedlich beantwortet wurden. Im Oktober 2013 veröffentlichte das Bundesamt für Justiz ein neues Merkblatt, aus welchem hervorgeht, dass Vollzeitpflegepersonen keine Gebühr für die Führungszeugnisse bezahlen müssen, Tagespflegepersonen jedoch Gebühren entrichten müssen.
      Dieses Merkblatt finden Sie hier

      Weitere Informationen finden Sie im Schreiben "Erhebung von Gebühren für ein Führungszeugnis des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz".

    • Link:

      http://www.sms.sachsen.de/download/Verwaltung/Empfehlung_Bedarfsplanung.pdf

      Ausfertigungsdatum: 

      10.03.2016

      Vollzitat:

      Fortschreibung  der  Empfehlung  des  Sächsischen Landesjugendamtes  zur  Bedarfsplanung  für Kindertageseinrichtungen  und Kindertagespflege im Freistaat Sachsen

      Stand: 

      verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss am 10.03.2016

       
  • G

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/index.html

      Abkürzung:

      BEEG

      Ausfertigungsdatum:  

      05.12.2006

      Vollzitat: 

      Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz vom 5. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2748)

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 27.01.2015 I 33
      Das G wurde als Artikel 1 des G v. 5.12.2006 I 2748 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Es tritt gem. Art. 3 Abs. 1 dieses G am 1.1.2007 in Kraft. 

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/kkg/index.html

      Abkürzung:

      KKG

      Ausfertigungsdatum:  

      22.12.2011

      Vollzitat: 

      "Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz vom  22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2975)"

    • Kindertagespflege in privaten Räumen:

      „Eine Betriebsstätte ist jede ortsfeste Raumeinheit, die zu nicht ausschließlich privaten Zwecken bestimmt ist. […] Betriebsstätten in privaten Wohnungen sind beitragsfrei, wenn für die Wohnung bereits ein Beitrag entrichtet wird.“

      „Selbstständige oder Freiberufler, die ihren Arbeitsplatz – also ihre Betriebsstätte – in der privaten Wohnung eingerichtet haben, profitieren von Entlastungen: Wird für die Wohnung bereits ein Rundfunkbeitrag geleistet, fällt für die Betriebsstätte kein gesonderter Beitrag an. Es ist nur ein Rundfunkbeitrag für nicht ausschließlich privat genutzte Kraftfahrzeuge zu leisten: Pro Fahrzeug ist ein Drittelbeitrag – monatlich 5,83 Euro (bis zum 31.03.2015: 5,99 Euro) zu zahlen.“

      (Quelle: http://www.rundfunkbeitrag.de/)

      -> Aus dieser Regelung ergibt sich, dass Kindertagespflegepersonen, die Kinder im eigenen Haushalt betreuen und privat den Rundfunkbeitrag entrichten, keinen zusätzlichen Rundfunkbeitrag im Rahmen ihrer Tätigkeit bezahlen müssen.




      Kindertagespflege in angemieteten Räumen:

      Betrachtung als Unternehmen:
      „Die Höhe des Rundfunkbeitrags für Unternehmen und Institutionen orientiert sich an der Anzahl der Betriebsstätten. Pro Betriebsstätte richtet sich die Beitragshöhe nach der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im Jahr. Klein- und Kleinstunternehmen mit durchschnittlich bis zu acht Beschäftigten (Staffel 1) zahlen für jede Betriebsstätte nur einen Drittelbeitrag – monatlich 5,83 Euro. Pro beitragspflichtige Betriebsstätte ist ein betrieblich genutztes Kraftfahrzeug frei.“

      „Als Beschäftigte gelten alle sozialversicherungspflichtig Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie Bedienstete in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Nicht mitgerechnet werden Auszubildende und geringfügig Beschäftigte.“

      Betrachtung als Einrichtung des Gemeinwohls:

      „Der Rundfunkbeitrag pro Betriebsstätte ist gedeckelt. Die Höhe des Beitrags richtet sich nach der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro Betriebsstätte. Die auf die Einrichtung zugelassenen Kraftfahrzeuge sind mit dem Beitrag für die Betriebsstätte abgedeckt. Um Anspruch auf den gedeckelten Beitrag zu haben, müssen die Einrichtungen den Nachweis der Gemeinnützigkeit im Sinne der Abgabenordnung erbringen.“

      „Was sind Einrichtungen des Gemeinwohls? Als Einrichtungen des Gemeinwohls gelten [u. a.]:
      -    gemeinnützige Einrichtungen der Jugendhilfe im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (achtes Buch des Sozialhilfegesetzbuches) […]“

      Bei bis zu acht Beschäftigten wird ein Beitrag in Höhe von 5,83 € verlangt. 

      (Quelle: http://www.rundfunkbeitrag.de/)

      -> Gleich welche Bewertungsgrundlage (Unternehmen oder gemeinnützige Einrichtung) genutzt wird, werden für die Kindertagespflegeperson im Rahmen der Tätigkeit Kosten in  Höhe von 5,83 € für die angemieteten Räume anfallen.





    •  

      Gesetzliche Grundlagen:

      Kindertagespflegepersonen können gemäß Bundesrecht § 43 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder betreuen. Es obliegt den Bundesländern zu bestimmen, dass auch mehr als fünf Kinder betreut werden können, allerdings nicht mehr Kinder als in einer vergleichbaren Gruppe in einer Einrichtung. Sachsen hat sich bewusst – und in Abgrenzung zur Kindertageseinrichtung – für das Profil der familiennahen Kindertagespflege entschieden, bei der eine Kindertagespflegeperson im familiennahen bzw. familienähnlichen Umfeld maximal 5 Kinder betreuen darf. Von dem in § 43 Abs. 3 SGB VIII eingeräumten Landesrechtsvorbehalt hat der Freistaat Sachsen keinen Gebrauch gemacht. Sachsen hat sich bewusst gegen diese Öffnung entschieden. Gemäß § 23 Absatz 4 Landesjugendhilfegesetz findet § 45 SGB VIII Anwendung, wenn mehr als fünf Kinder in Kindertagespflege aufgenommen werden sollen. Das heißt, es handelt sich dann um eine Kindertageseinrichtung, die der Erlaubnis durch das Sächsische Landesjugendamt bedarf. Möglich ist in Sachsen allerdings, dass 2 Kindertagespflegepersonen in einer Kindertagespflegestelle gemeinsam nicht mehr als 5 Kinder betreuen.

       

      Sächsische Besonderheiten / Hintergründe:

      Nur ca. 12,9 % der Kinder unter 3 Jahren werden in Sachsen von Tagesmüttern und Tagesvätern betreut. Die überwiegende Betreuung von Kindern in dieser Altersgruppe findet also in Kindertageseinrichtungen statt. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass die Kindertagespflege ein eigenständiges Profil anbietet, um in Sachsen ihren Platz in der Betreuungslandschaft zu erhalten und zu sichern. Kindertagespflege sollte sich strukturell und inhaltlich klar von der Betreuung in einer Einrichtung unterscheiden. Das sehen wir nicht als gegeben, wenn eine Öffnung zur Großtagespflege erfolgt. Das Profil, durch welches sich die Kindertagespflege von der Betreuung in einer Einrichtung unterscheidet, ist das familiennahe Setting in kleinen Gruppen und mit einer festen Bezugsperson. Dies ist das Merkmal, welches Eltern – die Kindertagespflege bewusst wählen – wünschen. Weiterhin ist dies für die Kindertagespflege ein besonderes Qualitätsmerkmal. In den ersten Lebensjahren ist eine sichere und verlässliche Bindung an eine Betreuungsperson von elementarer Bedeutung für die Entwicklung. Dieses Qualitätsmerkmal soll nicht aufgeweicht werden!
       

      Urteile:

      Kindertagespflege ist nach gerichtlichen Urteilen (https://openjur.de/u/752511.print) eine höchstpersönliche Dienstleistung, d. h. in einer Großtagespflegestelle bedarf es einer persönlichen und vertraglichen Zuordnung der Kinder zu einer der Kindertagespflegepersonen. Dies ist in einer Großtagespflegestelle nicht durchgängig umsetzbar. Auch wenn Bezugskindertagespflegepersonen bestimmten Kindern zugeordnet werden, ist es im Tagesverlauf nicht zu vermeiden, dass auch die andere anwesende Person Aufgaben mit und am Kind übernimmt.
       

      Gibt es Vorteile bei Vertretung?

      Häufig wird die Großtagespflege als Argument für Ausfallzeiten und benötigten Vertretungslösungen genannt. Großtagespflege bietet hier keine Lösung, denn fällt eine Person aus, kann die andere Kindertagespflegeperson trotzdem nur maximal 5 Kinder betreuen. Das heißt, die weiteren 5 Kinder sind in dieser Situation trotzdem ohne Betreuung.
      Weiterhin wird die Großtagespflege auch als Argument für die Abdeckung der z. T. sehr langen Öffnungszeiten in einer Kindertagespflegestelle genutzt. Auch dies ist aus Sicht des oben genannten Urteils (höchstpersönliche Dienstleistung) nicht möglich.


      Geforderte Standards:

      Mit der Öffnung der Kindertagespflege als Großtagespflege wären viele Aspekte zu beachten, die bisher nur für Kindertageseinrichtungen, jedoch nicht für Kindertagespflegestellen gelten. Eine Großtagespflege wäre  dann einer Kindertageseinrichtung gleichzusetzen und somit erlaubnispflichtig nach § 45 SGB VIII. Eine Großtagespflege müsste dann u. a. alle baulichen und hygienischen Anforderungen, welche an eine Kindertageeinrichtung gestellt werden, erfüllen. Zudem würden auch durch die Brandschutzbestimmung höhere Anforderungen an eine Großtagespflegestelle gestellt, z. B. zwei Flucht- und Rettungswege. Dazu können Informationen beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Landesjugendamt (Parkstraße 28, 09120 Chemnitz) eingeholt bzw. eine Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII beantragen werden. Weitergehende Informationen, z. B. zu den erforderlichen Unterlagen und Angaben, stehen im Internet unter (www.sms.sachsen.de) (Aufgaben und Zuständigkeiten Landesjugendamt Betriebserlaubnis) bereit.
    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/gg/index.html

      Abkürzung:

      GG

      Ausfertigungsdatum:  

      23.05.1949

      Vollzitat: 

      "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Dezember 2014 (BGBl. I S. 2438) geändert worden ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 23.12.2014 I 2438

       

       

       

       

       

       

  • H

    • HACCP = Hazard Analysis and Critical Control Points-Konzept

       

      Hazard     =     Gefahr     =    Analyse der denkbaren Gefahren 
      Analysis     =    Analyse    
                       
      Critical    =    kritisch (bezogen auf die Gesundheit des Verbrauchers)    =    Ein Prozessschritt, bei dem Gesundheitsgefahr vermieden, beseitigt oder reduziert werden kann.
      Control     =    lenken, steuern, beherrschen    
      Point     =    Stufe, Schritt im Herstellungsprozess    

       

       

      HACCP, ist ein Ansatz, um die Risiken die im Zusammenhang mit Lebensmitteln sowie deren Verarbeitung stehen, zu verstehen sowie deren Vermeidung durch gezielte Maßnahmen aktiv zu beeinflussen.

      Als Anforderung aus der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 müssen auf Basis der HACCP-Grundsätze Maßnahmen zur Eigenkontrolle, zur Analyse von Gefahren und zur Definierung „kritischer Kontrollpunkte“ zur Reduktion oder Beseitigung von Gefahren getroffen werden.

      Achtet die KTPP auf die Einhaltung der Anforderungen zur Lebensmittelhygiene und die damit verbundene Realisierung der Kontrollen sowie der ggf. notwendigen Maßnahmenumsetzung, kann auf die vollständige Umsetzung eines HACCP-Konzeptes verzichtet werden.

    • Durch das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. wurde 2010 eine Stellungnahme zur „Rechtlichen Einordnung unangemeldeter Hausbesuche des Jugendamts bei Tagespflegepersonen“ veröffentlicht. In dieser Stellungnahme werden folgende Aspekte/Gründe des Hausbesuches hervorgehoben:

      • vor Erteilung einer Erlaubnis

      • nach Erteilung der Erlaubnis

      • Abgrenzung Vollzeitpflege vs. Kindertagespflege

      • Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

       

      Vor Erteilung einer Erlaubnis 

      Für die Erlaubniserteilung ist es notwendig:

      zu überprüfen. Für Letzteres ist ein angekündigter Hausbesuch unerlässlich. Sollte dieser verweigert werden, ist die Verwaltung gezwungen einen Ablehnungsbescheid zu erlassen.

       

      Nach Erteilung einer Erlaubnis 

      Zur Ausgestaltung der Aufsicht über die Betreuung von Kindern gibt das SGB VIII keine Auskünfte.
      Aspekte der Aufsichtspflicht des Jugendamtes bilden:

      • der Schutz der betreuten Kinder

      • die Qualitätsentwicklung 

      • die Standardsicherung

      • der Verbraucherschutz

      Mit der Aufsicht verfolgt das Jugendamt den Zweck der Informationsgewinnung. Hierbei soll sichergestellt werden, dass die, zum Zeitpunkt der Erlaubniserteilung, nachgewiesenen Voraussetzungen noch bestehen:

      Hierbei ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Erlaubnis i. d. R. für die Dauer von fünf Jahren erteilt wird. D. h. eine Überprüfung der Voraussetzungen ist im Regelfall auch erst nach diesem Zeitraum notwendig. Überprüfung innerhalb des Zeitraumes sind nur im konkreten begründeten Einzelfall möglich, bspw. wegen Änderungsmeldungen der Kindertagespflegeperson (KTPP), welche eine Überprüfung notwendig macht, begründete Annahme zu der Vermutung führt, dass „unerlaubte Kindertagespflege“ durchgeführt wird.

       

      Abgrenzung Vollzeitpflege vs. Kindertagespflege

      Die KTP ist im Gegensatz zur Vollzeitpflege eine professionelle Dienstleistung im Kontakt mit Kindern.

      Die Erlaubnistatbestände der Vollzeitpflege sind hinsichtlich ihrer Ausrichtung - konkret auf das einzelne Kind - abgrenzbar zur KTP, welche sich abstrakt auf die KTPP beziehen.

      Auch hinsichtlich Dichte und Methoden der Überprüfung sind zwischen Vollzeitpflege und KTP konkrete Unterscheidungen vorzunehmen. Da in der KTP, dem Informationsbedarf des Jugendamtes die Persönlichkeitsrechte der KTPP gegenüber stehen.

       

      Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

      Besteht ein begründeter Anlass, der mittels eines Hausbesuches zu untersuchen ist, kann ein unangemeldetes Aufsuchen der  Kindertagespflegestelle vorgenommen werden. Verhältnismäßig ist diese nur dann, wenn kein „milderes Mittel zu Verfügung steht“.

       

      Die IKS möchte an dieser Stelle darauf hinweisen,

      dass die Fachberatung unterschieden werden kann in:

      1. Fachberatung im Sinne der Dienstaufsicht – insbesondere EignungsfeststellungErlaubniserteilung

      2. Fachberatung als beratende und fachlich begleitende Institution

      Diese Unterscheidung ist wesentlich und sollte in der Zielrichtung überprüft werden.

      Hierbei scheint es besonders wichtig, Rolle, Haltung und Zielsetzung eines Hausbesuches im Vorfeld klar zu definieren.

      Hinsichtlich der Fachberatung als beratende und fachlich begleitende Institution gelten folgende rechtliche Grundlagen:

      § 23 Abs. 1 SGB VIII „Die Förderung in Kindertagespflege nach Maßgabe von § 24 umfasst die Vermittlung des Kindes zu einer geeigneten Tagespflegeperson […], deren fachliche Beratung, Begleitung und weitere Qualifizierung […].“

       „[…] die fachliche Beratung, die „Begleitung“ und die weitere Qualifizierung der Tagespflegepersonen. Ziel ist es, die soziale und pädagogische Kompetenz der Tagespflegeperson zu erhöhen und sie bei der Umsetzung des gesetzlichen Förderauftrags […] zu unterstützen.“ (Frankfurter Kommentar zum SGB VIII: Kinder- und Jugendhilfe 2006: 347) „Die fachliche Unterstützung der Kindertagespflegeperson umfasst begleitende Fachberatung, zeitnahe Konfliktberatung, Anregungen, Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch […] und Übungsangebote.“

      § 21 Abs. 3 SächsKitaG „Für die Fachberatung im Bereich der Kindertagespflege ist der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig“

      „Ein weiteres zentrales Element der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen und in der Tagespflege ist die praxisbegleitende Fachberatung. […] Zu den Aufgaben der Fachberatung gehört unter anderem die fachliche Begleitung und Unterstützung aller an der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit Beteiligten […]“

      Broschüre Kindertagespflege im Freistaat Sachsen. Aktuelle Empfehlungen des Landesjugendamtes und andere Arbeitshilfen für die Praxis: „Ein Beratungsbedarf besteht nicht nur beim Aufbau einer Tagespflegestelle oder im Vorfeld eines konkreten Betreuungsverhältnisses, sondern umfasst auch die fachliche Begleitung bei der Ausgestaltung des Kindertagespflegeverhältnisses im Alltag sowie die Unterstützung durch praktische Anregungen sowie die Konfliktlösung in bestehenden Betreuungsverhältnissen. Die Beratungspflicht beinhaltet alle Fragen zur Kindertagespflege und die in diesem Zusammenhang auftretenden Probleme. Ziel der fachlich qualifizierten Beratung ist das Zustandekommen und Aufrechterhalten stabiler Betreuungsverhältnisse.“ (Kindertagespflege im Freistaat Sachsen. Aktuelle Empfehlungen des Landesjugendamtes und andere Arbeitshilfen für die Praxis S. 20)

      Weitere Hinweise finden sich in der Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen zur Fachberatung sowie in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

  • I

    • Link:

      https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22696

      Ausfertigungsdatum:  

      30.04.2014

       

       

       

       

      Bild_Indiv_Lern_u_Entw_dokuZur Anwendung in der pädagogischen Praxis, soll die Broschüre dabei unterstützen, Beobachtungen aus der Perspektive des Sächsischen Bildungsplans durchzuführen. In der Broschüre wird neben gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Zusammenhang zwischen Beobachtung, Dokumentation und der Qualitätsentwicklung in der Kinderbetreuung in den Blick genommen. Die Broschüre gibt zu dem Orientierungs– sowie Praxishinweise für die Auswahl eines geeigneten Beobachtungsinstrumentes.

      An der Erstellung der Broschüre waren Fachberater(innen), Trägervertreter(innen) sowie Leiterinnen und Erzieherinnen beteiligt.

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/index.html

      Abkürzung:

      IfSG

      Ausfertigungsdatum:

      20.07.2000

      Vollzitat:

      "Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das durch Artikel 4 Absatz 21 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 3 G v. 21.3.2013 I 566 (Hinweis:  Änderung durch Art. 5 Abs. 2 G v. 20.4.2013 I 868 (Nr. 19) textlich  nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet Änderung durch Art. 2 Abs. 36 G v. 7.8.2013 I 3154 (Nr. 48) textlich  nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet Änderung durch Art. 4 Abs. 21 G v. 7.8.2013 I 3154 (Nr. 48) noch nicht berücksichtigt )

       

      Ein Hinweisschreiben des Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport zur „Anwendung §§ 33-35 und 42-43 Infektionsschutzgesetz in der Kindertagespflege und für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen" finden Sie hier.

    • Link: 

      http://www.kita-bildungsserver.de/downloads/download-starten/?did=888

      Ausfertigungsdatum: 

      Juli 2012

      Vollzitat:

      Information des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport Anforderungen an die Lebensmittelhygiene in Zusammenhang mit der Prüfung bzw. Erteilung der Erlaubnis für Kindertagespflegepersonen - Merkblatt über Lebensmittelhygiene in der Kindertagespflege

       
  • K

    • Tagespflegepersonen haben ein nachvollziehbares Interesse an einer möglichst optimalen Auslastung ihrer Einrichtung, um finanzielle Verluste infolge Minderauslastung zu vermeiden bzw. gering zu halten. Oft verwenden Tagespflegepersonen im Betreuungsvertrag bezüglich der Vertragslaufzeit eine Formulierung, „bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres“ oder „bis zum Eintritt in den Kindergarten“. Beide Formulierungen können durchaus problematisch sein und zu einer vorzeitigen Auflösungsmöglichkeit durch die sorgeberechtigten Eltern führen. Die nachfolgenden Erörterungen sollen verdeutlichen, wo Schwächen derartiger Vertragsklauseln liegen können.

       

      Der Betreuungsvertrag, der zwischen den Eltern und der Tagespflegeperson geschlossen wird, ist rechtlich gesehen ein Dienstvertrag nach § 611 BGB. Demzufolge richtet sich die rechtliche Beurteilung einer Befristung ebenfalls nach den Regelungen des Dienstvertrages. Der Gesetzgeber nennt in § 620 Abs. 1 BGB zunächst keine Einschränkung einer Befristung. So formuliert er in der genannten Vorschrift, dass das Dienstverhältnis mit dem Ablauf der Zeit endet, für die es eingegangen ist. Daraus könnte man schlussfolgern, dass eine zeitliche Befristung problemlos möglich ist.

       

      Allerdings sind neben den gesetzlichen Regelungen des Dienstvertrages auch die Regelungen über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nach §§ 305 ff. BGB zu beachten. Ein Betreuungsvertrag, den die Tagespflegeperson verwendet, gilt als allgemeine Geschäftsbedingung, weil eine mehrfache Verwendung geplant ist und die selbständig tätige Tagespflegeperson rechtlich als „Verwender“ angesehen wird. Für Befristungen von Verträgen ist damit auch die Vorschrift von § 309 Nr. 9 a) BGB einschlägig. Eine länger als zwei Jahre bindende Vertragslaufzeit ist danach unwirksam. Für Kinder, die noch jünger als ein Jahr sind, wenn sie zur Tagespflegeperson kommen und die oben genannte Formulierung verwendet wird, bedeutet das, dass es sich um eine Befristung von länger als zwei Jahren handelt. In diesem Fall ist diese Klausel unwirksam. Für den Fall der Unwirksamkeit ordnet § 306 BGB an, dass dann die normalen gesetzlichen Regelungen gelten.

       

      Das ist für die Tagespflegepersonen besonders misslich, denn dann können die Eltern den Betreuungsvertrag entsprechend § 621 Nr. 3 BGB spätestens am 15. eines Kalendermonats zum Ende des Monats kündigen, was eine zweiwöchigen Frist zum Monatsende bedeutet. Daher ist in Konstellationen, bei Kindern unter einem Jahr von einer Befristung bis zum dritten Lebensjahr auf jeden Fall abzuraten. Allenfalls in Kombination mit normalen Kündigungsfristen sollten derartige Klauseln verwendet werden.

       

      Aber auch in den Konstellationen, in denen die Kinder das erste Lebensjahr schon vollendet haben, wenn sie zur Tagespflege kommen, ist eine Befristung, dann also für weniger als zwei Jahre, nicht ohne Risiken für die Tagespflegepersonen, wenn sie nicht noch zusätzlich eine fristgemäße Kündigung einräumen. Denn es gilt eine sogenannte Generalklausel in § 307 BGB, die besagt, dass bei einer unangemessenen Benachteiligung einer Partei, die fragliche Klausel unwirksam ist.

       

      So wäre es denkbar, eine zweijährige Bindungsfrist im Rahmen eines Betreuungsvertrages könnte eine solche Benachteiligung darstellen, da auch die Befindlichkeiten der betreuten Kinder berücksichtigt werden müssen. Fühlen sie sich, aus welchen Gründen auch immer, in der Tagespflege nicht wohl, muss es eine Möglichkeit der Vertragsauflösung geben. Daher sollte stets eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit eingeräumt werden.

       

      Für die ordentliche, auch fristgerechte Kündigung genannt, stellt sich die Frage nach der Dauer der Kündigungsfrist. Die Kündigungsfrist sollte keinesfalls länger als drei Monate sein. Für beide Vertragsparteien scheint eine Kündigungsfrist von zwei Monaten angemessen. So hat die Tagespflegeperson die Möglichkeit, den Platz anderweitig zu besetzen. Eltern, die den Wunsch haben, den Betreuungsvertrag zu beenden, müssen sich noch eine überschaubare Zeit mit der Tagespflegeperson arrangieren. Eine einmonatige Frist, auf die manche Kommunen regelwidrig in den Betreuungsverträgen geregelt haben wollen, ist für die Tagespflegeperson deutlich zu kurz bemessen, um den freien Platz anderweitig zu vergeben.

       

      Sind beide Vertragsparteien sich einig, kann in einem Aufhebungsvertrag auch einvernehmlich auf vertraglich vereinbarte Kündigungsfristen verzichtet werden. In der Praxis liegt bei einem einseitigen Auflösungswunsch einer Vertragspartei allerdings meist keine Bereitschaft zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages vor.  Befristungen in Verträgen sollten daher immer nur im Zusammenhang mit einer regulären Kündigungsmöglichkeit geregelt werden.

       

      (Autorin: Frau Prof. Beate Naake - Evangelischen Hochschule Dresden )

    •  

      Link:

      http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/_C3_9Cbereinkommen-_C3_BCber-die-Rechte-des-Kindes,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      20.11.1989

      Vollzitat: 

      "Übereinkommen über die Rechte des Kindes"

      Stand: am 26. Januar 1990 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet
      (Zustimmung von Bundestag und Bundesrat durch Gesetz vom 17. Februar 1992 – BGBl. II S. 121); am 6. März 1992 Hinterlegung der Ratifikationsurkunde beim Generalsekretär der Vereinten Nationen; am 5. April 1992 für Deutschland in Kraft getreten (Bekanntmachung vom 10. Juli 1992 – BGBl. II S. 990); am 15. Juli 2010 Rücknahme der Vorbehalte zum Übereinkommen (Beschluss Bundesrat vom 26. März 2010; Kabinettsbeschluss vom 3. Mai 2010; formale Übergabe des Rücknahmeschreibens an die Vereinten Nationen am 15. Juli 2010)

       

    • Empfehlung_LJA_Arbeitshilfe   

       

      Link:

      https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11975

      Ausfertigungsdatum: 

      16.03.2011

      Vollzitat:

      Kindertagespflege im Freistaat Sachsen Aktuelle Empfehlungen des Landesjugendamtes und andere Arbeitshilfen für die Praxis

    • Leitfaden_Eltern

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern

      2013 veröffentlichte das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Broschürenreihe, welche als Leitfäden für Kindertagespflegepersonen, Eltern, Unternehmen und Jugendämtern dienen sollen.

       

      In dieser Broschüre "Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern" finden Eltern Wissenswertes über das flexible und familiennahe Betreuungsangebot der Kindertagespflege. Sie informiert darüber, wie man eine geeignete Tagesmutter oder einen geeigneten Tagesvater findet und erläutert anhand von Praxisbeispielen, wie die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Tagespflegepersonen gestaltet werden kann. 

      Den Leitfaden zum Download finden Sie hier.

       

       

      Weitere Broschüren dieser Veröffentlichungsreihe sind: 

      Bild_Leitfaden_KTPP  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Jugendamt  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Unternehmen  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen

      Link zum Download

       

       

       

       

       

       

       

       

    • Bild_Leitfaden_Jugendamt

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter

      2013 veröffentlichte das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Broschürenreihe, welche als Leitfäden für Kindertagespflegepersonen, Eltern, Unternehmen und Jugendämtern dienen sollen.

       

      Die Broschüre "Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter" richtet sich an Jugendämter, die erfahren möchten, wie sie die Kindertagespflege in ihrem Jugendamtsbezirk qualitativ und quantitativ ausbauen können. Viele anschauliche Beispiele aus der Praxis geben Anregungen und zeigen, wie der Ausbau gelingen kann. Praxistipps und Argumentationshilfen sollen helfen, die verschiedenen Akteure in den Ausbauprozess einzubeziehen und zu beraten.

       

      Den Leitfaden zum Download finden Sie hier.

       

       

      Weitere Broschüren dieser Veröffentlichungsreihe sind: 

      Bild_Leitfaden_KTPP  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

      Link zum Download

           
      Leitfaden_Eltern  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Unternehmen  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen

      Link zum Download

       

       

       

       

       

       

       

       

    • Bild_Leitfaden_KTPP

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

      2013 veröffentlichte das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Broschürenreihe, welche als Leitfäden für Kindertagespflegepersonen, Eltern, Unternehmen und Jugendämtern dienen sollen.

       

      Die Broschüre "Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen" richtet sich sowohl an Personen, die Interesse an einer Tätigkeit in der Kindertagespflege haben, als auch an bereits tätige Tagesmütter und Tagesväter. Sie finden alle Informationen rund um die Kindertagespflege: vom Einstieg über die Qualifizierung bis hin zu Weiterbildungen und Möglichkeiten der Vernetzung. 

       

      Den Leitfaden zum Download finden Sie hier.

       

       

      Weitere Broschüren dieser Veröffentlichungsreihe sind: 

      Leitfaden_Eltern  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Jugendamt  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Unternehmen  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen

      Link zum Download

       

       

       

       

       

       

       

       

    • Bild_Leitfaden_Unternehmen

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen

      2013 veröffentlichte das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Broschürenreihe, welche als Leitfäden für Kindertagespflegepersonen, Eltern, Unternehmen und Jugendämtern dienen sollen.

       

      Die Broschüre "Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Unternehmen" informiert über Potentiale und Möglichkeiten der Kindertagespflege für Unternehmen und freie Träger und gibt Anregungen, wie attraktive und bedarfsgerechte Betreuungsangebote eingerichtet werden können. Beispiele aus der Praxis veranschaulichen, wie die Zusammenarbeit mit Tagesmüttern und Tagesvätern konkret aussehen kann.

       

      Den Leitfaden zum Download finden Sie hier.

       

       

      Weitere Broschüren dieser Veröffentlichungsreihe sind: 

      Bild_Leitfaden_KTPP  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

      Link zum Download

           
      Leitfaden_Eltern  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Eltern

      Link zum Download

           
      Bild_Leitfaden_Jugendamt  

      Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Ein Leitfaden für Jugendämter

      Link zum Download

       

       

       

       

       

       

       

       

    •  

      Bild_Kindeswohl

       

       

      Besonders Kindertagespflegepersonen kommt hinsichtlich der Einordnung des Kindeswohls und einer Kindeswohlgefährdung eine besondere Verantwortung zu. Da Kindertagespflegepersonen in der Regel allein tätig sind, können sie Beobachtungen nicht unmittelbar mit Kollegen oder Kolleginnen besprechen sondern müssen sich auf ihre Beobachtung verlassen.

      Kindertagespflegepersonen sind zu dem auch Ansprechpartner für Eltern bei pädagogischen Fragestellungen, häufig auch über die Betreuung und Förderung hinaus. Es entstehen oft vertrauensvolle Beziehungen zwischen Eltern und Kindertagespflegeperson, die dem anvertrauten Kind und der Familie zu Gute kommen können. Durch diese Nähe, hat die Kindertagespflegeperson häufig einen sehr detaillierten Einblick in das Familiengeschehen, so dass ihr in prekären Situationen eine ganz besondere Verantwortung zukommt. 

      Es bedarf eines unterstützenden Netzwerkes und einer wertschätzenden Begleitung durch die Fachberatung, in dem die Kindertagespflegeperson die Beobachtung mitteilen kann.

       

      In den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen wird ausgeführt, dass die Kindertagespflegepersonen die regionalen Verfahrensabläufe sowie die Ansprechpartner die im Verdacht auf Kindeswohlgefährdung kontaktiert werden sollen, kennen muss. (Sächsisches Staatsministerium für Kultus (2013): Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistatt Sachsen, S. 10) Ein Ablaufdiagramm eines idealtypischen Vorgehens finden Sie hier.

       

      Weiterhin wird in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen ausgeführt, dass es Ziel einer kontinuierlichen fachlichen Beratung und Begleitung der Kindertagespflegeperson ist, einen fachkompetenten Umgang mit kindeswohlgefährdenden Situationen zu erlangen und Beratung zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII zu erhalten. (Sächsisches Staatsministerium für Kultus (2013): Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistatt Sachsen, S. 31)

      Der öffentliche Träger der Jugendhilfe schließt gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII „[…] Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringender […]“. Die Leistungen „nach diesem Buch“ umfassen alle Leistungen des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Kinder und Jugendhilfe. Tagespflegepersonen werden auf Grund der vorausgesetzten Erlaubniserteilung durch das Jugendamt und zur Wahrnehmung des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII, mit Fachkräften in Einrichtungen gleichgestellt. (vgl. Wiesner, R. (2011): SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe Kommentar 2011, S. 99)

      § 42 des SGB VIII definiert, in welchen Situationen der öffentliche Träger der Jugendhilfe berechtigt und verpflichtet ist, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen. Folgende Situation können zur Inobhutnahme führen, wenn:

       

      • das Kind/der Jugendliche um Obhut bittet oder
      • eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes/Jugendlichen besteht oder
      • die Personensorgeberechtigen einer Inobhutnahme nicht widersprechen oder
      • eine Entscheidung des Familiengerichts nicht rechtzeitig eingeholt werden kann oder
      • ein ausländisches/r Kind/Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und weder Personensorge– noch Erziehungsberechtige sich in Deutschland aufhalten

       

       

      „Die Würde des Menschen ist unantastbar. […]“ (GG Art. 1 Abs. 1

       

      „Jeder hat das Recht auf […] körperliche Unversehrtheit“ (GG Art. 2 Abs. 2)

       

      „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ (§ 1631 Abs. 2 BGB)

       

      In diesen und weiteren Gesetzen sowie der UN-Kinderrechtskonventionfinden sich konkrete Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

       

      Diese Gesetzestexte verpflichten alle Menschen zu einem achtsamen und wertschätzenden – gewaltfreien – Umgang mit Kindern, unabhängig in welcher Rolle sie den Kindern gegenüber treten (Eltern, Kindertagespflegeperson, Erzieher/in, Lehrer/in,…)

       

      Trägern und Personen, welche Leistungen gemäß Sozialgesetzbuch VIII erbringen, kommt im Sinne des § 8a SGB VIIIsowie des § 7 Abs. 3 SächsKitaG ein besonderer Schutzauftrag zu. § 43 Abs. 3 Satz 6 SGB VIII verpflichtet den benannten Personenkreis dazu, bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdungen eine insoweit erfahrene Fachkraft (Träger der öffentlicher Jugendhilfe (JA)  oder von diesem beauftragte Stelle zu informieren und in den Sachverhalt einzubeziehen. 

       

      Kindeswohl bezieht sich auf:

      • Körperliche Misshandlung
        „ […] alle Arten bewusster oder unbewusster Handlungen, die zu nicht zufälligen körperlichen Schmerzen, Verletzungen oder gar zum Tode führen.“ (Kinderschutz-Zentrum Berlin e. V. (2009): Kindeswohlgefährdung. Erkennen und Helfen. 11. überarb. Aufl., S. 38)
      • Sexuelle Misshandlung
        „unter Ausnutzung einer Macht- und Autoritätsposition grenzüberschreitende sexuelle Handlung eines Erwachsenen oder Jugendlichen an einem Kind“ (Ebd., S. 39)
      • Psychische und/oder emotionale Misshandlung
        „[…]auf psychischem Druck basierenden Erziehungspraktiken (z. B. Hausarrest, Liebesentzug, Schimpfen)“ (Ebd., S. 45)
      • Vernachlässigung
        „[…]situative oder andauernde Unterlassung fürsorglichen Handelns. Der Begriff beschreibt die Unkenntnis oder Unfähigkeit von Eltern, die körperlichen, seelischen, geistigen und materiellen Grundbedürfnisse eines Kindes zu befriedigen, es angemessen zu ernähren, zu pflegen, zu kleiden, zu beherbergen, für seine Gesundheit zu sorgen, es emotional, intellektuell, beziehungsmäßig und erzieherisch zu fördern. Kindesvernachlässigung ist im Kern eine Beziehungsstörung.“ (Ebd.,  S. 43)
      • Beeinträchtigungen der elterlichen Erziehungskompetenz
        „Die Erziehungskompetenz von Eltern kann durch psychische Erkrankung, Substanzabhängigkeit oder geistige Behinderung eingeschränkt sein, was jeweils spezifische Auswirkungen auf die betroffenen Kinder haben kann.“ (Ebd., S. 48)

       

      Indikatoren für das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung können unter anderem sein:

      • Körperliche Indikatoren 
        (Unterernährung, unangenehmer Geruch, unversorgte Wunden, chronische Müdigkeit, nicht witterungsgemäße Kleidung, Hämatome, Narben, Krankheitsanfälligkeit, Knochenbrüche, auffällige Rötungen oder Entzündungen, körperliche Entwicklungsverzögerung)
      • Kognitive Indikatoren 
        (eingeschränkte Reaktion auf optische und akustische Reize, Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Verzögerung der Sprach- und Intelligenzentwicklung usw.)
      • Psychische Indikatoren 
        (apathisch, traurig, aggressiv, schreckhaft, unruhig, schüchtern, verschlossen)
      • Soziale Indikatoren 
        (kein Einhalten von Regeln und Grenzen, distanzlos, Blickkontakt fehlt, beteiligt sich nicht am Spiel)

       

      Bei der Bewertung und Einordnung der Indikatoren soll an dieser Stelle auf eine Definition von Dettenborn verwiesen werden, welcher unter „familienrechtspsychologischem Aspekt als Kindeswohl die für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes oder Jugendlichen günstige Relation zwischen seiner Bedürfnislage und seinen Lebensbedingungen zu verstehen“. (Dettenborn, H. (2007): Kindeswohl und Kindeswille. Psychologische und rechtliche Aspekte, S. 50) Es soll dabei darauf hingewiesen, die konkrete kulturell, ökonomische, individuelle und familiäre Situation des Kindes zu beobachten und zu bewerten.

       

    •  Logog_Kita_Bildungsserver  

      Der Sächsische Kita Bildungsserver hält für Sie weitere Informationen rund um das Themengebiet Kinderbetreuung unter www.kita-bildungsserver.de bereit:   

      • Pädagogischen Themen
      • Weiterbildungen
      • Ansprechpartner
      • Aktuelles 

       

    • Die Grundlage für die pädagogische Arbeit in einer Kindertagespflegestelle (KTP-Stelle) bildet die schriftliche Konzeption. Sie gibt einen detaillierten Einblick in die KTP-Stelle und zur Betreuungsperson - Tagesmutter oder Tagesvater. Sie enthält Hinweise zum Inhalt der täglichen Arbeit sowie zur Struktur der KTP-Stelle. Basis der Konzeption bildet der Sächsische Bildungsplan.

      Die Konzeption erfasst Ressourcen und Stärken sowie Entwicklungspotenziale. Die Konzeption ist u. a. ein Leitfaden zur Gestaltung der ersten Tage und des Alltags in der KTP-Stelle.

      Eine Konzeption ist nicht statisch, sondern sollte regelmäßig evaluiert, korrigiert, geändert und ergänzt werden. Eine Konzeption betrifft immer eine ganz konkrete Kindertagespflegestelle und ist nicht übertragbar. Sie ist Grundlage einer partnerschaftlichen und transparenten Zusammenarbeit mit den Eltern.

       

      Bild_Checkliste_KonzeptionEine Checkliste, die bei der Erstellung und Weiterentwicklung einer Konzeption hilfreiche Unterstützung geben kann finden Sie hier.

    • Eine KTPP gilt gemäß § 10 SGB V sowie § 240 SGB V als nicht hauptberuflich selbständig tätige Person.

      KTPP haben die Möglichkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung über ihren Ehepartner einer Familienversicherung beizutreten. Für Mitglieder einer Familienversicherung gelten monatliche Einkommenshöchstgrenzen.

      Weiterhin besteht die Möglichkeit sich freiwillig zu versichern. Maßgeblich für die Beitragshöhe ist die Höhe des steuerrechtlichen Gewinns bzw. der Einkünfte. KTPP die gemäß § 23 SGB VIII bzw. § 3 Abs. 3 SächsKitaG tätig sind haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung. KTPP haben kein Anrecht auf Krankengeld, außer es besteht eine freiwillige Absicherung, zu welcher der öffentliche Träger der Jugendhilfe einen angemessenen Beitrag gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII erstatten muss, ist die KTPP nach § 23 SGB VIII bzw. § 3 Abs. 3 SächsKitaG tätig. Diese Erstattungen sind steuerfrei.

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Ein Urteil zur hälftigen Erstattung der Beiträge zur Krankenversicherung finden Sie hier.

       

      Hinweis zum Krankversicherungsstatus von Kindertagespflegepersonen:

      Die Frage der Einordnung der Tagespflegepersonen als neben- oder hauptberuflich selbständig Tätige ist maßgeblich für die Höhe des zugrundegelegten Mindesteinkommens bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages in der GKV (gemäß § 10 SGB V i.V. § § 240 SGB V). Bisher wurde über eine Sonderreglung für Tagespflegepersonen davon ausgegangen dass diese bei bis zu fünf gleichzeitig betreuten Kindern als nebenberuflich selbständig Tätige eingestuft werden und sich ihr gesetzlicher Krankenversicherungsbeitrag an einem geringerem Mindesteinkommen bemisst. Diese Regelung wäre Ende 2015 ausgelaufen. Erfreulicher Weise gibt es Entwicklungen, die Anlass zu berechtigtem Optimismus geben. Der Bundestagsausschuss für Gesundheit hat sich am 10. Juni 2015 im Rahmen der Beratungen zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung  (GKV Versorgungsstärkungsgesetz - GKV-VSG) darauf verständigt die bestehende Sonderregelung für Tagespflegepersonen bis 31.12.2018 zu verlängern. Der Gesetzentwurf soll abschließend Mitte Juli 2015 im Bundesrat beraten werden und könnte dann zum 1. August 2015 wirksam werden.

      Hinweise zur Krankentagegeldversicherung finden Sie hier.

       

       

    • Information zur Krankenversicherung und zum Krankentagegeld in der Kindertagespflege

      Anfrage:

      Welche Möglichkeiten gibt es für Kindertagespflegepersonen (KTPP), sich für den finanziellen Ausfall bei Krankheit abzusichern? Welche Kosten werden vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe/der Kommune übernommen?

       

      Überblick:

       Übersicht_Krankentagegeldversicherung

      Der ermäßigte Krankenversicherungsbeitrag in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für KTPP:

      KTPP werden bei einer Betreuung von bis zu fünf Kindern bei der Krankenkasse als nebenberuflich selbständig eingestuft – auch, wenn sie mehr als 30 Stunden arbeiten und die KTP als Haupterwerbsquelle dient. Es wird ein ermäßigter Krankenversicherungsbeitrag berechnet. Die KTPP erhält damit eine finanzielle Entlastung im Vergleich zu anderen Selbständigen.

      Das Privileg des ermäßigten Krankenversicherungsbeitrags soll für geeignete Personen als Anreiz dienen, die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson aufzunehmen (vgl. Wiesner, Kommentar zum SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe -, 4. Auflage, München 2011, § 23, RDNRN 45, 46).

      Diese Sonderstellung der KTPP in der GKV gilt bis zum 31.12.2018.

      Der ermäßigte (privilegierte) Beitragssatz beträgt derzeit (2017) 14,0%. Wenn die KTPP ein monatlich zu versteuerndes Einkommen zwischen 450 € und 991,67 € erzielt, beträgt der zu zahlende Mindestbeitrag aktuell (2017) 138,83 € (Mindestbeitragsbemessungsgrenze pro Monat: 991,67 €; 14,0 % entsprechen 138,83 €).  Wer über 991,67 € monatlich zu versteuerndes Einkommen erzielt, wird entsprechend seiner Einkünfte mit einem Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 14,0% eingestuft. In beiden Fällen erhält die KTPP bei Krankheit keine Ausfallzahlungen.

      Da es im ermäßigten Tarif der gesetzlichen Krankenversicherung  keine Ausfallzahlungen im Krankheitsfall gibt, ist ein Basisschutz im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nur mit dem Verlassen des ermäßigten Tarifs möglich. Die KTPP könnte sich dann in hauptberuflicher Einstufung versichern.

       

      Möglichkeiten zur Absicherung im Krankheitsfall:

      Krankgeld_Krankentagegeld


      Selbstständige KTPP haben kein grundsätzliches Anrecht auf Lohnfortzahlung oder Krankengeld. Es kann zu finanziellen Engpässen führen, wenn die  laufende Geldleistung wegen Krankheit nicht mehr gewährt wird. Selbstständige KTPP müssen sich daher eigenständig um eine finanzielle Absicherung im Krankheitsfall kümmern.

      Teilweise erhalten KTPP in Sachsen im nachgewiesenen Krankheitsfall bspw. für bis zu 14 Tage pro Jahr weiterhin die volle laufende Geldleistung durch explizite Vereinbarungen mit der Kommune (siehe z.B. Richtlinie der Landeshauptstadt Dresden zur Förderung von Kindern in der Kindertagespflege).

      1. Wechsel von der nebenberuflichen Einstufung zur hauptberuflichen Einstufung:

      Erzielt die KTPP ein monatliches zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 2.231,25 € (Regelbemessungsgrenze 2017), kann sie bei ihrer Krankenkasse beantragen, als hauptberuflich selbstständig eingestuft zu werden. Sie zahlt dann statt des ermäßigten Beitragssatzes von 14% den allgemeinen Beitragssatz von 14,6%. Dadurch erwirbt sie ab der 7. Woche Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld (Basisschutz). Diese Leistung ist vergleichbar mit dem Schutz eines Arbeitnehmers ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Voraussetzung für diesen Basisschutz ist eine Erklärung gegenüber der Kasse, dass diese Leistung explizit gewünscht wird (Wahlerklärung).

      Als Erweiterung dieses Basisschutzes dient ein zusätzlicher Wahltarif mit Krankentagegeldanspruch. Das Krankentagegeld wird schon früher gezahlt und schließt die Lücke bis zur 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit. Ab wann und in welcher Höhe die KTPP im Krankheitsfall Geld durch die Krankenversicherung erhält, ist abhängig von den konkreten Vereinbarungen zwischen KTPP und der jeweiligen Krankenkasse.

       

      2. private Krankentagegeldversicherung:

      Privat versicherte KTPP sowie freiwillig gesetzlich Versicherte können eine zusätzliche, private Krankentagegeldversicherung abschließen. Hier berechnet sich die Höhe des monatlichen Versicherungsbeitrags aus dem Zeitpunkt der Zahlung im Krankheitsfall (z.B. ab dem 8. Krankheitstag) und der Höhe des Krankentagegeldes (z.B. 100 Euro/Tag) im Krankheitsfall.

      Der IKS sind zwei Modelle bekannt. Ein Modell in der Stadt Dresden und ein weiteres in der Stadt Chemnitz.

      Ob es bei einer privaten Versicherung im Krankheitsfall zu einer vollen Auszahlung des Krankentagegeldes kommt, ist fraglich. Die Berechnungen orientieren sich an reellem Einkommen. Die laufenden Geldleistungen der KTPP ist nicht identisch mit einem reellen Einkommen, daher ist es notwendig im Vorfeld zu prüfen, was als Grundlage für die Auszahlungshöhe im Krankheitsfall genutzt wird und wie hoch der zu erwartende Auszahlungsbetrag ist.

       

      Erstattung:

      Zur hälftigen Erstattung des allgemeinen Tarifs geben die „Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 09.01.2017 (Seite 4) folgendes vor:

      „Zu beachten ist, dass aufgrund der Einstufung als nicht hauptberuflich selbstständige Tätigkeit kein Anspruch auf Krankengeld nach §§ 44 ff. SGB V besteht. Hier sollten sich Tagespflegepersonen  von  ihrer  Krankenkasse  beraten  lassen  und  sich  gegebenenfalls  freiwillig absichern.  Nach dem Sinn und Zweck des § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII hat das Jugendamt auch  hierzu  angemessene  Beiträge  zu  erstatten  (so  auch OVG  Sachsen,  21.06.2016 - 4  A 42/15 und  VG Münster, 23.05.2012 – Az. 6 K 801/10)“

      Ein angemessener Beitrag gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII muss von der Kommune hälftig erstattet werden, wenn die KTPP im Bedarfsplan aufgenommen ist. Hier erfolgt die Finanzierung nach dem SächsKitaG. Die hälftige Erstattung wird vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe getragen, wenn die KTPP nicht im Bedarfsplan ist und ausschließlich auf Basis des § 23 SGB VIII arbeitet. Diese Erstattungen sind in beiden Fällen steuerfrei.

      Der Begriff „angemessen“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Als angemessen gilt, was erforderlich, aber auch ausreichend ist.

       

      Urteile:

      • OVG Sachsen, Urteil vom 21.06.2016, 4 A 242/15
        https://www.justiz.sachsen.de/ovgentschweb/document.phtml?id=4501
        Im Einzelfall können auch die Beiträge zu einer Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch angemessen sein. Die Absicherung eines krankheitsbedingten Verdienstausfalls sei laut OVG notwendig gewesen, da die Tätigkeit der klagenden Tagespflegeperson der Haupterwerb sei und mit den Einkünften ein längerer krankheitsbedingter Ausfall nicht ausgeglichen werden könne.
      • VG Münster, Urteil vom 23. Mai 2012, Az. 6 K 801/10
        https://openjur.de/u/587215.html


      Um den Basisschutz zu erlangen, versicherte sich eine KTPP im allgemeinen Beitragssatz. Die Kommune wollte nur den ermäßigten Beitragssatz hälftig erstatten, musste nach Urteil aber alle tatsächlich an die Krankenkasse gezahlten Beiträge einschließlich der Krankengeldversicherung bewilligen.  

       

      Bitte beachten Sie:

      • Sie sind selbständige Personen und entscheiden selbst, wie Se sich absichern möchten.
      • Bei einem Wechsel des Tarifs in der gesetzlichen Krankenversicherung erfragen Sie bitte im Vorfeld, ob Sie auch wieder in den günstigeren Tarif zurück wechseln können.
      • Bei einem Abschluss einer privaten Zusatzversicherung informieren Sie sich bitte genau über die Konditionen und die Auszahlungshöhe im Krankheitsfall. Bitte besprechen Sie vor dem Abschluss mit der Kommune, dass eine hälftige Erstattung übernommen wird.
      • Die Beantwortung dieser Anfrage zur Krankenversicherung und zum Krankentagesgeld in der Kindertagespflege erfolgt nicht durch eine(n) Juristen/Juristin. Es besteht die Möglichkeit die kostenlose telefonische Rechtsberatung der IKS in Anspruch zu nehmen.

       

      Diese Information steht Ihnen hier als PDF zum Download bereit.

    • Information zur Krankenversicherung und zum Krankentagegeld in der Kindertagespflege

      Anfrage:

      Welche Möglichkeiten gibt es für Kindertagespflegepersonen (KTPP), sich für den finanziellen Ausfall bei Krankheit abzusichern? Welche Kosten werden vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe/der Kommune übernommen?

       

      Überblick:

       Übersicht_Krankentagegeldversicherung

      Der ermäßigte Krankenversicherungsbeitrag in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für KTPP:

      KTPP werden bei einer Betreuung von bis zu fünf Kindern bei der Krankenkasse als nebenberuflich selbständig eingestuft – auch, wenn sie mehr als 30 Stunden arbeiten und die KTP als Haupterwerbsquelle dient. Es wird ein ermäßigter Krankenversicherungsbeitrag berechnet. Die KTPP erhält damit eine finanzielle Entlastung im Vergleich zu anderen Selbständigen.

      Das Privileg des ermäßigten Krankenversicherungsbeitrags soll für geeignete Personen als Anreiz dienen, die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson aufzunehmen (vgl. Wiesner, Kommentar zum SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe -, 4. Auflage, München 2011, § 23, RDNRN 45, 46).

      Diese Sonderstellung der KTPP in der GKV gilt bis zum 31.12.2018.

      Der ermäßigte (privilegierte) Beitragssatz beträgt derzeit (2017) 14,0%. Wenn die KTPP ein monatlich zu versteuerndes Einkommen zwischen 450 € und 991,67 € erzielt, beträgt der zu zahlende Mindestbeitrag aktuell (2017) 138,83 € (Mindestbeitragsbemessungsgrenze pro Monat: 991,67 €; 14,0 % entsprechen 138,83 €).  Wer über 991,67 € monatlich zu versteuerndes Einkommen erzielt, wird entsprechend seiner Einkünfte mit einem Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 14,0% eingestuft. In beiden Fällen erhält die KTPP bei Krankheit keine Ausfallzahlungen.

      Da es im ermäßigten Tarif der gesetzlichen Krankenversicherung  keine Ausfallzahlungen im Krankheitsfall gibt, ist ein Basisschutz im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nur mit dem Verlassen des ermäßigten Tarifs möglich. Die KTPP könnte sich dann in hauptberuflicher Einstufung versichern.

       

      Möglichkeiten zur Absicherung im Krankheitsfall:

      Krankgeld_Krankentagegeld


      Selbstständige KTPP haben kein grundsätzliches Anrecht auf Lohnfortzahlung oder Krankengeld. Es kann zu finanziellen Engpässen führen, wenn die  laufende Geldleistung wegen Krankheit nicht mehr gewährt wird. Selbstständige KTPP müssen sich daher eigenständig um eine finanzielle Absicherung im Krankheitsfall kümmern.

      Teilweise erhalten KTPP in Sachsen im nachgewiesenen Krankheitsfall bspw. für bis zu 14 Tage pro Jahr weiterhin die volle laufende Geldleistung durch explizite Vereinbarungen mit der Kommune (siehe z.B. Richtlinie der Landeshauptstadt Dresden zur Förderung von Kindern in der Kindertagespflege).

      1. Wechsel von der nebenberuflichen Einstufung zur hauptberuflichen Einstufung:

      Erzielt die KTPP ein monatliches zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 2.231,25 € (Regelbemessungsgrenze 2017), kann sie bei ihrer Krankenkasse beantragen, als hauptberuflich selbstständig eingestuft zu werden. Sie zahlt dann statt des ermäßigten Beitragssatzes von 14% den allgemeinen Beitragssatz von 14,6%. Dadurch erwirbt sie ab der 7. Woche Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld (Basisschutz). Diese Leistung ist vergleichbar mit dem Schutz eines Arbeitnehmers ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Voraussetzung für diesen Basisschutz ist eine Erklärung gegenüber der Kasse, dass diese Leistung explizit gewünscht wird (Wahlerklärung).

      Als Erweiterung dieses Basisschutzes dient ein zusätzlicher Wahltarif mit Krankentagegeldanspruch. Das Krankentagegeld wird schon früher gezahlt und schließt die Lücke bis zur 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit. Ab wann und in welcher Höhe die KTPP im Krankheitsfall Geld durch die Krankenversicherung erhält, ist abhängig von den konkreten Vereinbarungen zwischen KTPP und der jeweiligen Krankenkasse.

       

      2. private Krankentagegeldversicherung:

      Privat versicherte KTPP sowie freiwillig gesetzlich Versicherte können eine zusätzliche, private Krankentagegeldversicherung abschließen. Hier berechnet sich die Höhe des monatlichen Versicherungsbeitrags aus dem Zeitpunkt der Zahlung im Krankheitsfall (z.B. ab dem 8. Krankheitstag) und der Höhe des Krankentagegeldes (z.B. 100 Euro/Tag) im Krankheitsfall.

      Der IKS sind zwei Modelle bekannt. Ein Modell in der Stadt Dresden und ein weiteres in der Stadt Chemnitz.

      Ob es bei einer privaten Versicherung im Krankheitsfall zu einer vollen Auszahlung des Krankentagegeldes kommt, ist fraglich. Die Berechnungen orientieren sich an reellem Einkommen. Die laufenden Geldleistungen der KTPP ist nicht identisch mit einem reellen Einkommen, daher ist es notwendig im Vorfeld zu prüfen, was als Grundlage für die Auszahlungshöhe im Krankheitsfall genutzt wird und wie hoch der zu erwartende Auszahlungsbetrag ist.

       

      Erstattung:

      Zur hälftigen Erstattung des allgemeinen Tarifs geben die „Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 09.01.2017 (Seite 4) folgendes vor:

      „Zu beachten ist, dass aufgrund der Einstufung als nicht hauptberuflich selbstständige Tätigkeit kein Anspruch auf Krankengeld nach §§ 44 ff. SGB V besteht. Hier sollten sich Tagespflegepersonen  von  ihrer  Krankenkasse  beraten  lassen  und  sich  gegebenenfalls  freiwillig absichern.  Nach dem Sinn und Zweck des § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII hat das Jugendamt auch  hierzu  angemessene  Beiträge  zu  erstatten  (so  auch OVG  Sachsen,  21.06.2016 - 4  A 42/15 und  VG Münster, 23.05.2012 – Az. 6 K 801/10)“

      Ein angemessener Beitrag gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII muss von der Kommune hälftig erstattet werden, wenn die KTPP im Bedarfsplan aufgenommen ist. Hier erfolgt die Finanzierung nach dem SächsKitaG. Die hälftige Erstattung wird vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe getragen, wenn die KTPP nicht im Bedarfsplan ist und ausschließlich auf Basis des § 23 SGB VIII arbeitet. Diese Erstattungen sind in beiden Fällen steuerfrei.

      Der Begriff „angemessen“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Als angemessen gilt, was erforderlich, aber auch ausreichend ist.

       

      Urteile:

      • OVG Sachsen, Urteil vom 21.06.2016, 4 A 242/15
        https://www.justiz.sachsen.de/ovgentschweb/document.phtml?id=4501
        Im Einzelfall können auch die Beiträge zu einer Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch angemessen sein. Die Absicherung eines krankheitsbedingten Verdienstausfalls sei laut OVG notwendig gewesen, da die Tätigkeit der klagenden Tagespflegeperson der Haupterwerb sei und mit den Einkünften ein längerer krankheitsbedingter Ausfall nicht ausgeglichen werden könne.
      • VG Münster, Urteil vom 23. Mai 2012, Az. 6 K 801/10
        https://openjur.de/u/587215.html


      Um den Basisschutz zu erlangen, versicherte sich eine KTPP im allgemeinen Beitragssatz. Die Kommune wollte nur den ermäßigten Beitragssatz hälftig erstatten, musste nach Urteil aber alle tatsächlich an die Krankenkasse gezahlten Beiträge einschließlich der Krankengeldversicherung bewilligen.  

       

      Bitte beachten Sie:

      • Sie sind selbständige Personen und entscheiden selbst, wie Se sich absichern möchten.
      • Bei einem Wechsel des Tarifs in der gesetzlichen Krankenversicherung erfragen Sie bitte im Vorfeld, ob Sie auch wieder in den günstigeren Tarif zurück wechseln können.
      • Bei einem Abschluss einer privaten Zusatzversicherung informieren Sie sich bitte genau über die Konditionen und die Auszahlungshöhe im Krankheitsfall. Bitte besprechen Sie vor dem Abschluss mit der Kommune, dass eine hälftige Erstattung übernommen wird.
      • Die Beantwortung dieser Anfrage zur Krankenversicherung und zum Krankentagesgeld in der Kindertagespflege erfolgt nicht durch eine(n) Juristen/Juristin. Es besteht die Möglichkeit die kostenlose telefonische Rechtsberatung der IKS in Anspruch zu nehmen.

       

      Diese Information steht Ihnen hier als PDF zum Download bereit.

  • L

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/1897-LJHG

      Abkürzung:

      LJHG

      Ausfertigungsdatum:  

      04.09.2008

      Vollzitat: 

      Landesjugendhilfegesetz

      Stand:

      Fassung vom 6. Juli 2010

    • Titel:  

      Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015.

      Autor: 

      Stefan Sell, Nicole Kukula

      Quellenangabe: 

      Kukula, N.; Sell, S. (2015): Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015. Remagen: Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS)

      Herausgeber:

      Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS)

      Hinweis:

      Im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege. Die Erstellung der Expertise wurde durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

       

      Bild_Studie_Sell_2015

      Im Jahr 2012 legten Nicole Kukula und Prof. Dr. Stefan Sell vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS) im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege Zahlen zur leistungsorientierten Vergütung in der Kindertagespflege vor. Die damalige Studie erregte viel Aufmerksamkeit, denn zum ersten Mal gab es eine deutschlandweite Erhebung, die belastbare Fakten zur Höhe und Struktur der Bezahlung von Kindertagespflegepersonen lieferte.


      Für den Bundesverband ist von besonderem Interesse, wie sich die Vergütung seit 2012 entwickelt hat. Deshalb hat sich der Bundesverband entschlossen, das IBUS mit der Durchführung einer Follow up-Studie zu beauftragen, um die Dynamik der Entwicklung erkennen zu können.

      Die Untersuchung zeigt nicht nur die ausgesprochene Heterogenität der Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern auf, sie macht auch deutlich, dass die im § 23 SGB VIII festgeschriebene leistungsgerechte Ausgestaltung der Förderungsleistung noch nicht erreicht ist.

      Die Studie steht zum kostenlosen Download auf der Seite des Bundesverbandes zur Verfügung. Sie finden den Link hier.

        

       

      Bild_Studie_Sell

       

      Die vorangegangene Studie aus dem Jahr 2012 "Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik" von Stefan Sell und Nicole Kukula finden Sie hier.

    • Für Kinder bis drei Jahren hat die Beachtung der Lebensmittelhygieneregeln eine besondere Bedeutung.  „Kinder im Alter bis drei Jahren stellen aufgrund ihres noch unausgereiften Immunsystems eine besonders sensible Verbrauchergruppe dar, die eines speziellen Schutzes bedarf. Die Beachtung wesentlicher Lebensmittelhygieneregeln ist für die Gesundheit von Kindern von großer Bedeutung.“ (Bundesverband für Kindertagespflege e. V. (o. J.): Die Leitlinie für eine Gute Lebensmittelhygienepraxis in der Kindertagespflegestelle. Bundesverband für Kindertagespflege e. V.: Berlin S. 7.)

       

      Gesetzliche Grundlagen:

      KTPP die Kinder in der eigenen, privat genutzten Wohnung oder angemieteten Räumen betreuen und verköstigen gelten als Lebensmittelunternehmer und unterliegen damit der Verordnung (EG) Nr.  852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene. Dies trifft nicht auf KTPP zu, die im Haushalt der Erziehungsberechtigten arbeiten.

      Bild_LebensmittelunternehmerDie Bundesländer definieren, welche Form der Kindertagespflege dem Lebensmittelrecht unterliegt. Die KTPP steht in der Verantwortung, mit der örtlichen Lebensmittelüberwachung in Kontakt zu treten und ihren Status zu erfragen.

      Die KTP-Stelle (Kindertagespflegestelle) gilt als „Ausgabestelle“ der Lebensmittel. Damit trägt die KTPP die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit und –hygiene. Das bedeutet, die KTPP muss die Anforderungen einhalten, Eigenkontrollmaßnahmen durchführen und dokumentieren sowie  ggf. notwendige Maßnahmen ergreifen. Die Dokumentation dient hierbei als Nachweis für die Sorgfaltspflicht.

      Als Empfehlung für Sachsen gilt die Information des Sächsischen Staatsministerium für Kultus: „Anforderungen zur Lebensmittelhygiene im Zusammenhang mit der Prüfung bzw. Erteilung der Erlaubnis für Kindertagespflegepersonen“.

       

      Registrierungspflicht:

      Die KTPP ist gemäß Verordnung (EG) Nr. 852/2004 verpflichtet, sich bei der Lebensmittelüberwachungsbehörde anzumelden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde (Gesundheit-/ Jugendamt) zum Verfahren vor Ort  sowie darüber, ob es sich bei Ihrer Kindertagespflegestelle um eine Einrichtung zur Gemeinschaftsverpflegung, die besonders empfindliche Personen mit Lebensmitteln versorgt handelt. 

       

      Hygienepraxis auf Grundlage der HACCP-Grundsätze:

      Eine gute Hygienepraxis bezieht folgende Punkte ein:

       

      persönliche Hygiene

        

      Händehygiene

          
         

      Schulung nach Infektionsschutzgesetz (Gesundheitszeugnis)

       

      Gemäß den „Aktuellen Empfehlungen des Landesjugendamtes" sowie der „Empfehlungen des Landesjugendamtes Sachsen zu Leistungen der Jugendhilfe in Form von Kindertagespflegepersonen" unterliegen KTPP die in der Regel selbst Essen für die betreuten Kinder zubereiten, der Belehrungspflicht gemäß § 35 bzw. §§ 42-43 IfSG. Die Überprüfung erfolgt im Rahmen der Erlaubniserteilung.

      Hinweise dazu finden Sie im Schreiben des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport „Anwendung §§ 33-35 und 42-43 Infektionsschutzgesetz in der Kindertagespflege [...]". 

         

      Hygieneschulung

       

      Alle Personen die mit Lebensmitteln umgehen, müssen die allgemeine Hygieneschulung (VO (EG) 852/2004, Anhang II, Kapitel XII (1) in Verbindung mit der Anlage 1 zu § 4 Abs. 1 Satz 1 der LMHV) nachweisen können, d. h. auch ggf. weitere Mitarbeiter/innen neben der KTPP.

             

      Saubere oder abgedeckte Kleidung beim Umgang mit Lebensmittel tragen

               

      Betriebshygiene

       

      auf Ordnung und Sauberkeit achten

       

      Regelmäßige und gründliche Reinigung der Küche sowie der zur Be- oder Verarbeitung von Lebensmitteln verwendeten Hilfsmittel/Geräte

       

       

       

       

      Abfallbeseitigung

       

       

      Ausstattung der Küche

       

      Hinweise zur Ausstattung der Küche finden Sie im Punkt 1.3 "Merkblatt über Lebensmittelhygiene in der Kindertagespflege"

       

       

      Eigenkontrollen durchführen

       

      Temperaturen prüfen etc.

               

      geeigneter Umgang mit Lebensmitteln

       

      Berücksichtigung von Risikolebensmitteln und den Empfehlungen zum Umgang mit Lebensmitteln

       

      Übersicht: „Risikolebensmittel für Kinder“ Bild_Risikolebensmittel

      Bild_Umgang_Lebensmittel Übersicht: „Empfehlungen zum Umgang mit Lebensmitteln“  

       


        

      Achtet die KTPP auf die Einhaltung der Anforderungen und die Realisierung der Kontrollen inkl. Maßnahmenumsetzung, kann auf die vollständige Umsetzung eines HACCP-Konzeptes verzichtet werden.

       

       

      Weitere Hinweise zu folgenden Themen erhalten Sie durch Klick auf den jeweiligen Titel:

       

       

      Umfassende Hinweise finden Sie hier:

      Information des Sächsischen Staatsministerium für Kultus: „Anforderungen zur Lebensmittelhygiene im Zusammenhang mit der Prüfung bzw. Erteilung der Erlaubnis für Kindertagespflegepersonen

      Broschüre der SLfG „Essen und Trinken in der Kindertagespflege. Eine Handlungsempfehlung für Tageseltern“

      Bundesverband für Kindertagespflege e. V.: „Die Leitlinie für eine Gute Lebensmittelhygienepraxis in der Kindertagespflegestelle.“

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/lmhv_2007/gesamt.pdf

      Abkürzung:

      LMHV

      Ausfertigungsdatum:  

      08.08.2007

      Vollzitat: 

      "Lebensmittelhygiene-Verordnung vom 8. August 2007 (BGBl. I S. 1816, 1817), die zuletzt durch Artikel 1 derVerordnung vom 14. Juli 2010 (BGBl. I S. 929) geändert worden ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 14.7.2010 I 929

  • M

    • Die IKS empfiehlt zur Beobachtung, Dokumentation und Auswertung die MarteMeo-Methode.

      „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – bewegte Bilder sagen ein Vielfaches davon.“

      Marte Meo basiert auf der starken Kraft der Bilder. Mit Hilfe von Videoaufnahmen werden konkrete, alltagsnahe Handlungsweisen im Umgang von pädagogischen Fachkräften mit Kindern kleinschrittig beobachtet und ausgewertet. Anhand dieser Momentaufnahmen werden wirksame Gelegenheiten zur Unterstützung emotionaler und sozialer Fähigkeiten sichtbar und erfahrbar gemacht. Sie bilden die Grundlage für Beziehung, Bindung und somit für Bildung.

      Lesen Sie hier eine Ausgabe des MarteMeo-Magazins zum Thema "Was braucht das Kind für die Welt von morgen?"

    • Link: 

      http://www.kita-bildungsserver.de/downloads/download-starten/?did=888

      Ausfertigungsdatum: 

      Juli 2012

      Vollzitat:

      Information des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport Anforderungen an die Lebensmittelhygiene in Zusammenhang mit der Prüfung bzw. Erteilung der Erlaubnis für Kindertagespflegepersonen - Merkblatt über Lebensmittelhygiene in der Kindertagespflege

    • Bild_MindestlohnFür die Kindertagespflege relevante Informationen zum Mindestlohn finden Sie zusammengefasst hier.

    • Der Zustand der Speisen und Lebensmittel sollte durch die Kindertagespfleegperson (KTPP) geprüft werden, da sie im Rahmen ihrer Tätigkeit die Verantwortung für die Sicherheit und Hygiene trägt. 

      Wichtige Hinweise für die Eltern können bspw. in einem Elternabend thematisiert werden und/oder in einem kurzen Hinweisschreiben bereits im Aufnahmegespräch übergeben werden. Die wichtigsten Aspekte dafür finden Sie in einem Schreiben des Projektes FIT KID. Dieses finden Sie hier.

       

      Muttermilch

      Abgepumpte Muttermilch trägt ein besonders hohes Risiko für die Entwicklung von Keimen. Wie bereits benannt trägt die KTPP die Verantwortung für den Zustand der an die betreuten Kinder abgegebenen Lebensmittel und Speisen -  in dieser Bedeutung auch für mitgebrachte Muttermilch, die sie an das Kind weiterreicht. Es wird empfohlen, klare Verhaltensweisen im Umgang mit abgepumpter Muttermilch mit der Mutter zu besprechen/schriftlich zu vereinbaren. Dazu gehören unter anderem ein hygienisch einwandfreies Abpumpen sowie eine ununterbrochene Kühlkette beim Transport. Zur Ausreichung von mitgebrachter Muttermilch, sollte sich die KTPP Empfehlungen durch eine Still-/Laktationsberaterin einholen.

       

      Weitere Hinweise zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln finden Sie hier.

    • Link:

      Mustervereinbarung

      Ausfertigungsdatum:  

      22.03.2012

      Vollzitat: 

      Muster - Vereinbarung zwischen Kommune und Kindertagespflegeperson gemäß § 1 Abs. 6, § 3 Abs. 3 und § 14 Abs. 6 SächsKitaG

      Stand:

      vom 22.03.2013 

       

       

  • P

    • Titel: 

      Parenting & Co-Parentingunter Einbeziehung der Studie Stendaler Tagesbetreuung und der Wiener Krippenstudie

      Autor: 

      Ahnert, L.; Supper, B.

      Quellenangabe: 

      Ahnert, L.; Supper, B. (2012): Studie der Universität Wien, AB Entwicklungspsychologie Parenting & Co-Parenting unter Einbeziehung der Studie Stendaler Tagesbetreuung und der Wiener Krippenstudie

      In der Studie "Parenting & Co-Parenting" wurden Familien einbezogen, die ihre Kinder zu Hause betreuen, aber auch Familien deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden. Untersucht werden sollte bei diesen Kindern, wie ihre Entwicklung vor allem im kognitiven und kommunikativen Bereich verläuft. Dabei sollte ein Vergleich zwischen der Betreuung zu Hause und in der Kindertagespflege erzielt werden.

      Folgende Ergebnisse konnte dabei gewonnen werden:

      1. Entwicklungsangemessene Kleinkindbetreuung zeichnet sich durch Anregung, Geborgenheit und Strukturiertheit aus.

      2. Kleinkindbetreuung muss an den natürlichen kindlichen Kompetenzen und Lernfähigkeiten anknüpfen und eine stabile Gefühlswelt entwickeln. Weiterhin bedarf es vorhersehbarer Tagesabläufe.

      3. Interaktionsprozesse stehen im Mittelpunkt, die zu Bindungsbeziehungen führen.

      4. Zu Tagesmüttern entwickeln Kleinkinder häufiger sichere Beziehungen als zu Erzieher(inne)n in Krippen.

      5. Emotionale Sicherheit, Explorationsunterstützung, individualisierte Kommunikationsabläufe und Körpernähe erfahren Kleinkinder ausgeprägter in der Tagespflege als in Krippen. Jungen sind danach in Krippen besonders benachteiligt.

      6. Kleinkinder entwickeln ihre Kompetenzen zügiger in Tagespflege als in Krippen.

      7. Bessere Absprachen (zwischen Eltern und ihrer Kindertagespflegeperson bzw. Erzieher(in)) sind mit besserer Verhaltensanpassung verbunden.

       

      Bild_Broschüre_Wenn_private_Betreuung


      Als Referentin gestaltete Frau Liselotte Ahnert den Fachtag der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS) 2012 unter dem Titel "Wenn private Betreuung öffentlich wird – Spannungsfelder zwischen privatem Raum, Selbstständigkeit und öffentlicher Förderung" mit. Zu diesem Fachtag stellte Sie Ergebnisse ihrer Studie "Parenting & Co-Parenting" vor. 

      Die Dokumentation dieser Fachtagung finden Sie hier.          

       

       

       Bild_Ahnert_Studie_Info

      Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

    • Möchte eine Person gemäß § 43 Abs. 1 SGB VIII ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushalts des Erziehungsberechtigten während eines Teils des Tages und mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt länger als drei Monate betreuen, bedarf es der Erlaubnis, unabhängig davon, wie die Finanzierung erfolgt (privat/öffentliche Mittel). Zur Erteilung einer Erlaubnis sind zusätzlich zur Eignung als Kindertagespflegeperson (KTPP), d. h. der Erfüllung persönlicher, gesundheitlicher sowie fachlicher Voraussetzungen, kindgerechte Räumlichkeiten vorzuweisen. Die Erlaubnis ist gemäß § 43 Abs. 3 SGB VIII auf fünf Jahre befristet.

       
      Bild_Grafik_Erlaubniserteilung

       

      Eine Grafik zum Verfahren der Eignungs- und Erlaubniserteilung finden Sie hier. Ausführliche Hinweise zu den einzelnen Stufen der Grafik (Voraussetzungen) finden Sie in Kapitel 2 der Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

       

       

       

       

      Zuständigkeit der Erlaubniserteilung bei abweichendem Wohnort der Kindertagespflegeperson und dem Ort der Kindertagespflegestelle

      Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) veröffentlichte eine Positionierung zur „Zuständigkeit der Erlaubniserteilung Kindertagespflege bei abweichendem Wohnort der Kindertagespflegeperson und dem Ort der Kindertagespflegestelle“. Darin wird mitgeteilt, dass „örtlich zuständig für die Erlaubnis nach § 43 SGB VIII oder alternativ die Eignungsfeststellung der Kindertagespflegeperson ist in diesen Fällen in teleologisch erweiterter Auslegung von § 87a Abs. 1 SGB VIII der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe, in dessen Zuständigkeitsbereich die Kindertagespflegestelle gelegt ist.“ Begründet wird dies unter anderem mit der räumlichen Nähe und dem Kontakt zum Jugendamt vor Ort, welche für eine gute fachliche Zusammenarbeit unerlässlich sind. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass eine enge Abstimmung zwischen beiden Jugendämtern erfolgen sollte.

      Das Schreiben des SMK finden Sie hier.

    • In Sachsen orientiert sich die Kindertagespflege (KTP) an einem „familiennahen Profil“. Familiennah impliziert eine Betreuung in einer kleinen Gruppe, von maximal fünf fremden, gleichzeitig anwesenden Kindern. Die Nutzung privater Räume kann mit einer engeren Anbindung an das familiäre Umfeld der Kindertagespflegeperson (KTPP) einhergehen. 

      Die Betreuung von Kindern innerhalb einer kleinen Gruppe ist flexibel, individuell und überschaubar. Eltern und Kinder haben eine feste Bezugsperson, eine(n) Ansprechpartner(in). Diese wechselt i. d. R. tagsüber nicht. Dadurch wird die Tagesorganisation und das Umfeld für das Kind überschaubar. Es finden intensive Interaktionen zwischen der KTPP und dem einzelnen Kind statt. Das Kind erlebt dadurch einen familienähnlichen Alltag. Es kann sich in einer ruhigen, geborgenen Atmosphäre behütet entwickeln. Orientiert am Entwicklungsstand des Kindes bietet die KTPP eine anregende, alltagsnahe Bildungsumgebung.

      Besonderheit: Die familiennahe Betreuung in der KTP leistet einen, in nationalen und internationalen Studien nachgewiesenen qualitativ hochwertigen Beitrag zur individuellen Förderung und selbstbestimmten Entwicklung der Kinder. Die Qualität der Beziehungen in der KTP ist durch nur eine Bezugsperson außerhalb der familiären Betreuung und deren Verständnis zum Zusammenhang von Bindung und Bildung geprägt und garantiert.

  • Q

    • Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) ist neue Grundlage für die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen.

      Es knüpft an das bisherige DJI-Curriculums an.

      Das QHB zielt darauf angehende Kindertagespflegepersonen dabei zu begleiten und zu unterstützen, die Kompetenzen zu erwerben, die sie für die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson benötigen.

       

      Nachfolgend finden Sie weiterführende Links zum Thema QHB:

      Hinweise des SMK zur Einführung und Umsetzung des QHB   Download
      Begleitbroschüre für Fachberatung des BVKTP   Download
      QHB Perspektiven zur Einführung des Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs Kindertagespflege (Martina Heitkötter)    Download
      Hinweise des BVKTP   Link
      Hinweise des DJI   Link

       

       

    • § 23 Abs. 3 SGB VIII gibt Auskunft dazu, wer mit welchen Voraussetzungen als geeignete Kindertagespflegeperson gilt. Neben der entsprechenden Persönlichkeit, sollte über Sachkompetenz, entsprechende Räumlichkeiten sowie die notwendige und Kooperationsbereitschaft gegenüber Eltern und KTPP vorhanden sein. Weiterhin wird an dieser Stelle im Gesetz gefordert:

       

       „[…] Sie sollen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben.“

       

      Vertiefende Kenntnisse können angehende KTPP durch die Teilnahme an einer Qualifizierung in der Kindertagespflege auf Grundlage des DJI-Curriculum „Fortbildung von Tagespflegepersonen“ erwerben und nachweisen.

       

      Das DJI-Curriculum wurde einer Überarbeitung unterzogen. Hinweise zu Inhalten, Einführung und Umsetzung das neuen DJI-Curriculum (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch für die Kindertagespflege - QHB) finden Sie hier.

       

      Die Qualifizierung auf Grundlage des DJI-Curriculum beinhaltet folgende Qualifizierungsschwerpunkte:

       

      Einführungsphase

       

      Kindertagespflege – die Perspektive der KTPP

      • Erwartungen
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Aufgaben und Alltag 

      Kindertagespflege – die Perspektive der Kinder

      • Das Kind in zwei „Familien“

      Eingewöhnungsphase

      Kindertagespflege – die Perspektive der Eltern

      • Erstkontakt
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen (Betreuungsvertrag)
      • Zwischenbilanz

       

       

      Vertiefungsphase

       

      Förderung von Kinder

      • Dialog mit Säuglingen und Kleinkindern

      Entwicklung von Kinder beobachten und wahrnehmen

      • Altersgemäßer Entwicklungsverlauf
      • Beobachtung und Dokumentation
      • Umgang mit Diversität 

      Betreuung von Kinder

      • Sicherheit
      • Gefahrenquellen
      • Gesundheit
      • Ernährung

      Erziehung

      • Reflexion der eigenen Biografie
      • Erziehungserfahrungen
      • Erziehungswerte
      • Beziehungsgestaltung
      • Umgang mit negativen Gefühlen
      • Gewaltfreie Erziehung
      • Schwierige Erziehungssituationen
      • Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung

      Bildung

      • Bildungsauftrag
      • Bildungsplan
      • Spielen
      • Spielmaterialien
      • Entwicklungsräume
      • Bücher
      • Medien

      Besondere Herausforderungen 

      • Eigene und fremde Kinder
      • KTP-Stelle managen
      • Übergang in Kita

      Kooperation und Kommunikation zwischen KTPP und Eltern

      • Erziehungspartnerschaft
      • Nähe/ Distanz
      • Kommunikation
      • Elterngespräch
      • Konflikte
      • Schweigepflicht

      Arbeitsbedingungen der KTPP

      • Beruf
      • Rechtliche/ finanzielle Grundlagen
      • Vernetzung/ Kooperation
      • Eigene Gesunderhaltung

      Reflexion

       

       

       

       

       

       

    • Link:

      Download

      Ausfertigungsdatum:  

      Juli 2013

  • R

    • Räumliche Anforderungen

      Die Betreuung der Kinder kann im Haushalt der Eltern, im Haushalt der Kindertagespflegeperson (KTPP) oder mit Zustimmung der Gemeinde und des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe in angemieteten Räumen erfolgen. 

      Für KTP (Kindertagespflege) die im Haushalt der Eltern stattfindet, können keine räumlichen Anforderungen definiert werden. Findet KTP im Haushalt der KTPP oder in angemieteten Räumen statt, müssen diese entsprechend § 23 Abs. 3 SGB VIII sowie § 43 Abs. 2 Satz 2 SGB VIII kindgerecht sein.

      Da es sich bei der KTP um ein familiennahes Betreuungsangebot handelt, können räumliche Regelungen der institutionellen Betreuung in Krippe und Kindergarten nicht 1: 1 auf die KTP angewandt werden. In der KTP ist der Haushalt der Bildungsort. Findet KTP im Haushalt der KTPP statt, ist dieser außerdem Lebens- und Gestaltungsraum der KTPP und deren Familie. 

      Es sollte ein Raumkonzept (welches Teil der Gesamtkonzeption sein kann) vorhanden sein welches veranschaulicht, dass den Kindern in den Räumen eine selbständige Erforschung und Erkundung möglich ist und die Raumgestaltung auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist. Der Raum ist an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Grenzen der Kinder anzupassen. Der Raum soll Geborgenheit sowie Impuls für Herausforderung und Aktivität bieten. Dabei ist es wichtig, dass die Gestaltung des Raumes die Selbständigkeit der Kinder unterstützt.

       Tip_Raumgestaltung

      Bild_Checkliste_Raum    Eine Checkliste zu den Anforderungen an die Raumgestaltung finden Sie hier.   
           
      Bild_DGUV_Information   Der Unfallversicherungsträger gibt mit seiner Broschüre "Kindertagespflege - damit es allen gut geht" eine Übersicht an Hinweisen, zur sicheren Raumgestaltung. Sie finden diese hier.
           
      Bild_Broschuere_Das_sichere_Haus   Die Broschüre "Kinder sicher betreuen. Informationen für Tagesmütter und Tagesväter." der Aktion DAS SICHERE HAUS finden Sie hier.


      Informationen zur Raumgestaltung können Sie zu dem in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen (Kap. 2.3) sowie dem Sächsischen Bildungsplan entnehmen.

       

       

    • Ab dem 1. August 2013 gilt gemäß § 24 SGB VIII der Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Mit diesem Recht besteht einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz entsprechend des persönlichen Bedarfes. Dieser kann stellvertretend durch die Eltern in Anspruch genommen werden. Dieser Anspruch in Verbindung mit dem persönlichen, individuellen Bedarf zielt nicht vorrangig auf die Deckung der elterlichen Bedarfe bspw. hinsichtlich der Betreuung während der Arbeitszeit, sondern viel mehr auf den Anspruch des Kindes auf Förderung. Daher sollte die Wahl des entsprechenden Betreuungsplatzes mit dem Fokus auf die Bedürfnisse des Kindes ausgewählt werden, d. h. Zusammensetzung der Gruppe, Bezugsperson, etc. Hierbei ist insbesondere sie differenzierte gesetzliche Aussage im § 24 SGB VIII zu beachten. Während bei dem Rechtsanspruch für Kinder ab dem 3. Lebensjahr auf ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsplätzen hinzuwirken ist, spricht das Gesetzt ab Vollendung des ersten Lebensjahres von einem individuellen Anspruch auf Förderung.

      Bild_BVKTP_Schlaglicht_2013_09

       

      Weitere Ausführung dazu finden Sie im Schlaglicht des Bundesverband für Kindertagespflege hier.

       

      Ein Urteil zur Kostenübernahme bei Selbstbeschaffung eines Betreuungsplatzes finden Sie hier.

    • Eine generelle Altersgrenze für das Ausüben der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson kann es aufgrund des Grundrechtes der Berufsfreiheit gemäß Art. 12 GG nicht geben. Alleiniges Kriterium bildet die fachliche, persönliche und gesundheitliche Eignung, welche durch das zuständige Jugendamt geprüft wird. Wurde eine Eignung erteilt, erlischt diese nicht automatisch beim Erreichen eines gewissen Alters.


      Liegen Anhaltspunkte vor, dass die Eignung aus jedweden Gründen infrage gestellt werden muss, kann diese durch das zuständige Jugendamt überprüft werden. Dies betrifft:

      •  Kriterien, die das Erweiterte Führungszeugnis (gemäß § 3 SächsQualiVO) und das Gesundheitszeugnis (gemäß § 3 SächsQualiVO) betreffen
      •  Mitbringen persönlicher Voraussetzungen in Beziehung zu Kindern und Erwachsenen sowie persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten (gemäß § 23 Abs. 3, § 43 Abs. 2 SGB VIII)
      •  allgemein geordnete Lebenssituation
      •  zuverlässig, belastbar, flexibel
      •  Erziehungskompetenz und Freude am verantwortungsbewussten, einfühlsamen Umgang mit Kindern
      •  Achtung und Interesse gegenüber dem Kind
      •  gute sprachliche und kognitive Fähigkeiten
      •  Erkennen und Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder
      •  Absicherung einer kindgerechten Ernährung
      •  Bereitschaft und Fähigkeit zur kooperativen Zusammenarbeit mit den Eltern
      •  Toleranz gegenüber anderen Lebensstilen
      •  Kritikfähigkeit und konstruktiver Umgang mit Konflikten
      •  Reflexion des eigenen Handelns
      •  Kooperationsbereitschaft mit dem örtlichen Jugendamt und ggf. dem Träger der freien Jugendhilfe
      •  Bereitschaft zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen, Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Tagespflegepersonen
      •  Beziehen und Lesen einer Fachzeitschrift


      (Quelle: Empfehlung des Landesjugendamtes Sachsen zu Leistungen der Jugendhilfe in Form von Kindertagespflege - 2. Fortschreibung)

      Die Festlegung von Altersgrenzen ist unwirksam. Ein Urteil vom Verwaltungsgericht Magdeburg zum Thema finden Sie hier.  

      Weitere Kriterien für die Eignungsfeststellung finden Sie in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

    • Kindertagespflegepersonen, die Kindertagespflege gemäß § 3 Abs. 3 SächsKitaG sowie § 23 SGB VIII anbieten, haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Alterssicherung, wenn die Kosten als angemessen gelten. Diese Erstattung ist nach § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei.

      Maßstab für die Angemessenheit bildet der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Urteil). Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Auch private Vorsorge ist unter Umständen nach individueller Entscheidung teilweise erstattungsfähig. Hier empfiehlt der Sächsische Städte- und Gemeindetag pro betreutem Kind eine Beteiligung von 20 Euro (zu den Empfehlungen zur laufenden Geldleistung für Kindertagespflege). Unter bestimmten Umständen kann auch eine Lebensversicherung angemessen sein (zum Urteil).


      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von über 400,00€

      Selbständig tätige (öffentlich geförderte und private) KTPP haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als KTPP keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

      Innerhalb von 3 Monaten muss eine Anmeldung bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen.

      Beiträge werden in Höhe des Regelbetrages (2016: monatlich 543,24 € alte Bundesländer, 471,24 € neue Bundesländer) erhoben. Bei Nachweis des tatsächlichen Einkommens kann eine einkommensgerechte Beitragsbemessung beantragt werden.

      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von 400,00€ und weniger

      Es besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Jedoch ist eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie eine private Absicherung möglich. Bei Angemessenheit der Beitragshöhe sowie der Art der Alterssicherung ist eine hälftige Erstattung der Kosten gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII möglich.


      Rentenversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      KTPP innerhalb eines Anstellungsverhältnisses haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI  eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Entsprechend der Höhe des Verdienstes übernehmen Arbeitgeber und Angestellte(r) (KTPP) je zur Hälfte die Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. bei geringfügiger Beschäftigung (bis 400,00 €) wird der Rentenversicherungsbeitrag allein durch den Arbeitgeber als Pauschale beglichen.

       

      Verantwortlichkeiten

      Bei Anstellung bei einem Träger/Arbeitgeber liegt die Verantwortung u. a. für die Beitragszahlungen in die Rentenversicherung bei dem Arbeitgeber.

      Bei selbstständiger Tätigkeit sorgt die Kindertagespflegeperson (KTPP) eigenständig für die Abschlüsse und Beitragszahlungen in die Pflichtversicherungen (u. a. Rentenversicherung).

      Ausführliche Hinweise zu Versicherungen können sie in den "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" nachlesen.

    • Kindertagespflege in privaten Räumen:

      „Eine Betriebsstätte ist jede ortsfeste Raumeinheit, die zu nicht ausschließlich privaten Zwecken bestimmt ist. […] Betriebsstätten in privaten Wohnungen sind beitragsfrei, wenn für die Wohnung bereits ein Beitrag entrichtet wird.“

      „Selbstständige oder Freiberufler, die ihren Arbeitsplatz – also ihre Betriebsstätte – in der privaten Wohnung eingerichtet haben, profitieren von Entlastungen: Wird für die Wohnung bereits ein Rundfunkbeitrag geleistet, fällt für die Betriebsstätte kein gesonderter Beitrag an. Es ist nur ein Rundfunkbeitrag für nicht ausschließlich privat genutzte Kraftfahrzeuge zu leisten: Pro Fahrzeug ist ein Drittelbeitrag – monatlich 5,83 Euro (bis zum 31.03.2015: 5,99 Euro) zu zahlen.“

      (Quelle: http://www.rundfunkbeitrag.de/)

      -> Aus dieser Regelung ergibt sich, dass Kindertagespflegepersonen, die Kinder im eigenen Haushalt betreuen und privat den Rundfunkbeitrag entrichten, keinen zusätzlichen Rundfunkbeitrag im Rahmen ihrer Tätigkeit bezahlen müssen.




      Kindertagespflege in angemieteten Räumen:

      Betrachtung als Unternehmen:
      „Die Höhe des Rundfunkbeitrags für Unternehmen und Institutionen orientiert sich an der Anzahl der Betriebsstätten. Pro Betriebsstätte richtet sich die Beitragshöhe nach der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im Jahr. Klein- und Kleinstunternehmen mit durchschnittlich bis zu acht Beschäftigten (Staffel 1) zahlen für jede Betriebsstätte nur einen Drittelbeitrag – monatlich 5,83 Euro. Pro beitragspflichtige Betriebsstätte ist ein betrieblich genutztes Kraftfahrzeug frei.“

      „Als Beschäftigte gelten alle sozialversicherungspflichtig Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie Bedienstete in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Nicht mitgerechnet werden Auszubildende und geringfügig Beschäftigte.“

      Betrachtung als Einrichtung des Gemeinwohls:

      „Der Rundfunkbeitrag pro Betriebsstätte ist gedeckelt. Die Höhe des Beitrags richtet sich nach der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro Betriebsstätte. Die auf die Einrichtung zugelassenen Kraftfahrzeuge sind mit dem Beitrag für die Betriebsstätte abgedeckt. Um Anspruch auf den gedeckelten Beitrag zu haben, müssen die Einrichtungen den Nachweis der Gemeinnützigkeit im Sinne der Abgabenordnung erbringen.“

      „Was sind Einrichtungen des Gemeinwohls? Als Einrichtungen des Gemeinwohls gelten [u. a.]:
      -    gemeinnützige Einrichtungen der Jugendhilfe im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (achtes Buch des Sozialhilfegesetzbuches) […]“

      Bei bis zu acht Beschäftigten wird ein Beitrag in Höhe von 5,83 € verlangt. 

      (Quelle: http://www.rundfunkbeitrag.de/)

      -> Gleich welche Bewertungsgrundlage (Unternehmen oder gemeinnützige Einrichtung) genutzt wird, werden für die Kindertagespflegeperson im Rahmen der Tätigkeit Kosten in  Höhe von 5,83 € für die angemieteten Räume anfallen.





  • S

    • Die Sächsische AufbauBank (SAB) fördert verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen mittels Zuschüssen. Dafür stehen zwei verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung:

       

       

       

       

       

       

       
       

      Weiterbildungsscheck
      – individuell

       

      Weiterbildungsscheck
      – betrieblich

       

       

      richtet sich an Privatpersonen (u. a. Beschäftigte, Auszu-bildende, Wiedereinsteiger, Berufsrückkehrer), die sich mittels einer passenden Weiterbildung beruflich weiter-entwickeln möchten.

       

      richtet sich an sächsische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit der Förderung können sowohl Unternehmer bzw. Selbst- ständige u.a. bei einer Maßnahme der betrieblichen Weiterbildung unterstützt werden.

       

       
       

       Die Förderung erfolgt vorrangig an Arbeitnehmer.

       

       

      Die Förderung erfolgt vorrangig an Selbständige.

       
       

      Link zum Flyer

       

      Link zum Flyer

       
       


      Hier finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Informationen zur SAB-Förderung.

       

       
       
       
       
    • Link:

      https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/3210-Saechsische-Integrationsverordnung

      Abkürzung:

      SächsIntegrVO

      Ausfertigungsdatum:  

      13.12.2002

      Vollzitat: 

      Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Integration von behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern in Tageseinrichtungen
      (Sächsische Integrationsverordnung – SächsIntegrVO)

      Stand:

      Fassung gültig ab: 19. Oktober 2010
      Fassung gültig bis: 21. Juni 2017

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12051#ef

      Abkürzung:

      SächsKitaFinVO

      Ausfertigungsdatum:  

      13.07.2011

      Vollzitat: 

      Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur  Finanzierung von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege  (Sächsische Kindertageseinrichtungen-Finanzierungsverordnung –  SächsKitaFinVO) 

      Stand:

      Fassung gültig ab: 01.09.2015

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11517-Saechsische_Qualifikations__und_Fortbildungsverordnung_paedagog

      Abkürzung:

      SächsQualiVO

      Ausfertigungsdatum:  

      20.09.2010

      Vollzitat: 

      Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Anforderungen an die Qualifikation und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflegepersonen und der Fachberater (Sächsische Qualifikations- und Fortbildungsverordnung pädagogischer Fachkräfte – SächsQualiVO)

      Stand:

      zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 6. Juni 2017 geändert worden ist; Fassung gültig ab: 22. Juni 2017

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=7731113936726&jlink=a1

      Ausfertigungsdatum:  

      2007

       

       

       

      Der Sächsische Bildungsplan dient als Orientierungshilfe, um kindliche Entwicklungsprozesse professionell zu begleiten und anzuregen. Neben dem „neuen Bild vom Kind“ gehört zum Inhalt des Sächsischen Bildungsplanes eine differenzierte Betrachtung, der einzelnen Bildungsbereiche (somatische, soziale, kommunikative, ästhetische, naturwissenschaftliche und mathematische Bildung). Gemäß § 2 SächsKitaG ist der Sächsische Bildungsplan Grundlage des pädagogischen Handelns in Krippe, Kindergarten, Hort sowie in Tagespflegestellen. 

      Begleitheft_SaechsBildungsplan

       

      Das Begleitheft zum Sächsischen Bildungsplan finden Sie hier.

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/1079-Gesetz_ueber_Kindertageseinrichtungen

      Abkürzung:

      SächsKitaG

      Ausfertigungsdatum:  

      15.05.2009

      Vollzitat: 

      Sächsisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen  (Gesetz über Kindertageseinrichtungen – SächsKitaG) 

      Stand:

      Rechtsbereinigt mit  Stand vom 09.05.2015

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11432-SaechsKiSchG

      Abkürzung:

      SächsKiSchG

      Ausfertigungsdatum:  

      11.06.2010

      Vollzitat: 

      Sächsisches Kindergesundheits- und Kinderschutzgesetz (SächsKiSchG) = Artikel 1 des Zweiten Gesetzes zur Förderung der Teilnahme von  Kindern an Früherkennungsuntersuchungen vom 11. Juni 2010 

    • Bei der Zubereitung von Speisen für Säugling sollten zu den allgemein gültigen Maßnahmen im Umgang mit Lebensmittel, besonders auf eine hygienische Zubereitung geachtet werden. Bei Säuglingen handelt es sich um eine besonders sensible Verbrauchergruppe, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Aus diesem Grund sollten folgende Aspekte bei der Zubereitung einer Säuglingsnahrung zusätzlich zu den Lebensmittelhygiene-Vorschriften eingehalten werden:

       

      Pulvernahrung & Babykost (Gläschen):

      • Immer frisch zubereiten

      • Hände vor Zubereitung gründlich reinigen

      • Säuglingsnahrung nicht aufbewahren oder wieder verwenden, Reste entsorgen

       

      Pulvernahrung:

      • Zubereitung getrennt von rohen Lebensmitteln

      • Für Zubereitung abgekochtes Trinkwasser verwenden

      • Zubereitungsgegenstände nach jeder Verwendung gründlich reinigen, Gummisauger regelmäßig abkochen

       

      Babykost (Gläschen):

      • Angefangene Gläschen im Kühlschrank max. 1 Tag aufbewahren

      • Jedes Kind hat einen eigenen Löffel und ein eigenes/n Gläschen/Teller

       

      Weitere Hinweise zum Umgang mit Lebensmitteln finden Sie hier.

      Besondere Hinweise für den Umgang mit in die Kindertagespflegestelle mitgebrachte Speisen sowie Muttermilch finde Sie hier.

    • Titel:  

      Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und strukturelle Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen –

      Autor: 

      Susanne Viernickel, Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai, Stefanie Schwarz, Luise Zenker 

      Quellenangabe:

      Viernickel, S.; Nentwig-Gesemann, I.; Nicolai, K.; Schwarz, S.; Zenker, L. (2013): Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und strukturelle Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen – 1. Aufl., Berlin: Der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

      Herausgeber:

      Der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

      Hinweis:

      Die Erstellung der Expertise wurde durch die Aktion Mensch gefördert.

       

      Bild_Studie_GEW

      Der Forschungsverbund untersuchte seit 2007 in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler(inne)n der Alice Salomon Hochschule Berlin die Bedingungen für Kinder und pädagogische Fachkräfte in Deutschland. Ziel ist, die Bedingungen zu verbessern und mehr Transparenz in der Debatte um die Qualität in Kindertageseinrichtungen zu erhalten. Mit einer quantitativen und qualitativen Befragung von Fachkräften, öffentlichen und freien Trägern aus dem gesamten Bundesgebiet macht der vorliegende Bericht nunmehr wissenschaftlich fundierte Aussagen zu den Bildungsaufgaben, Zeitkontingenten und den vorhandenen strukturellen Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen. 

      Die Studie als Download finden Sie hier.

    • Titel:  

      Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015

      Autor: 

      Stefan Sell, Nicole Kukula

      Quellenangabe: 

      Kukula, N.; Sell, S. (2015): Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015. Remagen: Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS)

      Herausgeber:

      Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS)

      Hinweis:

      Im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege. Die Erstellung der Expertise wurde durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

       

      Bild_Studie_Sell_2015

      Im Jahr 2012 legten Nicole Kukula und Prof. Dr. Stefan Sell vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS) im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege Zahlen zur leistungsorientierten Vergütung in der Kindertagespflege vor. Die damalige Studie erregte viel Aufmerksamkeit, denn zum ersten Mal gab es eine deutschlandweite Erhebung, die belastbare Fakten zur Höhe und Struktur der Bezahlung von Kindertagespflegepersonen lieferte.


      Für den Bundesverband ist von besonderem Interesse, wie sich die Vergütung seit 2012 entwickelt hat. Deshalb hat sich der Bundesverband entschlossen, das IBUS mit der Durchführung einer Follow up-Studie zu beauftragen, um die Dynamik der Entwicklung erkennen zu können.

      Die Untersuchung zeigt nicht nur die ausgesprochene Heterogenität der Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern auf, sie macht auch deutlich, dass die im § 23 SGB VIII festgeschriebene leistungsgerechte Ausgestaltung der Förderungsleistung noch nicht erreicht ist.

      Die Studie steht zum kostenlosen download zur Verfügung auf der Seite des Bundesverbandeszur Verfügung. Sie finden den Link hier.

       

       

       

       

      Bild_Studie_Sell

       

      Die vorangegangene Studie aus dem Jahr 2012 "Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik" von Stefan Sell und Nicole Kukula finden Sie hier.

    • Titel:  

      Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik

      Autor: 

      Stefan Sell, Nicole Kukula

      Quellenangabe: 

      Sell, S.; Kukula, N.(2013): Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik. 1. Aufl., Remagen: ibus-Verlag.

      Herausgeber:

      Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (ibus)

      Hinweis:

      Eine Expertise im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege. Die Erstellung der Expertise wurde durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

       

      Bild_Studie_Sell

      In der Studie "Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik" von Stefan Sell und Nicole Kukula wurde die Vergütung von Kindertagespflegepersonen erhoben. Weiterhin werden verschiedene Vergütungsmodelle vorgestellt sowie die betriebswirtschaftlicher Vergleich zwischen (Kindertagespflege) KTP und institutioneller Betreuung in der Kindereinrichtung aufgestellt. Abschließend werden Potenziale der KTP vorgestellt.

      Die Studie als Download finden Sie hier.

       

       

      Die Follow up-Studie "Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015 " aus dem Jahr 2015 finden Sie zum download hier

      Bild_Studie_Sell_2015

    • Link:

      http://behindern.verhindern.sachsen.de/download/Kampagnenmaterial/Aktionsplan.pdf

      Abkürzung:

      SLAP

      Ausfertigungsdatum:  

      2016

      Stand:

      Version 1.0

       

       

       

       

       

      Weitere Informationen zum Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK) finden Sie hier.

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/sgb_3/gesamt.pdf

      Abkürzung:

      SGB III

      Ausfertigungsdatum:  

      24.03.1997

      Vollzitat: 

      "Das Dritte Buch Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung – (Artikel 1 des  Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594, 595), das zuletzt durch Artikel  11 des Gesetzes vom 19. Oktober 2013 (BGBl. I S. 3836) geändert worden  ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 11 G v. 19.10.2013 I 3836

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/sgb_5/gesamt.pdf

      Abkürzung:

      SGB V

      Ausfertigungsdatum:  

      20.12.1988

      Vollzitat: 

      "Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477, 2482), das durch Artikel 2 des Gesetzes vom 15. April 2015 (BGBl. I S. 583) geändert worden ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 2a G v. 17.12.2014 I 2222

       
    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/sgb_6/gesamt.pdf

      Abkürzung:

      SGB VI

      Ausfertigungsdatum:  

      18.12.1989

      Vollzitat: 

      "Das Sechste Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung –  in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 2002 (BGBl. I S. 754,  1404, 3384), das zuletzt durch Artikel 12 des Gesetzes vom 19. Oktober  2013 (BGBl. I S. 3836) geändert worden ist"

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 19.2.2002 I 754, 1404, 3384;zuletzt geändert durch:Art. 12 G v. 19.10.2013 I 3836

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/sgb_7/gesamt.pdf

      Abkürzung:

      SGB VII

      Ausfertigungsdatum:  

      07.08.1996

      Vollzitat: 

      "Das Siebte Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfallversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254), das durch Artikel 7 des Gesetzes vom 23. Dezember 2014 (BGBl. I S. 2462) geändert worden ist"

      Stand:

      Zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 19.10.2013 I 3836, dieser geändert durch Art. 3 Nr. 3 G v. 30.7.2014 I 1311
      Änderung durch Art. 7 G v. 23.12.2014 I 2462 (Nr. 64) noch nicht berücksichtigt 

    • Link:

      http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/index.html

      Abkürzung:

      SGB VIII

      Ausfertigungsdatum:  

      26.06.1990

      Vollzitat: 

      "Das Achte Buch Sozialgesetzbuch – Kinder und Jugendhilfe – in der Fassung der Bekanntmachung vom 11.
      September 2012 (BGBl. I S. 2022), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes vom 21. Januar 2015 (BGBl.
      I S. 10) geändert worden ist"

      Stand:

      Neugefasst durch Bek. v. 11.9.2012 I 2022;zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 8 G v. 21.1.2015 I 10

    • Die Bedeutung des Spielens


      "In jedem Kind steckt ein Wissenschaftler"

       

      Spielend entdecken Kinder die Welt. 

      Spielen ist die Arbeit der Kinder.

      Spielen ist Bildung.

       

      Im Spielen lernen sie was sie für ihre Entwicklung brauchen. Sie lernen ihre Möglichkeiten kennen, sammeln Erfahrungen (bspw. über physikalische Gesetzmäßigkeiten) und erproben das soziale Miteinander, aber auch die Wahrnehmung, der Tastsinn und die Feinmotorik werden dabei geschult.

      Eine bewusste und begrenzte Auswahl an Spielzeugen fördert die Kreativität und Fantasie der Kinder und regt die Entwicklung sozialer Kompetenzen an. 
      Kinder nutzen besonders gern Alltagsgegenstände zum Spielen. Mit größter Phantasie werden Gegenstände zweckentfremdet. Der Einfallsreichtum kennt dabei keine Grenzen.

      Mögliches Alltagsspielzeug:

      • Geschirr und Küchenutensilien
      • Trockenlebensmittel (bspw. zum Sortieren)
      • Pappkartons/Pappröhren 
      • Knöpfe
      • Wäscheklammern
      • leere Plastikgefäße/-flaschen
      • Fühlsäckchen
    • Link:

      Mustervereinbarung

      Ausfertigungsdatum:  

      22.03.2012

      Vollzitat: 

      Muster - Vereinbarung zwischen Kommune und Kindertagespflegeperson gemäß § 1 Abs. 6, § 3 Abs. 3 und § 14 Abs. 6 SächsKitaG

      Stand:

      vom 22.03.2013

    • Nach Angaben des Sächsischen Landesamtes für Statistik wurden – mit Stand 01.03.2017 – 7. 338 Kinder in öffentlich geförderter Kindertagespflege nach SächsKitaG durch 1.657 Kindertagespflegepersonen betreut.

      Statistik_Kinder

       

       

      Statistik_KTPP

       

       Weitere statistische Informationen finden Sie hier.

       

      Quellen:

      Freistaat Sachsen: Statistik der Kinder- und Jugendhilfe - Teil III.1: Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich geförderter Kindertagespflege am 1. März 2007 bis 2017

    • Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden sowie die Beratungs- und Vermittlungsstelle für Kindertagespflege des Malwina e. V. stellen in einer Studie das Entscheidungsverhalten von Dresdner Eltern hinsichtlich der gewählten Betreuungsform für ihre Kinder vor.

       

      Für die Studie wurden ca. 1700 Eltern in Dresden-Blasewitz, Dresden-Pieschen und Dresden-Neustadt befragt. 50 Prozent der Eltern nahmen an der Befragung teil.

       

      Mittels Fragebogen wurden für die Eltern wichtige Betreuungsmerkmale sowie die Wahrscheinlichkeit deren Umsetzung erfragt.

       

      Im Ergebnis der Studie konnte u. a. festgestellt werden, dass vor allem die individuelle Betreuung durch eine einzelne Bezugsperson sowie die vertrauensvolle Atmosphäre entscheidend für die Wahl des Angebotes waren und sind. Im Allgemeinen sind über 90 Prozent der Dresdner Eltern mit ihrer gewählten Betreuungsform sehr zufrieden.


      Sabine Bibas, Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen Dresden, sagte zu den Ergebnissen: „Die hohe Zufriedenheit der Eltern aus Kindertagespflegestellen verdeutlicht erneut, dass Kindertagespflege sehr geeignet für unter dreijährige Kinder ist. Wir haben erkannt, dass die frühzeitige Information von Eltern zu den jeweiligen Struktur- und Qualitätsmerkmalen sie noch besser befähigt, das beste Angebot für ihre Familien zu finden.“

       

      Die Studie wurde vom Institut für Soziologie der TU Dresden durchgeführt.

       

      Weitere Informationen können Sie dem Presseartikel der Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) am 25.06.2015 entnehmen. Sie finden den Artikel hier

      Weitere Inhalte zur Studie finden Sie hier.

    • Zum Themenfeld Kindertagespflege wurden bereits verschiedene wissenschaftliche Studien geführt. Eine Auswahl möchten wir Ihnen hier anbieten:

       

      Ahnert, L.; Supper, B.:

      Bild_Studie_Ahnert

       Parenting & Co-Parenting unter Einbeziehung der Studie Stendaler Tagesbetreuung und der Wiener Krippenstudie

      Einen Überblick über die Inhalte der Studie finden Sie hier.

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

       

       

       

       

      Institut für Soziologie der TU Dresden

      Bild_Studie_Sell

      Erstwunsch Kindertagespflege - Eine Studie zum Entscheidungsverhalten von Dresdner Eltern

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

      Weitere Informationen erhalten Sie in einem Artikel hier.

       

       

       

       

      Kühnert, S.: 

      Bild_IKS_Broschuere_UntersuchungUntersuchung und Empfehlungen der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen

      Die Studie zum Download finden Sie hier.

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

       

       

       

       

      Sell, S.; Kukula, N.:

      Bild_Studie_Sell

      Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik.

      Die Studie zum Download finden Sie hier.

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

       

       

       

       

      Sell, S.; Kukula, N.:

      Bild_Studie_Sell_2015

      Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015 

      Die Studie zum Download finden Sie hier.

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

       

       

       

       

      Viernickel, S.; Nentwig-Gesemann, I.; Nicolai, K.; Schwarz, S.; Zenker, L.:

      Bild_Studie_GEW

       

      Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und strukturelle Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen –

      Die Studie zum Download finden Sie hier.

      Nähere Informationen zur Studien erhalten Sie hier.

  • U

    • UN-Kinderrechtskonvention

      Link:

      http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/_C3_9Cbereinkommen-_C3_BCber-die-Rechte-des-Kindes,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      20.11.1989

      Vollzitat: 

      "Übereinkommen über die Rechte des Kindes"

      Stand: am 26. Januar 1990 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet
      (Zustimmung von Bundestag und Bundesrat durch Gesetz vom 17. Februar 1992 – BGBl. II S. 121); am 6. März 1992 Hinterlegung der Ratifikationsurkunde beim Generalsekretär der Vereinten Nationen; am 5. April 1992 für Deutschland in Kraft getreten (Bekanntmachung vom 10. Juli 1992 – BGBl. II S. 990); am 15. Juli 2010 Rücknahme der Vorbehalte zum Übereinkommen (Beschluss Bundesrat vom 26. März 2010; Kabinettsbeschluss vom 3. Mai 2010; formale Übergabe des Rücknahmeschreibens an die Vereinten Nationen am 15. Juli 2010)

       

    • Link:

      http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/_C3_9Cbereinkommen-_C3_BCber-die-Rechte-des-Kindes,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      20.11.1989

      Vollzitat: 

      "Übereinkommen über die Rechte des Kindes"

      Stand: am 26. Januar 1990 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet
      (Zustimmung von Bundestag und Bundesrat durch Gesetz vom 17. Februar 1992 – BGBl. II S. 121); am 6. März 1992 Hinterlegung der Ratifikationsurkunde beim Generalsekretär der Vereinten Nationen; am 5. April 1992 für Deutschland in Kraft getreten (Bekanntmachung vom 10. Juli 1992 – BGBl. II S. 990); am 15. Juli 2010 Rücknahme der Vorbehalte zum Übereinkommen (Beschluss Bundesrat vom 26. März 2010; Kabinettsbeschluss vom 3. Mai 2010; formale Übergabe des Rücknahmeschreibens an die Vereinten Nationen am 15. Juli 2010)
    • Der Freistaat Sachsen wird im Jahr 2016 rund 1500 minderjährige Flüchtlinge aufnehmen, die allein Deutschland eingereist sind. Zuständig für deren Unterbringung und Betreuung sind die örtlichen Jugendämter.

      Die Bundesregierung hatte im Juli 2015 einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Das Kabinett hat zur Umsetzung des bundesweiten Verteilungsverfahrens die notwendigen Weichenstellungen für die Unterbringung in Sachsen beschlossen.

      Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

      Durch das Erzbistum Köln wurde eine orientierungshilfe zur Betreuung von Flüchtlingskindern in Kindertageseinrichtungen veröffentlicht. Diese finden Sie hier.

    •  

      Hinsichtlich des Unfallversicherungsschutzes bedarf es folgender Unterteilung:

      • Unfallversicherungsschutz der betreuten Kinder
      • Unfallversicherungsschutz der Kindertagespflegeperson

       

      Unfallversicherung der betreuten Kinder:

      Die gesetzliche Unfallversicherung der betreuten Kinder ist sowohl für Eltern als auch für Kindertagespflegeperson (KTPP) kostenfrei. Der zuständige Versicherungsträger der Unfallversicherung der betreuten Kinder ist die Unfallkasse im Freistaat Sachsen. Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII sind Kinder seit 01.10.2005 während der Betreuung durch eine geeignete1 KTPP (sowohl bei Betreuung nach § 3 Abs. 3 SächsKitaG als auch nach § 23 SGB VIII) gesetzlich unfallversichert. D. h. mit Beginn des Betreuungsvertrages sind die Kinder automatisch versichert und müssen nicht durch Ihre Eltern oder die KTPP extra angemeldet werden. Es bedarf lediglich einer Erstanmeldung durch die KTPP bei Aufnahme der Tätigkeit mit dem ersten zu betreuenden Kind. Die Geeignetheit1 der KTPP ist die Voraussetzung für den Versicherungsschutz, unabhängigob es sich um öffentlich oder privat  finanzierte  KTPP handelt. Dies ist besonders in Vertretungssituationen zu beachten.

      1Die Feststellung der Geeignetheit wird durch den zuständigen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) gemäß § 23 Abs. 3 SGB VIII festgestellt.

       

      Der Versicherungsschutz der Kinder2 gilt:

      • während des gesamten Aufenthalts bei der KTPP
      • bei Ausflügen
      • auf dem Weg zur KTPP und auf dem Heimweg (unabhängig davon, ob das Kind den Unfall selbst verschuldet hat)
      • wenn die Betreuung der Kinder im Haushalt der Eltern stattfindet, sobald die KTPP im   Haushalt der Eltern die Betreuung übernimmt

       2Der Kind-Begriff endet gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII mit Vollendung des 14. Lebensjahres.

       

      Der Versicherungsschutz der Kinder gilt nicht, bei:

      • Betreuung der Kinder in privat organisierter Kindertagespflege (§ 25 SGB VIII)
      • Betreuung der eigenen Kinder durch die KTPP selbst (fehlende Fremdbetreuung)

       

      Haftungsansprüche Geschädigter gehen, bei Vorliegen der notwendigen Voraussetzungen, auf den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung über. Handelt die KTPP jedoch grob fahrlässig, bspw. bei Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, kann der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung Regressforderungen gegenüber der KTPP geltend machen.

       

      Weitere Informationen finden Sie als Merkblatt hier.

       

       

      Unfallversicherung der Kindertagespflegeperson:


      Der Versicherungsschutz der KTPP gilt:

      • bei Arbeitsunfällen
      • Berufskrankheiten
      • Wegeunfällen (im Rahmen der Tätigkeit als KTPP)


      Bezüglich der Unfallversicherung muss zwischen einer Tätigkeit im Anstellungsverhältnis und einer selbständigen Tätigkeit unterschieden werden:

       

      Unfallversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      Der Arbeitgeber ist für die Absicherung durch eine Unfallversicherung verantwortlich.

       

      • Tätigkeit im Haushalt der Eltern: 

      Es besteht ein gesetzl. Unfallversicherungsschutz über den Haushalt der Erziehungsberechtigten, in welchem die KTPP tätig ist. Dafür muss der Arbeitgeber (in diesem Fall die Erziehungsberechtigten des Haushaltes) die KTPP bei der Unfallkasse Sachsen versichern und die entsprechenden Beiträge entrichten.

      • Anstellung bei Träger/Unternehmen:

      Der Arbeitgeber ist für die versicherungsrechtliche Absicherung für den Fall eines Unfalles verantwortlich. Dafür muss die angestellte KTPP bei der Unfallkasse Sachsen versichert werden. Der Arbeitgeber entrichtet dafür die Beiträge.

       

      Unfallversicherung der KTPP bei Selbständiger Tätigkeit

      Selbständig Tätige sind gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert (gesetzl. Pflichtversicherung). Zuständiger Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Bei dieser muss sich die KTPP innerhalb einer Woche nach Aufnahme der Tätigkeit anmelden. Die Beiträge werden rückwirkend für das vergangene Kalenderjahr erhoben. Bei öffentlich geförderter Kindertagespflege werden die Kosten mit der Erstattung der laufenden Geldleistung für das erste Kind übernommen. Bei KTP nach § 3 Abs. 3 SächsKitaG erfolgt dies durch die Kommune, bei KTP nach § 23 SGB VIII durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Hierbei handelt es sich um eine steuerfreie Einnahme gemäß § 3 Nr. 9 EStG. Eine private Versicherung entbindet nicht von der gesetzlichen Unfallversicherungspflicht.

       

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier. Bei diesem ist zu beachten, dass es sich hierbei gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII, um die Erstattung der tatsächlichen Kosten handelt. D. h. auch ein über den erstattungsfähigen Jahresbeitrag hinausgehender Betrag ist vollständig zu erstatten.

        

      Hinweise zum Thema Erste-Hilfe finden Sie hier.

       

       

      Unfallversicherung von Angestellten in einer Kindertagespflegestelle

      Hinweise zur Unfallverssicherung von Angestellten in einer Kindertagespflegestelle finden Sie hier.

       

      Auf der Internetseite der BGW unter www.bgw-online.de/arbeitsschutzbetreuung finden sich unter anderem Hinweise zu den Betreuungsformen und Musterverträgen.

       

       

       

    • Altersgrenzen bei der Erlaubniserteilung nicht zulässig


      Medieninformation:

      Beschluss auf www.landesrecht.sachsen-anhalt.de

      Ausfertigungsdatum:  

      18.07.2012

      Aktenzeichen:

      4 B 158/12

       

       

       

      Die Anwendung einer durch eine Verwaltungsvorschrift festgelegten allgemeinen Altersgrenze zur Erlaubnis der Kindertagespflege nach § 43 SGB VIII stellt einen unzulässigen Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit nach Art. 12 Abs. 1 GG dar. Aus der gesetzlichen Regelung des § 43 SGB VIII über die Erlaubnis zur Kindertagespflege lässt sich nicht darauf schließen, dass die persönliche Eignung nach allgemeinen Kriterien unter Anwendung einer generellen Altersgrenze bestimmt werden könnte.

    • Angemessenheit der Beiträge zur Alterssicherung

       

      Link:

      https://openjur.de/u/608352.html

      Ausfertigungsdatum:  

      30.07.2013, VG Stuttgart

      Aktenzeichen:

      7 K 3281/10

       

       

       

      Nach dem Urteil vom VG Stuttgart richtet sich der Maßstab für die Angemessenheit nach dem Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung.

    • Kein Anspruch auf Betreibung einer Großkindertagespflege mit angestellten Kindertagespflegepersonen

      Link:

      http://openjur.de/u/752511.print

      Ausfertigungsdatum:  

      05.11.2014

      Aktenzeichen:

      7 K 459/13 

       

       

       

       

    • Schwerwiegende Verletzung der Aufsichtspflicht rechtfertigt sofortigen Entzug der Betreuungserlaubnis für Tagesmutter

       

      Link:

      http://www.justiz.sachsen.de/ovg/download/PM30.5.2014.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      27.05.2014

      Aktenzeichen:

      4 B 48/14

       

       

       

       

      Das sächsische Oberverwaltungsgericht bestätigt am 27. Mai 2014 die Auffassung des Verwaltungsgerichtes Leipzig, dass zur Wahrung des Kindeswohls, nach einer gravierenden Aufsichtspflichtverletzung der sofortige Entzug der Pflegeerlaubnis gerechtfertigt ist.

      Die betreffende Kindertagespflegeperson ließ, die ihr anvertrauten Kinder, für einen Zeitraum von ca. 30 Minuten unbeaufsichtigt in der Kindertagespflegestelle, um in einer  - nach Angaben der Kindertagespflegeperson – naheliegenden Physiotherapiepraxis einen Termin zu vereinbaren. Daraufhin entzog die Stadt Leipzig mit sofortiger Wirkung die Pflegeerlaubnis. 

      Durch das sächsische Oberverwaltungsgericht wurden besonders folgende Faktor hervorgehoben:-Es handelt sich hierbei um eine gravierende Verletzung der Aufsichtspflicht, da die Kinder in der Kindertagespflegestelle im Notfall nicht in der Lage gewesen wären, Hilfe zu holen.-Die Kindertagespflegeperson verließ aus einem geringfügigen Anlass die Kindertagespflegestelle und stellt damit eigene Interessen über das Wohl der Kinder.-Das Gericht geht an dieser Stelle nicht davon aus, dass die Person als Kindertagespflegeperson geeignet ist.m 27. Mai 2014)

    • Anspruch auf Übernahme der erforderlichen Aufwendungen für einen selbstbeschafften Kinderbetreuungsplatz

      Link:

      http://www.bverwg.de/entscheidungen/pdf/120913U5C35.12.0.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      12.09.2013

      Aktenzeichen:

      5 C 35/12

       

       

       

      Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat mit dem Urteil vom 12.09.2013 entschieden, dass ein Anspruch auf Übernahme der erforderlichen Aufwendungen für einen selbstbeschafften Kinderbetreuungsplatz sich aus dem Bundesrecht in analoger Anwendung des § 36a Abs. 3 SGB VIII ergibt, wenn dessen Voraussetzungen erfüllt sind: Dafür muss der Leistungsberechtigte den Träger der öffentlichen Jugendhilfe von der Selbstbeschaffung rechtzeitig über den Bedarf in Kenntnis gesetzt haben, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistungen vorgelegen haben und die Deckung des Bedarfes keinen zeitlichen Aufschub geduldet haben. Dabei werden nur die tatsächlich entstandenen Aufwendungen erstattet, sodass etwas eingesparte Elternbeiträge nach § 90 Abs. 1 SGB VIII anzurechnen sind. (Quelle. Schreiben des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Arnfried Schlosser, Dresden, 25.07.2014)

    • Ende für Betreuungsgeld nach Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

       

      Link:

      2015_07_21_Urteil_Betreuungsgeld

      Ausfertigungsdatum:  

      21.07.2015

      Aktenzeichen:

      1 BvF 2/13

       

       

       

       

       

      Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 21. Juli sein Urteil zum, am 01.08.2013 in Kraft getretene, Betreuungsgeld gesprochen und das Gesetz für verfassungswidrig erklärt.

      Die rechtlichen Regelungen zum Betreuungsgeld sind Teil des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) und befinden sich in diesem Gesetz unter Abschnitt 2.

       

      Laut den Richtern des BVerfG gehen die gesetzlichen Regelungen zum Betreuungsgeld nicht konform mit der deutschen Verfassung. Bei Betreuungsgeld handelt es sich um eine familienpolitische Leistung, gehört somit in die Familienpolitik und liegt in der Verantwortung der einzelnen Länder.

      Offene Beträge aus bereits bewilligten Anträgen werden noch für den Bewilligungszeitraum ausgezahlt. Neu- oder Folgeantragen haben keine Aussicht auf Bewilligung.

       

      Das Statement der Bundesfamilienministerin Manuela Schlesig finden Sie hier.

      Die aktuelle Pressemitteilung des Bundesverbandes für Kindertagespflege zum Betreuungsgeldgesetz finden Sie hier.

      Das Urteil steht Ihnen hier zum Download bereit.

    • Kapital bildender Lebensversicherung kann nicht ausnahmslos Förderungsfähigkeit nach
      § 39 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII abgesprochen werden

      Link:

       

      2010_02_23_Urteil_Angemessene_Alterssicherung.pdf

      http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=230210U5C29.08.0

      Ausfertigungsdatum:  

      23.02.2010

      Aktenzeichen:

      BVerwG 5 C 29.08 
      OVG 7 A 10142/08









      "
      Kapital bildende Lebensversicherungen gehören zu den nach § 39 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII zu fördernden privaten Maßnahmen der Alterssicherung, wenn ihnen eine der gesetzlichen Rente vergleichbare Altersvorsorgefunktion zukommt. Hierfür muss vertraglich sichergestellt sein, dass die Ansprüche aus der Versicherung nicht vor dem Zeitpunkt, ab dem die gesetzliche Altersrente frühestens in Anspruch genommen werden kann [...] fällig werden und sie auch nicht anderweitig verwertet werden können." (Quelle: http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=230210U5C29.08.0)

    • Hälftige Erstattung der tatsächlichen Kosten 

      Link:

      /downloads/de80b34b811b976e6eaaaf3198478a0b.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      23.05.2012

      Aktenzeichen:

      6 K 801/10

       

       

       

       

      Das Verwaltungsgericht in Münster entschied, dass die Hälfte der tatsächlichen Kosten der Krankenversicherungsbeiträge erstatten werden muss, wenn diese Kosten angemessen (erforderlich, aber ausreichend) und nachweislich gezahlt wurden.

    •  

      Link: 

      http://openjur.de/u/730701.print

      Verkündet am:  

      22.08.2014

      Aktenzeichen:

      12 A 591/14
      19 K 6016/13 Düsseldorf








      Eine Zusammenfassung des Landesarbeitskreis Kindertagespflege in Sachsen zum Urteil finden Sie hier.

      Da es sich im Urteil um ein Berufungsverfahren handelt, finden Sie das vorausgegangene Urteil hier.

    • Stadt Leipzig muss die Sachkostenpauschale für „Tagesmütter“ neu regeln

       

      Link:

      http://iks-sachsen.de/downloads/6c7fbd33faa38318f30d1e7774bfef13.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      21.04.2016

      Aktenzeichen:

      5 K 634/15

       

       

       

       

      Mit Urteil vom 21. April 2016  - 5 K 634/15 - hat die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Leipzig auf die Klage einer Tagesmutter entschieden, dass die Stadt Leipzig die laufende Geldleistung für den Sachaufwand nach § 23 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII neu festsetzen muss.

    • Unwirksamkeit der Satzung und Stärkung der Trägerhoheit und Selbstständigkeit

      Medieninformation:

      http://www.justiz.sachsen.de/ovg/download/Kita.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      21.03.2013

      Aktenzeichen:

      1 C 15/12

       

       

       


      Zur Unwirksamkeit der Kita-Satzung der Landeshauptstadt Dresden, wurde durch das sächsische Ober-verwaltungsgericht Bautzen am 21. März 2013 ein Normenkontroll-Urteil gesprochen. 

      Mit einem Stadtratsbeschluss der Stadt Dresden vom 23.06.2011 wurde die bestehende Satzung der Landeshauptstadt Dresden zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege und über die Erhebung von Elternbeiträgen geändert.

      In dieser geänderten Fassung sah der PARITÄTISCHE Sachsen u. a. in den Regelungen zu den Schließ-, Öffnungs- und Betreuungszeiten sowie der damit verbundenen Flexibilisierung der Arbeitszeit einen  rechtswidrigen Eingriff in die Trägerhoheit. Mit dem Normenkontroll-Urteil vom 21.03.2013 wurde die Satzung für unwirksam erklärt. Die Satzung verstieß in mehrfacher Hinsicht gegen höherrangiges Recht. 

      Durch dieses Urteil wurden die Rechte und die Position der freien Träger gestärkt.

    • Erfolgreicher Antrag auf den Besuch des Wunschkindergartens eines auswärtigen Kindes trotz allgemeiner Mangelsituation Wunsch- und Wahlrecht der Eltern gestärkt


      Medieninformation:

      http://www.justiz.sachsen.de/ovg/download/Wunschkindergarten.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      21.06.2013

      Aktenzeichen:

      1 B 336/13
      1 L 75/13

       

       

       

       

      Zur Durchsetzung des Rechtsanspruches auf Kita-Betreuung und des Wunsch- und Wahlrechtes gemäß § 5 SGB VIII und § 4 SächsKitaG bei Betreuung eines Kindes außerhalb der Heimatgemeinde, wurde durch das sächsische Oberverwaltungsgericht Bautzen am 21. Juni 2013 ein Urteil gesprochen. 

      Ursprung dieses Urteils war die Untersagung der Aufnahme eines ortsfremden Kindes in eine Kita durch die Landeshauptstadt Dresden. Diese Untersagung wurde durch das Verwaltungsgericht Dresden bestätigt, wogegen die Eltern des betreffenden Kindes Beschwerde einlegten. Im Wege einer einstweiligen Verfügung entschied das Sächsische Oberverwaltungsgericht, dass die Beschwerde Erfolg hat. 
      Mit diesem Urteil wurde das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern gestärkt, vor allem im Fall einer Betreuung außerhalb der Wohnortgemeinde bspw. auf Grund des auswärts liegenden Arbeiterplatzes der Eltern.

    • Zuzahlungen unterliegen dem Recht der freien Berufsausübung

      Link:

      2014_07_10_Urteil_Zuzahlungen.pdf

      Ausfertigungsdatum:  

      10.07.2014

      Aktenzeichen:

      3 K 1064/13 

       

       

       

       

      Das Verwaltungsgericht in Bremen entschied nach einer mündlichen Verhandlung am 10.07.2014, dass private Zuzahlungen zusätzlich zu den Betreuungskosten der Eltern von Tagesmütter und –väter erhoben werden dürfen. Begründet wird dies u.a. mit dem Recht der freien Berufsausübung nach Art. 12 GG.


      Bei der Anwendung dieses Urteils sollte Folgendes beachtet werden:

      • Was kann den Eltern finanziell zugemutet werden?

      • Für was fallen tatsächlich zusätzliche Kosten an?

      • Zuzahlungen gelten als Einnahme und sind zu versteuern. 

      • Welches Image könnten Sie als Kindertagespflegeperson durch die Er-/Anhebung von Zusatz kosten erhalten?

      • Wie entwickelt sich die Nachfrage der angebotenen Betreuungsplätze, bei der Er-/ Anhebung von Zusatzkosten? 

  • V

    • Titel:  

      Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik

      Autor: 

      Stefan Sell, Nicole Kukula

      Quellenangabe: 

      Sell, S.; Kukula, N.(2013): Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik. 1. Aufl., Remagen: ibus-Verlag.

      Herausgeber:

      Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (ibus)

      Hinweis:

      Eine Expertise im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege. Die Erstellung der Expertise wurde durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

       

      Bild_Studie_Sell

      In der Studie "Vergütung der Kindertagespflege. Bestandsaufnahme und Modelle einer leistungsorientierten Vergütungssystematik" von Stefan Sell und Nicole Kukula wurde die Vergütung von Kindertagespflegepersonen erhoben. Weiterhin werden verschiedene Vergütungsmodelle vorgestellt sowie die betriebswirtschaftlicher Vergleich zwischen (Kindertagespflege) KTP und institutioneller Betreuung in der Kindereinrichtung aufgestellt. Abschließend werden Potenziale der KTP vorgestellt.

      Die Studie als Download finden Sie hier.

       

       

      Die Follow up-Studie "Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege. Ergebnisse einer Follow up-Studie 2015 " aus dem Jahr 2015 finden Sie zum download hier

      Bild_Studie_Sell_2015

    • Link:

      http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32004R0852&from=DE

      Abkürzung:

      VO (EG) 852/2004

      Ausfertigungsdatum:  

      29.04.2004

      Vollzitat: 

      Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des europäischen Parlamentes und des Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene 

    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/11517-Saechsische_Qualifikations__und_Fortbildungsverordnung_paedagog

      Abkürzung:

      SächsQualiVO

      Ausfertigungsdatum:  

      20.09.2010

      Vollzitat: 

      Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Anforderungen an die Qualifikation und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflegepersonen und der Fachberater (Sächsische Qualifikations- und Fortbildungsverordnung pädagogischer Fachkräfte – SächsQualiVO)

      Stand:

      Rechtsbereinigt mit Stand vom 31. Dezember 2013 

       
    • Link:

      http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12051#ef

      Abkürzung:

      SächsKitaFinVO

      Ausfertigungsdatum:  

      13.07.2011

      Vollzitat: 

      Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur  Finanzierung von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege  (Sächsische Kindertageseinrichtungen-Finanzierungsverordnung –  SächsKitaFinVO) 

      Stand:

      Fassung gültig ab: 01.09.2015

    • Übersicht:

       

      1. Zuständigkeiten

      2. Unfallversicherung

      2.1 Unfallversicherung der betreuten Kinder

      2.2 Unfallversicherung der Kindertagespflegeperson

      2.2.1 Unfallversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      2.2.2 Unfallversicherung der KTPP bei Selbständiger Tätigkeit

      3. Rentenversicherung

      3.1 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit

      3.1.1 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von über 400,00€

      3.1.2 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von 400,00€ und weniger

      3.2 Rentenversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      4. Kranken-/Pflegeversicherung

      5. Arbeitslosenversicherung

      6. Berufshaftpflichtversicherung

       


       

      1. Zuständigkeiten

      Bei Anstellung bei einem Träger/Arbeitgeber liegt die Verantwortung für die Beitragszahlungen in die Unfall-, Renten-, Pflege-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung bei dem Arbeitgeber.

      Bei selbstständiger Tätigkeit sorgt die Kindertagespflegeperson (KTPP) eigenständig für die Abschlüsse und Beitragszahlungen in die Pflichtversicherungen (Renten-, Pflege- und Krankenversicherung).

      Ausführliche Hinweise zu Versicherungen können sie in den "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" nachlesen.

       

      2. Unfallversicherung

      Hinsichtlich des Unfallversicherungsschutzes bedarf es folgender Unterteilung:

      • Unfallversicherungsschutz der betreuten Kinder
      • Unfallversicherungsschutz der Kindertagespflegeperson

       

      2. 1 Unfallversicherung der betreuten Kinder

      Die gesetzliche Unfallversicherung der betreuten Kinder ist sowohl für Eltern als auch für Kindertagespflegepersonen (KTPP) kostenfrei. Der zuständige Versicherungsträger der Unfallversicherung der betreuten Kinder ist die Unfallkasse im Freistaat Sachsen. Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII sind Kinder seit 01.10.2005 während der Betreuung durch eine geeignete1 KTPP (sowohl bei Betreuung nach § 3 Abs. 3 SächsKitaG als auch nach § 23 SGB VIII) gesetzlich unfallversichert. D. h. mit Beginn des Betreuungsvertrages sind die Kinder automatisch versichert und müssen nicht durch Ihre Eltern oder die KTPP extra angemeldet werden. Es bedarf lediglich einer Erstanmeldung durch die KTPP bei Aufnahme der Tätigkeit mit dem ersten zu betreuenden Kind. Die Geeignetheit1 der KTPP ist die Voraussetzung für den Versicherungsschutz, unabhängigob es sich um öffentlich oder privat  finanzierte  KTPP handelt. Dies ist besonders in Vertretungssituationen zu beachten.

      1Die Feststellung der Geeignetheit wird durch den zuständigen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) gemäß § 23 Abs. 3 SGB VIII festgestellt.

       

      Der Versicherungsschutz der Kinder2 gilt:

      • während des gesamten Aufenthalts bei der KTPP
      • bei Ausflügen
      • auf dem Weg zur KTPP und auf dem Heimweg (unabhängig davon, ob das Kind den Unfall selbst verschuldet hat)
      • wenn die Betreuung der Kinder im Haushalt der Eltern stattfindet, sobald die KTPP im Haushalt der Eltern die Betreuung übernimmt

       2Der Kind-Begriff endet gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII mit Vollendung des 14. Lebensjahres.

       

      Der Versicherungsschutz der Kinder gilt nicht, bei:

      • Betreuung der Kinder in privat organisierter Kindertagespflege (§ 25 SGB VIII)
      • Betreuung der eigenen Kinder durch die KTPP selbst (fehlende Fremdbetreuung)

       

      Haftungsansprüche Geschädigter gehen, bei Vorliegen der notwendigen Voraussetzungen, auf den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung über. Handelt die KTPP jedoch grob fahrlässig, bspw. bei Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, kann der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung Regressforderungen gegenüber der KTPP geltend machen.

       

      Weitere Informationen finden Sie als Merkblatt hier.

       

      2.2 Unfallversicherung der Kindertagespflegeperson


      Der Versicherungsschutz der KTPP gilt:

      • bei Arbeitsunfällen
      • Berufskrankheiten
      • Wegeunfällen (im Rahmen der Tätigkeit als KTPP)


      Bezüglich der Unfallversicherung muss zwischen einer Tätigkeit im Anstellungsverhältnis und einer selbständigen Tätigkeit unterschieden werden:

       

      2.2.1 Unfallversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      Der Arbeitgeber ist für die Absicherung durch eine Unfallversicherung verantwortlich.

       

      • Tätigkeit im Haushalt der Eltern: 

      Es besteht ein gesetzl. Unfallversicherungsschutz über den Haushalt der Erziehungsberechtigten, in welchem die KTPP tätig ist. Dafür muss der Arbeitgeber (in diesem Fall die Erziehungsberechtigten des Haushaltes) die KTPP bei der Unfallkasse Sachsen versichern und die entsprechenden Beiträge entrichten.

      • Anstellung bei Träger/Unternehmen:

      Der Arbeitgeber ist für die versicherungsrechtliche Absicherung für den Fall eines Unfalles verantwortlich. Dafür muss die angestellte KTPP bei der Unfallkasse Sachsen versichert werden. Der Arbeitgeber entrichtet dafür die Beiträge.

       

      2.2.2 Unfallversicherung der KTPP bei Selbständiger Tätigkeit

      Selbständig Tätige sind gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert (gesetzl. Pflichtversicherung). Zuständiger Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Bei dieser muss sich die KTPP innerhalb einer Woche nach Aufnahme der Tätigkeit anmelden. Die Beiträge werden rückwirkend für das vergangene Kalenderjahr erhoben. Bei öffentlich geförderter Kindertagespflege werden die Kosten mit der Erstattung der laufenden Geldleistung für das erste Kind übernommen. Bei KTP nach § 3 Abs. 3 SächsKitaG erfolgt dies durch die Kommune, bei KTP nach § 23 SGB VIII durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Hierbei handelt es sich um eine steuerfreie Einnahme gemäß § 3 Nr. 9 EStG. Eine private Versicherung entbindet nicht von der gesetzlichen Unfallversicherungspflicht.

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier. Bei diesem ist zu beachten, dass es sich hierbei gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII, um die Erstattung der tatsächlichen Kosten handelt. D. h. auch ein über den erstattungsfähigen Jahresbeitrag hinausgehender Betrag ist vollständig zu erstatten.

      Hinweise zum Thema Erste Hilfe finden Sie hier.

       

      3. Rentenversicherung

      Kindertagespflegepersonen, die Kindertagespflege gemäß § 3 Abs. 3 SächsKitaG sowie § 23 SGB VIII anbieten, haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Alterssicherung, wenn die Kosten als angemessen gelten. Diese Erstattung ist nach § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei.

      Maßstab für die Angemessenheit bildet der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Urteil). Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Auch private Vorsorge ist unter Umständen nach individueller Entscheidung teilweise erstattungsfähig. Hier empfiehlt der Sächsische Städte- und Gemeindetag pro betreutem Kind eine Beteiligung von 20 Euro (zu den Empfehlungen zur laufenden Geldleistung für Kindertagespflege). Unter bestimmten Umständen kann auch eine Lebensversicherung angemessen sein (zum Urteil).

      3.1 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit

      3.1.1 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von über 400,00€

      Selbständig tätige (öffentlich geförderte und private) KTPP haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als KTPP keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

      Innerhalb von 3 Monaten muss eine Anmeldung bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen.

      Beiträge werden in Höhe des Regelbetrages (2016: monatlich 543,24 € alte Bundesländer, 471,24 € neue Bundesländer) erhoben. Bei Nachweis des tatsächlichen Einkommens kann eine einkommensgerechte Beitragsbemessung beantragt werden.

       

      3.1.2 Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von 400,00€ und weniger

      Es besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Jedoch ist eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie eine private Absicherung möglich. Bei Angemessenheit der Beitragshöhe sowie der Art der Alterssicherung ist eine hälftige Erstattung der Kosten gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII möglich.


      3.2 Rentenversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      KTPP innerhalb eines Anstellungsverhältnisses haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI  eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Entsprechend der Höhe des Verdienstes übernehmen Arbeitgeber und Angestellte(r) (KTPP) je zur Hälfte die Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. bei geringfügiger Beschäftigung (bis 400,00 €) wird der Rentenversicherungsbeitrag allein durch den Arbeitgeber als Pauschale beglichen.

       

      4. Kranken-/Pflegeversicherung

      Eine KTPP gilt gemäß § 10 SGB V sowie § 240 SGB V als nicht hauptberuflich selbständig tätige Person.

      KTPP haben die Möglichkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung über ihren Ehepartner einer Familienversicherung beizutreten. Für Mitglieder einer Familienversicherung gelten monatliche Einkommenshöchstgrenzen.

      Weiterhin besteht die Möglichkeit sich freiwillig zu versichern. Maßgeblich für die Beitragshöhe ist die Höhe des steuerrechtlichen Gewinns bzw. der Einkünfte. KTPP die gemäß § 23 SGB VIII bzw. § 3 Abs. 3 SächsKitaG tätig sind haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung. KTPP haben kein Anrecht auf Krankengeld, außer es besteht eine freiwillige Absicherung, zu welcher der öffentliche Träger der Jugendhilfe einen angemessenen Beitrag gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII erstatten muss, ist die KTPP nach § 23 SGB VIII bzw. § 3 Abs. 3 SächsKitaG tätig. Diese Erstattungen sind steuerfrei.

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Ein Urteil zur hälftigen Erstattung der Beiträge zur Krankenversicherung finden Sie hier.

      Hinweise zum Krankversicherungsstatus von Kindertagespflegepersonen finden Sie hier.

       

      5. Arbeitslosenversicherung

      Gemäß § 28a SBG III ist es möglich, als selbständig tätige Person bei einer Wochenarbeitszeit von mind. 15 Stunden einen Antrag auf eine Freiwillige Weiterversicherung gegen Arbeitslosigkeit (Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag - selbständige Tätigkeit -) bei der Bundesagentur für Arbeit zu stellen.

      Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

       

      6. Berufshaftpflichtversicherung

      Jede Gemeinde ist beim Kommunalen Schadensausgleich versichert. D. h. alle öffentlich geförderten Betreuungsverhältnisse sind in diesem Rahmen mitversichert. 

      Für Schäden die innerhalb der Tätigkeit als KTPP geschehen, trägt die private Haftpflichtversicherung kein Risiko, hierfür ist es empfohlen, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Bei dem zuständigen Jugendamt kann erfragt werden, ob eine Sammelhaftpflichtversicherung angeboten wird. Findet die Tagespflege nicht im Haushalt der Eltern oder der KTPP statt kann eine Betriebshaftpflichtversicherung notwendig werden.

    • Tagespflegepersonen haben ein nachvollziehbares Interesse an einer möglichst optimalen Auslastung ihrer Einrichtung, um finanzielle Verluste infolge Minderauslastung zu vermeiden bzw. gering zu halten. Oft verwenden Tagespflegepersonen im Betreuungsvertrag bezüglich der Vertragslaufzeit eine Formulierung, „bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres“ oder „bis zum Eintritt in den Kindergarten“. Beide Formulierungen können durchaus problematisch sein und zu einer vorzeitigen Auflösungsmöglichkeit durch die sorgeberechtigten Eltern führen. Die nachfolgenden Erörterungen sollen verdeutlichen, wo Schwächen derartiger Vertragsklauseln liegen können.

       

      Der Betreuungsvertrag, der zwischen den Eltern und der Tagespflegeperson geschlossen wird, ist rechtlich gesehen ein Dienstvertrag nach § 611 BGB. Demzufolge richtet sich die rechtliche Beurteilung einer Befristung ebenfalls nach den Regelungen des Dienstvertrages. Der Gesetzgeber nennt in § 620 Abs. 1 BGB zunächst keine Einschränkung einer Befristung. So formuliert er in der genannten Vorschrift, dass das Dienstverhältnis mit dem Ablauf der Zeit endet, für die es eingegangen ist. Daraus könnte man schlussfolgern, dass eine zeitliche Befristung problemlos möglich ist.

       

      Allerdings sind neben den gesetzlichen Regelungen des Dienstvertrages auch die Regelungen über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nach §§ 305 ff. BGB zu beachten. Ein Betreuungsvertrag, den die Tagespflegeperson verwendet, gilt als allgemeine Geschäftsbedingung, weil eine mehrfache Verwendung geplant ist und die selbständig tätige Tagespflegeperson rechtlich als „Verwender“ angesehen wird. Für Befristungen von Verträgen ist damit auch die Vorschrift von § 309 Nr. 9 a) BGB einschlägig. Eine länger als zwei Jahre bindende Vertragslaufzeit ist danach unwirksam. Für Kinder, die noch jünger als ein Jahr sind, wenn sie zur Tagespflegeperson kommen und die oben genannte Formulierung verwendet wird, bedeutet das, dass es sich um eine Befristung von länger als zwei Jahren handelt. In diesem Fall ist diese Klausel unwirksam. Für den Fall der Unwirksamkeit ordnet § 306 BGB an, dass dann die normalen gesetzlichen Regelungen gelten.

       

      Das ist für die Tagespflegepersonen besonders misslich, denn dann können die Eltern den Betreuungsvertrag entsprechend § 621 Nr. 3 BGB spätestens am 15. eines Kalendermonats zum Ende des Monats kündigen, was eine zweiwöchigen Frist zum Monatsende bedeutet. Daher ist in Konstellationen, bei Kindern unter einem Jahr von einer Befristung bis zum dritten Lebensjahr auf jeden Fall abzuraten. Allenfalls in Kombination mit normalen Kündigungsfristen sollten derartige Klauseln verwendet werden.

       

      Aber auch in den Konstellationen, in denen die Kinder das erste Lebensjahr schon vollendet haben, wenn sie zur Tagespflege kommen, ist eine Befristung, dann also für weniger als zwei Jahre, nicht ohne Risiken für die Tagespflegepersonen, wenn sie nicht noch zusätzlich eine fristgemäße Kündigung einräumen. Denn es gilt eine sogenannte Generalklausel in § 307 BGB, die besagt, dass bei einer unangemessenen Benachteiligung einer Partei, die fragliche Klausel unwirksam ist.

       

      So wäre es denkbar, eine zweijährige Bindungsfrist im Rahmen eines Betreuungsvertrages könnte eine solche Benachteiligung darstellen, da auch die Befindlichkeiten der betreuten Kinder berücksichtigt werden müssen. Fühlen sie sich, aus welchen Gründen auch immer, in der Tagespflege nicht wohl, muss es eine Möglichkeit der Vertragsauflösung geben. Daher sollte stets eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit eingeräumt werden.

       

      Für die ordentliche, auch fristgerechte Kündigung genannt, stellt sich die Frage nach der Dauer der Kündigungsfrist. Die Kündigungsfrist sollte keinesfalls länger als drei Monate sein. Für beide Vertragsparteien scheint eine Kündigungsfrist von zwei Monaten angemessen. So hat die Tagespflegeperson die Möglichkeit, den Platz anderweitig zu besetzen. Eltern, die den Wunsch haben, den Betreuungsvertrag zu beenden, müssen sich noch eine überschaubare Zeit mit der Tagespflegeperson arrangieren. Eine einmonatige Frist, auf die manche Kommunen regelwidrig in den Betreuungsverträgen geregelt haben wollen, ist für die Tagespflegeperson deutlich zu kurz bemessen, um den freien Platz anderweitig zu vergeben.

       

      Sind beide Vertragsparteien sich einig, kann in einem Aufhebungsvertrag auch einvernehmlich auf vertraglich vereinbarte Kündigungsfristen verzichtet werden. In der Praxis liegt bei einem einseitigen Auflösungswunsch einer Vertragspartei allerdings meist keine Bereitschaft zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages vor.  Befristungen in Verträgen sollten daher immer nur im Zusammenhang mit einer regulären Kündigungsmöglichkeit geregelt werden.

       

      (Autorin: Frau Prof. Beate Naake - Evangelische Hochschule Dresden )

    • Damit Kinder auch in Ausfallzeiten der vertrauten Kindertagespflegeperson (KTPP) sicher und gut betreut werden, ist es wichtig, dass jede KTPP in ein funktionierendes Vertretungssystem eingebunden ist. Hierbei sollte beachtet werden, dass den Eltern und vor allem den Kindern die Ersatzbetreuungsperson vertraut ist und es möglich war, bereits im Vorfeld eine Beziehung zu dieser Person aufzubauen. Hierfür bedarf es einer intensiven Eingewöhnung.

      Um Vertretungszeiten möglichst gering zu halten, sollten Urlaubszeiten und andere planbare Ausfallzeiten rechtzeitig mit den Eltern abgestimmt werden, so dass eine Ersatzbetreuung bestenfalls nur für kurzfristige, unvorhersehbare Ausfallzeiten genutzt werden muss.

      Das Erheben eines zusätzlichen Elternbeitrages für die Ersatzbetreuung ist rechtlich nicht zulässig.

      Wird Kindertagespflege (KTP) nach § 3 SächsKitaG angeboten handelt es sich um ein kommunales Angebot. Die Verantwortung für die Bereitstellung einer Vertretung sowie deren Finanzierung trägt die Kommune in Abstimmung mit dem Jugendamt.

      Wird KTP nach § 23 SGB VIII - und nicht nach SächsiKitaG finanziert - angeboten, trägt der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) die Verantwortung für die Bereitstellung einer Vertretung sowie deren Finanzierung. Die Betreuung von Kindern einer zugelassenen KTPP durch eine nicht zugelassene Ersatzperson, in deren Abwesenheit, gilt als nicht gesetzeskonform und kann den fristlosen Entzug der Zulassung zur Folge haben. 

      Die Ausfallzeiten von KTPP sollten bereits in der Bedarfsplanung gemäß § 8 SächsKitaG berücksichtigt werden.

      Weiterhin ist zu beachten, dass der Vertretungsperson die Geeignetheit für die Tätigkeit vom örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) bestätigt wurde. Dies erfolgt mittels Eignungsbescheid. Vertretungspersonen müssen immer vom Jugendamt zugelassen sein, ausgenommen davon sind Notfallsituationen.

       

      Bild_Broschuere_Vertretung

      Weitere Informationen zum Thema Vertretung (Vertretungsregelungen/-systeme) finden Sie in der Broschüre der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS) "Vertretung in der Kindertagespflege. Grundlagen und Ansätze – eine sächsische Arbeitshilfe"

      Sowie in der Handreichung des DJI zum Thema Vertretung in der Kindertagespflege. Diese finden Sie hier.

    • Die IKS empfiehlt zur Beobachtung, Dokumentation und Auswertung die MarteMeo-Methode.

      „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – bewegte Bilder sagen ein Vielfaches davon.“

      Marte Meo basiert auf der starken Kraft der Bilder. Mit Hilfe von Videoaufnahmen werden konkrete, alltagsnahe Handlungsweisen im Umgang von pädagogischen Fachkräften mit Kindern kleinschrittig beobachtet und ausgewertet. Anhand dieser Momentaufnahmen werden wirksame Gelegenheiten zur Unterstützung emotionaler und sozialer Fähigkeiten sichtbar und erfahrbar gemacht. Sie bilden die Grundlage für Beziehung, Bindung und somit für Bildung.

      Lesen Sie hier eine Ausgabe des MarteMeo-Magazins zum Thema "Was braucht das Kind für die Welt von morgen?"

    • Titel:  

      Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und strukturelle Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen –

      Autor: 

      Susanne Viernickel, Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai, Stefanie Schwarz, Luise Zenker 

      Quellenangabe:

      Viernickel, S.; Nentwig-Gesemann, I.; Nicolai, K.; Schwarz, S.; Zenker, L. (2013): Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Bildungsaufgaben, Zeitkontingente und strukturelle Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen – 1. Aufl., Berlin: Der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

      Herausgeber:

      Der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

      Hinweis:

      Die Erstellung der Expertise wurde durch die Aktion Mensch gefördert.

       

      Bild_Studie_GEW

      Der Forschungsverbund untersuchte seit 2007 in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler(inne)n der Alice Salomon Hochschule Berlin die Bedingungen für Kinder und pädagogische Fachkräfte in Deutschland. Ziel ist, die Bedingungen zu verbessern und mehr Transparenz in der Debatte um die Qualität in Kindertageseinrichtungen zu erhalten. Mit einer quantitativen und qualitativen Befragung von Fachkräften, öffentlichen und freien Trägern aus dem gesamten Bundesgebiet macht der vorliegende Bericht nunmehr wissenschaftlich fundierte Aussagen zu den Bildungsaufgaben, Zeitkontingenten und den vorhandenen strukturellen Rahmenbedingungen in Kindertageseinrichtungen. 

      Die Studie als Download finden Sie hier.

    • Eignungs- und Erlaubniserteilung

      Um eine Eignung als Kindertagespflegeperson (KTPP) zu erhalten, bedarf es der Erfüllung persönlicher, gesundheitlicher und fachlicher Voraussetzungen. Zur Erteilung einer Erlaubnis sind zu dem kindgerechte Räumlichkeiten vorzuweisen.

      Gemäß § 43 Abs. 1 SGB VIII bedarf eine Person, die ein Kind oder mehrere Kinder außerhalb des Haushalts des Erziehungsberechtigten während eines Teils des Tages und mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Entgelt länger als drei Monate betreuen will, der Erlaubnis, unabhängig davon, wie die Finanzierung erfolgt (privat/öffentliche Mittel).

       

      Bild_Grafik_Erlaubniserteilung

       

      Eine Grafik zum Verfahren der Eignungs- und Erlaubniserteilung finden Sie hier. Ausführliche Hinweise zu den einzelnen Stufen der Grafik (Voraussetzungen) finden Sie in Kapitel 2 der Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen.

       

       

       

       

      Räumliche Anforderungen

      Die Betreuung der Kinder kann im Haushalt der Eltern, im Haushalt der Kindertagespflegeperson (KTPP) oder mit Zustimmung der Gemeinde und des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe in angemieteten Räumen erfolgen. 

      Für KTP (Kindertagespflege) die im Haushalt der Eltern stattfindet, können keine räumlichen Anforderungen definiert werden. Findet KTP im Haushalt der KTPP oder in angemieteten Räumen statt, müssen diese entsprechend § 23 Abs. 3 SGB VIII sowie § 43 Abs. 2 Satz 2 SGB VIII kindgerecht sein.

      Da es sich bei der KTP um ein familiennahes Betreuungsangebot handelt, können räumliche Regelungen der institutionellen Betreuung in Krippe und Kindergarten nicht 1: 1 auf die KTP angewandt werden. In der KTP ist der Haushalt der Bildungsort. Findet KTP im Haushalt der KTPP statt, ist dieser außerdem Lebens- und Gestaltungsraum der KTPP und deren Familie. 

      Es sollte ein Raumkonzept (welches Teil der Gesamtkonzeption sein kann) vorhanden sein welches veranschaulicht, dass den Kindern in den Räumen eine selbständige Erforschung und Erkundung möglich ist und die Raumgestaltung auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist. Der Raum ist an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Grenzen der Kinder anzupassen. Der Raum soll Geborgenheit sowie Impuls für Herausforderung und Aktivität bieten. Dabei ist es wichtig, dass die Gestaltung des Raumes die Selbständigkeit der Kinder unterstützt.

       Tip_Raumgestaltung

      Bild_Checkliste_Raum    Eine Checkliste zu den Anforderungen an die Raumgestaltung finden Sie hier.   
           
      Bild_DGUV_Information   Der Unfallversicherungsträger gibt mit seiner Broschüre "Kindertagespflege - damit es allen gut geht" eine Übersicht an Hinweisen, zur sicheren Raumgestaltung. Sie finden diese hier.
           
      Bild_Broschuere_Das_sichere_Haus   Die Broschüre "Kinder sicher betreuen. Informationen für Tagesmütter und Tagesväter." der Aktion DAS SICHERE HAUS finden Sie hier.

       

      Informationen zur Raumgestaltung können Sie zu dem in den Qualitätskriterien für die Kindertagespflege im Freistaat Sachsen (Kap. 2.3) sowie dem Sächsischen Bildungsplan entnehmen.

       

       

    • Kindertagespflegepersonen, die Kindertagespflege gemäß § 3 Abs. 3 SächsKitaG sowie § 23 SGB VIII anbieten, haben Anspruch auf Erstattung der hälftigen Beiträge zur Alterssicherung, wenn die Kosten als angemessen gelten. Diese Erstattung ist nach § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei.

      Maßstab für die Angemessenheit bildet der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Urteil). Den aktuell erstattungsfähigen Jahresbeitrag finden Sie hier.

      Auch private Vorsorge ist unter Umständen nach individueller Entscheidung teilweise erstattungsfähig. Hier empfiehlt der Sächsische Städte- und Gemeindetag pro betreutem Kind eine Beteiligung von 20 Euro (zu den Empfehlungen zur laufenden Geldleistung für Kindertagespflege). Unter bestimmten Umständen kann auch eine Lebensversicherung angemessen sein (zum Urteil).


      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von über 400,00€

      Selbständig tätige (öffentlich geförderte und private) KTPP haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als KTPP keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

      Innerhalb von 3 Monaten muss eine Anmeldung bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen.

      Beiträge werden in Höhe des Regelbetrages (2016: monatlich 543,24 € alte Bundesländer, 471,24 € neue Bundesländer) erhoben. Bei Nachweis des tatsächlichen Einkommens kann eine einkommensgerechte Beitragsbemessung beantragt werden.

      Rentenversicherung bei selbständiger Tätigkeit mit zu versteuerndem Einkommen von 400,00€ und weniger

      Es besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Jedoch ist eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie eine private Absicherung möglich. Bei Angemessenheit der Beitragshöhe sowie der Art der Alterssicherung ist eine hälftige Erstattung der Kosten gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII möglich.


      Rentenversicherung der KTPP bei Tätigkeit im Anstellungsverhältnis

      KTPP innerhalb eines Anstellungsverhältnisses haben gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI  eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Entsprechend der Höhe des Verdienstes übernehmen Arbeitgeber und Angestellte(r) (KTPP) je zur Hälfte die Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. bei geringfügiger Beschäftigung (bis 400,00 €) wird der Rentenversicherungsbeitrag allein durch den Arbeitgeber als Pauschale beglichen.

       

      Verantwortlichkeiten

      Bei Anstellung bei einem Träger/Arbeitgeber liegt die Verantwortung u. a. für die Beitragszahlungen in die Rentenversicherung bei dem Arbeitgeber.

      Bei selbstständiger Tätigkeit sorgt die Kindertagespflegeperson (KTPP) eigenständig für die Abschlüsse und Beitragszahlungen in die Pflichtversicherungen (u. a. Rentenversicherung).

      Ausführliche Hinweise zu Versicherungen können sie in den "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" nachlesen.

  • W

    • Die Sächsische AufbauBank (SAB) fördert verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen mittels Zuschüssen. Dafür stehen zwei verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung:

       

       

       

       

       

       

       
       

      Weiterbildungsscheck
      – individuell

       

      Weiterbildungsscheck
      – betrieblich

       

       

      richtet sich an Privatpersonen (u. a. Beschäftigte, Auszu-bildende, Wiedereinsteiger, Berufsrückkehrer), die sich mittels einer passenden Weiterbildung beruflich weiter-entwickeln möchten.

       

      richtet sich an sächsische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit der Förderung können sowohl Unternehmer bzw. Selbst- ständige u.a. bei einer Maßnahme der betrieblichen Weiterbildung unterstützt werden.

       

       
       

       Die Förderung erfolgt vorrangig an Arbeitnehmer.

       

       

      Die Förderung erfolgt vorrangig an Selbständige.

       
       

      Link zum Flyer

       

      Link zum Flyer

       
       


      Hier finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Informationen zur SAB-Förderung.

       

       
       
       
       
    • Logog_Kita_BildungsserverDer Sächsische Kita Bildungsserver hält für Sie weitere Informationen rund um das Themengebiet Kinderbetreuung unter www.kita-bildungsserver.de bereit:

      • Pädagogischen Themen
      • Weiterbildungen
      • Ansprechpartner
      • Aktuelles 

       

       

  • Z

    • Essen und Trinken gehören zu den grundlegenden Bedürfnissen der Kinder. In der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Mahlzeiten liegt ein besonderer Schatz der Kindertagespflege. Die kleine und überschaubare Gruppe bietet die Möglichkeit punkuell bspw. mit den Kindern einzukaufen oder Mahlzeiten gemeinsam vorzubereiten und so das Stillen der Grundbedürfnisse als natürliche Bildung zu erleben.

      Das gemeinsames Zubereiten einer Mahlzeit und der Umgang mit Lebensmitteln bieten Kindern zahlreiche natürliche Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten im Alltag der Kindertagespflege:

      Somatische Bildung:

      • eigene Bedürfnisse kennenlernen (Was schmeckt mir? Wie schmeckt mir etwas?)
      • Feinmotorik 
      • Esskultur erfahren 
      • Aspekte gesunder Ernährung erleben

      Soziale Bildung:

      • Gemeinschaft erleben und gemeinsam tätig sein

      Kommunikative Bildung:

      • Austausch über Aufgabenverteilung, vorhandene Lebensmittel, eigene Wünsche etc.

      Ästhetische Bildung:

      • Kennenlernen der Lebensmittel (Farbe, Konsistenz, Geruch, Geschmack etc.)

      Naturwissenschaftliche Bildung:

      • Kennenlernen des Ursprungs der Lebensmittel (Was braucht es, damit Pfalnzen wachsen können? etc.)

      Mathematische Bildung:

      • wiegen
      • zählen

       

      Bei der Zubereitung von Speisen gemeinsam mit den Kindern sollte die Kindertagespflegeperson folgendes beachten, um einen hygienischen Umgang mit den Lebensmitteln sicherstellen zu können:

      • Sind die Kinder gesund?

      • Gibt es Verletzungen an den Händen der Kinder?

      • Haben die Kinder gereinigte Hände?

      • Wissen die Kinder, was im Umgang mit Lebensmitteln zu beachten ist (nicht anhusten etc.)

      • Haben die Kinder saubere und für den Umgang mit Lebensmitteln geeignete Kleidung (Schürze etc.) an?

       

      Weitere Hinweise zum Umgang mit Lebensmittel finden Sie hier.